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Neuigkeiten / Verleihung der höchsten PZS-Auszeichnungen für das Jahr 2011

Verleihung der höchsten PZS-Auszeichnungen für das Jahr 2011

5.12.2011
Am Samstag, den 3. Dezember 2011, fand im Jugendzentrum Brežice in Brežice die feierliche Verleihung der höchsten Auszeichnungen des Alpenvereins Sloweniens (PZS) für das Jahr 2011 statt. Die PZS organisierte die Verleihung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brežice und dem Bergsteigerverein Brežice.

Nach der Begrüßungsansprache des Bürgermeisters von Brežice, Ivan Molan, begrüßte der Präsident des Alpenvereins Sloweniens, Bojan Rotovnik, alle Gäste und hob das Ehrenamt als Grundlage der Tätigkeit des Alpenvereins, der Bergsteigervereine und des Bergsteigens im Allgemeinen hervor. Zum Abschluss des Europäischen Jahres des Freiwilligendienstes betonte er auch das Bergsteigen als Lebensweise. „Seit fast 120 Jahren ist das Ehrenamt eine der grundlegenden Tugenden und zugleich die Mission der bergsteigerischen Organisation. Ich kann mit Stolz bestätigen, dass dies auch für Bergsteiger gilt, da die Arbeit im Bereich des Bergsteigens nicht mit finanziellen Belohnungen oder materiellen Vorteilen verbunden ist, sondern die größte Belohnung für unsere Arbeit die Zufriedenheit anderer ist, die die Früchte unserer Arbeit genießen. Daher ist es in den gegenwärtigen angespannten gesellschaftlichen Verhältnissen umso wichtiger, dass wir im Bergsteigen die Ehrenamtsarbeit auf allen Ebenen der bergsteigerischen Organisation beibehalten, damit wir die Krise effektiver bewältigen und ohne größere Folgen überwinden können. In seiner reichen Geschichte hat das Bergsteigen vier Gesellschaftssysteme durchlaufen und dank ehrenamtlicher Tätigkeit sind wir noch heute eine der größten und wichtigsten Nichtregierungsorganisationen in Slowenien“, fügte Präsident Rotovnik hinzu.

Der Festredner bei der Zeremonie war der Olympionike und Botschafter Sloweniens für Sport, Toleranz und Fair Play, Miroslav Cerar, der die Werte des Bergsteigens betonte, da „Bergsteigen ein Raum ist, in dem Geist und Körper gestärkt werden.“ Bergsteigen und Berge waren eng mit dem Olympioniken verbunden, da er viel Zeit in den Bergen verbrachte; sie dienten Sportlern zur Vorbereitung auf die anspruchsvollsten Leichtathletikwettkämpfe und auch als Schule des Lebens. Er gratulierte auch den Empfängern der höchsten bergsteigerischen Auszeichnungen: „Herzlichen Glückwunsch euch allen Empfängern von Auszeichnungen und Ehrenzeichen. Ihr habt viel selbstloses und opferreiches Engagement, Freiwilligenarbeit, in zahlreichen Bereichen des Bergsteigens investiert, damit auch andere die Berge genießen konnten, ohne Unterschiede. Mit eurem eigenen Beispiel habt ihr auf die vielfältige positive Bedeutung des Bergsteigens hingewiesen und euch aus der Masse als Träger höchster Leistungen hervorgetan.“

Mit ihrer Anwesenheit ehrten sie die feierliche Verleihung und die ehrenamtlichen Bergsteiger-Empfänger unter anderem: der Honorarkonsul Nepals Aswin Shrestha, der Präsident des Verbands der Sozialorganisationen Sloweniens Janez Matoh, der Vertreter des Amtes der Republik Slowenien für Schutz und Rettung Stanislav Lotrič, das Mitglied des Vorstands des Fischereiverbands Sloweniens Djordje Vučkovič und der Generalsekretär des Alpenvereins Kroatiens Darko Berljak. In einer hervorragenden kulturellen Darbietung traten auf: der Männliche Gesangverein Cerklje ob Krki, die Folkloregruppe der OŠ Brežice, das Vokal-Trio De Light, die Sopranistin Mihaela Komočar, die Zitherspielerin Tinka Vukić und das Tamburaorchester KUD Oton Župančič Artiče.

