Wird Vereinbarung über Zusammenarbeit zwischen PZS und GRZS unterzeichnet
2.12.2010
Am Samstag, dem 4. Dezember 2010, wird in Celje auf ihrer außerordentlichen Versammlung der Planinska zveza Slovenije (PZS) mit dem Gorska reševalna zveza Slovenije (GRZS) einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Auf der außerordentlichen Versammlung der PZS werden die Delegierten u. a. auch die Grundsätze für den neuen Statut annehmen, Nachwahlen durchführen, Informationen zur Überarbeitung des Beitragsystems für 2012 geben; davor werden die verdientesten Mitglieder die höchsten alpinistischen Auszeichnungen erhalten.
Die Präsidenten beider Organisationen, Bojan Rotovnik (PZS) und Igor Potočnik (GRZS), haben sich bereits bei der Unterzeichnung des Absichtsschreibens am Tag der Bergretter in Jezersko am 12. Juni dieses Jahres öffentlich verpflichtet, künftig aktiv zusammenzuarbeiten, alle offenen Fragen anzugehen und Verfahren zur Abschluss eines schriftlichen Kooperationsvertrags zwischen den beiden Organisationen zu fördern.
PZS-Präsident Bojan Rotovnik vor der Vertragsunterzeichnung, die am kommenden Samstag stattfindet, sagt: „Der Hauptzweck der Unterzeichnung des Vertrags zwischen den Organisationen ist es, die Zusammenarbeit zwischen Bergsteigern und Bergrettern mindestens auf das Niveau zu bringen, das wir hatten, als wir noch in einer einheitlichen Organisation vereint waren. Dies wird auch der wichtigste Inhalt der Arbeit des gemeinsamen Ausschusses sein, den wir „Berge und Sicherheit“ genannt haben; der Ausschuss wird noch in diesem Jahr mit der Arbeit beginnen. Mit diesem Vertrag eröffnet sich ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen PZS und GRZS.“
Zum Vertrag und dem neuen Wind nach den Wahlen dieses Jahres in beiden Organisationen sagte GRZS-Präsident Igor Potočnik: „Im Jahr 2006, bei der Gründung des unabhängigen Verbands GRZS, haben sich leider die Beziehungen zwischen der damaligen Führung der GRS und der PZS zugespitzt. Es gab einige Gespräche, die jedoch keine Früchte trugen, obwohl sich einige GRS-Vereine auch der PZS angeschlossen haben. In diesem Jahr, nach der Wahl neuer Führungen bei GRZS und PZS, hat ein neuer Wind in den Beziehungen zwischen den Verbänden geweht. Auf Initiative des PZS-Präsidenten haben wir nach einem kurzen Telefonat beschlossen, am Tag der Bergretter in Jezersko ein Absichtsschreiben zu unterzeichnen. Darauf folgten einige Treffen zwischen den Führungen, bei denen wir den Kooperationsvertrag zwischen den Verbänden abstimmten.“ Beide Verwaltungsausschüsse haben den Inhalt des Vertrags bestätigt und er wurde in beiden Organisationen einstimmig genehmigt, was der künftigen Zusammenarbeit zusätzlichen Schwung verleiht.
„Beide Verbände haben je drei ihrer Mitglieder bestimmt, die im Ausschuss „Berge und Sicherheit“ tätig sein werden. Ihre Arbeit wird sich hauptsächlich auf das präventive Gebiet sowie auf die Erziehung von Bergsteigern und anderen Berggängern konzentrieren, die in unsere wunderschönen Berge gehen. Für den GRZS bedeutet ein solcher Vertrag sehr viel, vor allem bessere und qualitativ hochwertigere Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, Austausch von Erfahrungen und deren Weitergabe an die Mitglieder beider Verbände. Wir freuen uns besonders, dass durch diese Zusammenarbeit das Bewusstsein und die Kompetenz der Mitglieder beider Organisationen und anderer Berggänger verbessert wird,“ erläuterte der Präsident des Gorska reševalna zveza Slovenije zum gemeinsamen Ausschuss und zur Bedeutung des Vertrags für den GRZS.
Die ersten gemeinsamen Projekte werden die Information der Öffentlichkeit über die Gefahr von Lawinenabgängen in einzelnen Berggruppen sowie ein gemeinsamer Tag des Lawinenschutzes für Mitglieder der Alpenvereine und andere Naturliebhaber sein. „Mit GRZS-Präsident Igor Potočnik haben wir uns persönlich verpflichtet, innerhalb der Organisationen geeignete Grundlagen für eine langfristige und inhaltlich reiche Zusammenarbeit vorzubereiten, die auf gegenseitigem Respekt basiert,“ fügt der PZS-Präsident hinzu.
Zu den Veränderungen, die den Alpenverein in der Zukunft erwarten, sagte Präsident Rotovnik: „Die Alpenvereine haben kürzlich klar ihren Wunsch und ihre Forderung nach bestimmten Veränderungen in der zentralen Alpenorganisation geäußert, und ich selbst habe vor meiner Wahl auf diese verantwortungsvolle Position die Notwendigkeit von Anpassungen innerhalb der Organisation angekündigt. Nach den Vorbereitungen werden wir die ersten größeren Veränderungen in der zentralen Alpenorganisation im Jahr 2011 umsetzen, vor allem durch die Annahme eines neuen Statuts und die Überarbeitung des Beitragsystems mit Wirksamkeit ab 2012. Mit diesen zwei Schlüsselfprojekten wollen wir das Funktionieren der Organisation den Bedürfnissen und Anforderungen der Gegenwart annähern und stärkeren Akzent auf Inhalt und Zugehörigkeit zur Organisation legen. Dies ist nur möglich, wenn auch die Alpenvereine aktiv in die Vorbereitung der Veränderungen einbezogen werden. Die erste Gelegenheit dazu ist bereits am kommenden Samstag in Celje, wo Delegierte aus ganz Slowenien den weiteren Weg der Alpenorganisation skizzieren werden.“