Tag der slowenischen Bergsteiger
6.06.2011
Der Präsident der PZS warnte vor der Vereinigung der Kräfte im Kampf gegen das Fahren mit Motorfahrzeugen im natürlichen Umfeld außerhalb befestigter Straßen.
Am 4. Juni fand auf dem Jeruzalem in den Slovenske gorice der diesjährige Tag der slowenischen Bergsteiger statt (nächstes Jahr das Jubiläum, 50.), der von der Alpenverein Slowenien, dem Bergsteigerverein Ljutomer und der Gemeinde Ljutomer in Ko-Organisation vorbereitet wurde. Der Bergsteigerverein Ljutomer feierte an diesem Tag auch feierlich sein 60-jähriges offizielles Bestehen.
Auf dem Jeruzalem, dem mit 341 Metern höchsten Gipfel in der Prlekija, versammelten sich rund 1500 Bergsteiger (darunter auch aus Kroatien, Österreich und Ungarn), die bei schönem sonnigem Wetter mit Freunden plauderten, neue Bekanntschaften knüpften und der Feierstunde als zentralem Ereignis dieses gesamt-slowenischen Treffens der Bergsteiger lauschten. Im Vorwort begrüßte alle Ivan Kraljič, Präsident des Bergsteigervereins Ljutomer, und sagte: „Das Feiern des 60. Jubiläums des Bergsteigervereins Ljutomer gleichzeitig mit dem Tag der slowenischen Bergsteiger im Herzen der Prleška-Hügel ist für uns eine bergsteigerische Ehre. Wir sind stolz auf jeden Baum, jeden Stein, jede Blume, jede Handvoll Erde, jedes Stück dieses Mosaiks. Stolz auf jeden Bergsteiger, erfahrenen oder Neuling, solange der Kopf am rechten Platz und die Füße auf dem rechten Weg ist. Bergauf. In die Berge.“
Die Bürgermeisterin der Gemeinde Ljutomer, mag. Olga Karba, die die versammelten Bergsteiger nach Präsident Kraljič ansprach, betonte: „Der Mut der Pioniere, die neue Wege bahnten und die Natur zähmten, war stets voller Respekt, Rücksicht und Bescheidenheit gegenüber der Größe dieser Umwelt. In den Bergen gelten besondere Regeln, Regeln des Verhaltens, Lebens und Überlebens. Der organisierte Bergsport ermöglicht den Prlečanern und Prlekern direkt, diese wunderbare Welt zu erleben, wofür ihr, geehrte Mitglieder des Bergsteigervereins Ljutomer, den größten Dank und die Anerkennung verdient. Die Gelegenheit, mit Führer in die Berge zu gehen, ein interessantes Ziel zu wählen und den besten Weg zu bahnen, ist keineswegs selbstverständlich. Das ist in Wahrheit ein außergewöhnliches Privileg, eine außergewöhnliche Chance, die wir in möglichst großer Zahl ergreifen sollten. Herzlicher Dank, liebe Bergsteiger, auch dafür, dass ihr durch eure Tätigkeit diese Möglichkeiten zum Erleben der Bergwelt bietet und vor allem mit eurer Expertise seit 60 Jahren für die Sicherheit unserer Bürger sorgt.“
Zu den Gratulationen für die gute Arbeit gesellte sich in seiner Begrüßungsrede Dragotin Kuster, Präsident des Verbandsausschusses der Bergsteigervereine Pomurje, zu dem neben sechs weiteren Vereinen auch PD Ljutomer gehört.
Es folgte die Ansprache von Jože Prah, Präsident der Kommission für europäische Wanderwege Sloweniens, und der feierliche Moment des diesjährigen Euro-Wanderwegs unter dem Motto Wanderwege und Wasser, als die Euro-Wanderer symbolisch acht Flüsse der Štajerska und Pomurje vereinten. Nämlich gossen die Bergsteiger Wasser aus Sotla, Dravinja, Drava, Pesnica, Krka, Lendava, Mura und Ščavnica in ein Fass. Der slowenische Teil des Euro-Wanderwegs 2011 endet am Samstag, 1. Oktober 2011, auf dem Geoss, wo unter dem Patronat des Staatspräsidenten dr. Danilo Türk aus allen vier Hauptgefäßen ein gemeinsames Gefäß mit Wasser gefüllt wird. Dieses werden die Bergsteiger-Vertreter am 15. Oktober dieses Jahres beim Abschlussevent in Spanien mit den Wassern ganz Europas vereinen.
Nach dem symbolischen Vermischen der Wasser hob Präsident der Alpenverein Slowenien Bojan Rotovnik in seiner Rede neben dem Euro-Wanderweg 2011 und der Feier des 60-jährigen Jubiläums des Vereins die hiesige Gastfreundschaft hervor, betonte jedoch, dass das diesjährige Treffen auch aus zwei Gründen wichtig ist – „dieses Jahr ist das Internationale Jahr der Wälder und das Europäische Jahr des Freiwilligendienstes. Letzteres läuft unter dem Motto Sei Freiwilliger, verändere die Welt. Da der Bergsport auf Freiwilligenarbeit basiert, können wir auch in diesem Jahr etwas für unsere Wälder tun, da wir dort viele unserer bergsteigerischen Aktivitäten durchführen. Ich meine vor allem die uns unsympathischen Fahrten mit Motorfahrzeugen im natürlichen Umfeld außerhalb befestigter Straßen, die tatsächlich ein sehr großes Problem darstellen. In diesem Sommer müssen die Bergsteiger zeigen, dass wir stark sind, vereint sind, gegen solche Aktivitäten, die großen Schaden in der Natur anrichten.“
Die festliche Rede des diesjährigen Tags der slowenischen Bergsteiger hielt Branko Žnidarič, Vizepräsident des Olympischen Komitees Slowenien – Verband der Sportverbände, der den Bergsteigern aus Ljutomer auf Basis ihrer Aktivitäten zum 60-jährigen Bestehen auch die Goldene Plakette des Olympischen Komitees Slowenien verlieh.
Nach der feierlichen Entfaltung der neuen Fahne des Bergsteigervereins Ljutomer begrüßte die Bergsteiger auf dem Jeruzalem und begeisterte sie mit seinen angenehmen und entspannten Worten unser Spitzenalpinist Viki Grošelj, der diese Gegenden gut kenne, da seine Frau von hier stamme; er wünschte ihnen weitere erfolgreiche und bergsteigerisch geprägte Jahre.
Zwischen den Reden steuerte geschickt die Moderatorin Vesna Danilovič Novak, den musikalischen Faden im Kulturprogramm webten der Ljutomer-Oktett unter Leitung von Dušan Prelog, die jungen Akkordeonisten Domen Ritonja Kralj und Barbara Hrga aus der Musikschule Ljutomer. Zum Programmende sangen Lara Kosi und Kristina Žižek von der OŠ Ivana Cankar das Kekec-Lied und geleiteten die Versammelten mit guter Laune in die Fortsetzung des Tages. Es folgte das Beisammensein, Plaudern, Erinnerungen auffrischen, neue Freundschaften knüpfen..., alles bei guter Prleška-Speise und den angenehmen Klängen des Prlekija-Ensembles.