In der Wissenschaft ist es so. Theorie gilt, bis sie auf ein Gegenbeispiel trifft, das sie negiert. Schauen wir uns die "Hypothese" an, dass die COVID-19-Sterblichkeit in SLO Schuld des Volkes ist, weil Maßnahmen nicht befolgt werden. Die Hypothese müsste in einzelne Grundprämissen zerlegt werden, aber es macht keinen Sinn, da die Negation schon gefunden wurde (siehe vorige Debatte). Negation auch in der Tatsache, dass die meisten Infizierten unter Gesundheitspersonal und in Pflegeheimen sind, wo Maßnahmen am rigorosesten sind oder dort offensichtlich der vorherrschende Infektionsvektor. Im Zeitraum 10.-17.11. unter Infizierten 700 Gesundheitspersonal, 1000 Pflegeheime, 800 andere Rentner und 450 aller anderen Bewohner zusammen (Arbeitende, Arbeitslose, Studenten). Quelle:
https://twitter.com/vladaRS/status/1329009470811369475/photo/1. Der sich aufdrängende Schluss ist interessant, Ausbreitung von Infektionen und Sterblichkeit am höchsten, wo Maßnahmen am meisten befolgt werden. Es kann argumentiert werden, dass dieser Bevölkerungsteil am meisten Kontakt mit dem Virus hat, doch nach Zahlen ist es eines der größten Virus-Reservoirs. Wie auch immer, am wichtigsten: Maßnahmen und diese Debatte verfehlen grundlegend das Wesentliche und lenken davon ab. Im Hintergrund alles andere, z. B. unter anderen "Jobs" auch das öffentliche Gesundheitswesen als unfähig darstellen (Argument hohe Sterblichkeit) und das als Argument für Privatisierung nutzen. Pflegeheime nur Mittel zum Zweck. Zu dem "Wirtschaft erholt sich": 2008 war eine viel kleinere Krise als jetzt, Folge fast EU-Zerfall. Erfahrung aus jener Zeit verspricht nichts Gutes für die Zukunft und die Aussage, Wirtschaft sei unwichtig, ist kalte Arroganz, Argument Tote bloßer Populismus. Zusammenfassung: im Hintergrund Raub. Slowenien verliert den Krieg und nicht wegen des Virus...