Bergrettungsmannschaften haben den unglücklichen ungarischen Bergsteiger in der Kotliška grapa 250 Meter unterhalb des Unfallorts gefunden, leider ohne Lebenszeichen, wie der Alpenrettungsverband Sloweniens auf Facebook mitteilte. Damit war eine der anspruchsvollsten Rettungsaktionen dieses Jahres abgeschlossen, bei der sie trotz extrem schwieriger Bedingungen am Montag die Bergsteigerin retteten, die mit dem Verstorbenen geklettert war.
Mit Hilfe von Sonden gefunden
"Heute haben sich die Bedingungen so weit gebessert, dass wir die Intervention fortsetzen konnten. Dem Hubschrauber der slowenischen Polizei gelang es trotz starkem Wind, das Rettungsteam in die Nähe des Unfallorts zu fliegen. Das Team seilte sich in die steile Schlucht ab und begann mit Sondierungen, den unglücklichen Bergsteiger zu suchen," schrieben sie beim Verband.
Die Bedingungen waren seit Sonntag extrem schlecht:
Zwei Meter unter Schnee
Sie lokalisieren den Bergsteiger in den Kamnik-Savinja-Alpen 250 Meter unterhalb des Unfallorts, wo der ungarische Wanderer seit Sonntag war. Wie sich herausstellte, war der Wanderer leider tot und mehr als zwei Meter unter Schnee begraben.
Sie hoben ihn 50 Meter höher, wo es ihnen mit Hilfe von EMV und extrem anspruchsvollem Winden gelang, ihn in den Hubschrauber zu bringen, der dann auch die Retter ins Tal brachte. "Wir freuen uns, dass wir trotz extrem schwieriger Bedingungen das Leben der Bergsteigerin aus der Schneeumarmung retten konnten und das Team die Aktion sicher abgeschlossen hat. Leider konnte dem Bergsteiger, der bereits verloren hatte, nicht geholfen werden," schrieben sie im sozialen Netzwerk.
Sie lobten die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Hubschrauberbesatzung und Retter, die eine extrem anspruchsvolle Aufgabe unter sehr schwierigen Bedingungen bewältigten. Den Angehörigen des Verstorbenen sprechen sie aufrichtiges Beileid aus.
Mittwoch unmöglich
Am Mittwoch konnte der Hubschrauber wegen zu starkem Wind der Grapa "nicht einmal nahekommen, für die Fortsetzung der klassischen Rettung und den Fußanstieg waren die Bedingungen noch zu bedrohlich," hieß es beim Alpenrettungsverband Sloweniens (GRZS).
Der Hubschrauber flog und versuchte, das Opfer genauer zu lokalisieren, doch die Wetterbedingungen waren noch immer sehr anspruchsvoll. Nach dem Überflug passten sie die weiteren Aktivitäten an.
Die Wanderin konnten sie am Montag nach einer langen, anspruchsvollen und gefährlichen Aktion retten. Sie war unterkühlt, aber ohne schwerwiegende Folgen.
Quelle:
https://siol.net/novice/slovenija/resevanje-pohodnika-v-kotliski-grapi-velike-kolicine-snega-in-nevarnost-plazov-video-651532