Das Wochenende bietet eine gute Wettervorhersage. Viele werden die freien Tage nutzen, um die Berge zu besuchen und Spaß im Schnee zu haben. Bewegung an der frischen Luft ist sicherlich willkommen für ein besseres psychophysiisches Wohlbefinden, aber vergessen Sie nicht, für Ihre Sicherheit zu sorgen.
Lassen Sie uns die wichtigsten Tipps für einen sichereren Besuch der Hochlagen und Berge wiederholen.
Rucksack und empfohlene BergsportausrüstungAuch für kürzere Ausflüge gehen wir mit einem Rucksack, in dem die empfohlene Bergsportausrüstung sein sollte. Vor allem heben wir Erste Hilfe, Kopflampe und warme Kleidung hervor. „Der menschliche Körper ist in den Bergen Wind und Kälte ausgesetzt und ohne warme Kleidung können wir in unvorhersehbaren Situationen in großen Schwierigkeiten stecken“, rät der fachkundige Mitarbeiter der PZS und Bergretter Matjaž Šerkezi.
Video: Sicherer in die Berge/ Auswahl der Ausrüstung vor dem Aufbruch in die BergeVereister Untergrund erfordert spezielles SchuhwerkAn vielen Stellen, besonders auf Wegen mit größerer Besucherzahl, ist der schneebedeckte Untergrund verdichtet und dadurch rutschig geworden. Der Schritt ist nicht sicher, das Gehen unangenehm und gefährlich. Für sichereren Schritt verwenden wir Steigeisen und Wanderstöcke. Wir meinen Wege wie zu Šmarna gora, Uršlja gora, Sv. Primož oberhalb Kamniks, Velika und Menina planina, Tamar… also Wege ohne große Steilheit und gefährliche Hänge. „Sobald wir mit steilen und exponierten Wegen zu tun haben, müssen wir Steigeisen und Eispickel verwenden, Handschuhe an den Händen haben und beides natürlich beherrschen. Vor allem das Bremsen mit dem Eispickel beherrschen. Sonst bieten beide nur falsche Sicherheit. Wanderstöcke zusammen mit Steigeisen raten wir ab, da es eine gefährliche Kombination ist.“
Video: Sicherer in die Berge/ Verwendung von Eispickel und SteigeisenSchneelawinenÜberall, wo Schnee liegt, besteht Lawinengefahr. Wind bildet Platten, die schwer vorhersehbar sind. Laut Daten der Umweltagentur der Republik Slowenien (ARSO) ist die
Lawinengefahr oberhalb ca. 1400 m n. m. ERHEBLICH, Stufe 3, tiefer MÄSSIG, Stufe 2. Im östlichen Teil unserer Berge, wo weniger Schnee liegt, ist die Grenze zwischen Stufe 2 und 3 etwas höher. Vor allem gefährlich sind steilere Hänge und zahlreiche Stellen mit gewindetem Schnee sowie Mulden, wo sich Schnee angesammelt hat. Dort kann schon bei geringer Belastung eine Plattenlawine von steilen Hängen ausgelöst werden. Auf steilen Hängen sind auch einzelne spontane Plattenlawinen möglich, bei denen es zu Überlastung durch gewindeten Schnee kommt.
Die Schneedecke wird sich durch die Kälte wieder nur langsam umwandeln, die Lawinenlage ändert sich heute, morgen und montags kaum. Die Sonne beeinflusst durch niedrige Temperaturen die Schneuumwandlung kaum, außer an sonnigen Hängen im unteren Mittelland. Vor allem ist große Vorsicht an steileren Hängen und Stellen mit gewindetem Schnee geboten.
Vermeidung lawinengefährdeter Gebiete„Die letzten Unfälle mit Schneelawinen in den Bergen bestätigen, dass die Verhältnisse gefährlich sind und sie nicht einmal die Erfahrensten vorhersagen können. Deshalb raten wir vom Bergbesuch allen ab, die keine Erfahrung mit Bewegung in verschneiten Bergen haben. Den anderen, vermeiden Sie exponierte und als lawinengefährdet bekannte Gebiete. Wir empfehlen Lawinen-Suchgerät und Lawinenrucksack, vor allem aber große Umsicht. Lassen Sie sich nicht von verschneiten Hängen verführen, die zu toller Abfahrt einladen, da sie gefährliche Fallen bergen. Beachten Sie die gut gemeinten Empfehlungen der Bergretter, denn jeder Unfall ist unnötig“, ergänzt Matjaž Šerkezi.
Video: Sicherer in die Berge im Winter/ Lawinen-PiepserVideo: Sicherer in die Berge im Winter/ LawinensondeVideo: Sicherer in die Berge im Winter/ LawinenschaufelVideo: Sicherer in die Berge im Winter/ Suche nach Verschütteten in Schneelawine mit Lawinen-SuchgerätSeien Sie erfinderisch bei der Wahl des Ziels, auch mit Hilfe der Bergwanderkarte
An den letzten schönen Wochenenden beobachten wir Gedränge und Verkehrschaos an touristischen Bergzielen. Slowenien ist ein vielfältiges Land, das vielfältige Aktivitäten bietet, und mit etwas Vorbereitung und Planung können wir Gedränge vermeiden und zur Entlastung einzelner Gebiete beitragen. Beim Planen des Ausflugs einen Reservewert vorsehen und den Plan ändern, wenn beim Ankommen Gedränge herrscht. Aus Erfahrung kann es nur etwas abseits sein, z. B. der „benachbarte Hügel“. „Parken Sie das Auto an dafür vorgesehenen Plätzen und blockieren Sie damit keine Straßen und verhindern keine Durchfahrt. Denken Sie daran, dass Einsatzfahrzeuge breiter als Pkw sind und bei einer Intervention jede Minute zählt. Falsch geparktes Fahrzeug kann bedeuten, dass jemand nicht rechtzeitig Hilfe erhält. Damit sind wir für sein Leben verantwortlich. Ebenso versuchen Sie nicht um jeden Preis mit dem Auto zum geplanten Punkt zu gelangen. Bergstraßen sind vereist und ohne geeignete Winterausrüstung und Erfahrung stecken wir schnell mitten auf der Straße fest und behindern damit wieder andere Fahrzeuge und vor allem Einsatzfahrzeuge. Gleichzeitig bringen wir uns und die anderen Insassen in Gefahr.“
Passen Sie Ziele dem schwächsten Glied an
Ausflug mit Kindern passe deren Alter an. Sorgen Sie für geeignetes Schuhwerk und Kleidung. Der Gipfel sei nicht das Ziel, sondern das Gemeinsamsein auf dem Weg. „Ziehen Sie sie nicht zu warm an, da sie aktiver als Erwachsene sind und schnell zu warm bekommen, was sie mit Unwillen und Widerstand ausdrücken. Setzen Sie sie nicht Gefahren aus. Ihr Wunsch, höhere Berge zu besuchen, wird mit Jahren und Reife wachsen“, schließt Matjaž Šerkezi.
Willkommen in unserer Kleinen Bergsteigerschule, wo wir laufend lehrreiche, unterhaltsame und präventive Inhalte aus der Bergwelt veröffentlichen. Mehr Infos zu sichererem Bergbesuch finden Sie in unserer Web-Ecke Sicherer in die Berge.
Beachten Sie die Maßnahmen zur Verhinderung der Coronavirus-Epidemie und lassen Sie den Ausflug voller frischer Luft, Freude und vor allem Weisheit und Umsicht sein.
Planinska zveza Slovenije