Empfänger der höchsten Auszeichnungen des Alpenvereins Sloweniens für 2011:

Die Gedenkplaketten der PZS, die der Alpenverein Sloweniens zu Lebensjubiläen seinen verdientesten Mitgliedern für ihre langjährige treue und außergewöhnlich erfolgreiche Arbeit vergibt, erhielten:

für 60 Jahre: Marko Goršič (PD Podpeč-Preserje), Milka Merc (PD Prevalje), Žarko Rovšček (PD

Tolmin), Zvone Šere (postum; PD Drago Bregar), Janez Vertič (PD Ptuj), Borut Vukovič (PD Litija),

Aldo Zubin (OPD Koper),

für 65 Jahre: Peter Čufer (PD Podbrdo), Marija Sorč (PD Cerkno), Fanika Wiegele (PD Laško),

für 70 Jahre: Ivan Ivartnik (PD Prevalje), Tonica Miglič (PD Ruše), Janez Slabe (PD Logatec), Janez

Trpin (PD Železničar Ljubljana), für 75 Jahre: Franjo Haramija (PD Prevalje), Jože Gobec (PD Železar Štore), Mara Godnič (OPD Koper), Štefka Pavčnik (PD Rimske Toplice),

für 80 Jahre: Vladimir Beč (PD Kamnik), Drago Jeglič (PD Kamnik), Frančiška Pečnik (PD Brežice),

für 90 Jahre: Amalija Jager (PD Šentjur) und

für 95 Jahre: Franc Šet (PD Šentjur).

Empfänger der höchsten Auszeichnungen des Alpenvereins Sloweniens, der festlichen Urkunden der PZS, für 2011 sind:

Oto Čegovnik (postum; PD Prevalje), Viktorija Dabič (PD Ptuj), Drago Ergaver (PD Ajdovščina), Vladimir Habjan (PD Kamnik), Emil Herlec (PD Kranj), Jože Merc (PD Prevalje), Jože Murko (PD TAM Maribor), Stanko Murovec (PD Idrija) und Viktor Stopar (PD Snežnik Ilirska Bistrica).

Im Namen aller Empfänger der Auszeichnungen dankte einer der Empfänger der höchsten Auszeichnung im Alpenverein Sloweniens, der festlichen Urkunde, Drago Ergaver vom Bergsteigerverein Ajdovščina: „Danke für die Auszeichnung. Ich bin stolz auf den Erhalt der Auszeichnung, besonders weil damit all die zahlreichen Bemühungen und die ganze Mühe sowie auch die Schwierigkeiten belohnt werden. Darin sind die leuchtenden Gipfel einheimischer und ausländischer Berge, die wir besuchen durften, darin spiegelt sich die Oberfläche einsamer Seen wider; darin drückt sich die Gemütlichkeit der Hütten aus und daraus strahlen die Augen zahlreicher Bergsteigerfreunde und Wanderer, die warmen Händedrücke und die Freundlichkeit ihrer Worte. Danke dafür!“ Weiter reflektierend legte er uns allen ans Herz die Grundlage für jedes Handeln im Bergsteigen oder im Leben überhaupt: „Der Mensch kommt mit bestimmten Talenten auf diese Welt, wichtig ist es jedoch, sie zu nutzen und damit etwas Schönes für sich selbst und für den anderen zu schaffen, der dadurch glücklich wird.“

Diesmal der älteste Empfänger der Gedenkplakette der PZS, der 95-jährige Franc Šet, erwähnte, dass die Auszeichnung viel für ihn bedeutet, da sie zeigt, dass sie die alten Mitglieder und ihre Arbeit berücksichtigen. Dem Bergsteigerverein Šentjur, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feierte, trat er kurz nach der Gründung bei und war an zahlreichen Ausschüssen und Projekten des Vereins beteiligt. „Was hat mir das Bergsteigen fürs Leben gegeben? Bergsteigen ist ein Sport, der nicht viel kostet, aber viel kultivierter ist als mancher Wettkampfsport, wo sie sich auch prügeln. Am liebsten bin ich in die heimischen Hügel gegangen, aber auch zum Triglav und in die Steirischen Alpen bin ich gerne aufgebrochen. Überall war es mir gut, ich habe nur schöne Erinnerungen“, erzählte Šet und scherzte: „Wenn du bei gutem Wetter in die Berge gehst, hast du immer schöne Erinnerungen an die Tour.“ Šet, der noch immer zur Resevna und auf den Gipfel des dortigen Turms geht, widmete auch den Jungen ein paar Worte: „Den jungen Bergsteigern würde ich sagen, seid geduldig, stürzt euch nicht auf einmal in die Berge und macht keine zu großen Sprünge – schreitet langsam voran, Schritt für Schritt, aber beharrlich weiter und höher.“

Zdenka Mihelič
         
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