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| andrejpo13. 07. 2011 14:42:30 |
All besorgten Bergwanderern melde ich, dass der gefährliche Bulle nicht mehr da ist - unmittelbar nach dem unangenehmen Vorfall haben sie ihn in den Stall gebracht, am nächsten Tag wurde er "nach Hause" in den Stall im Tal gebracht. Dennoch ist eine Klärung nötig. Ich kenne den Hirt sehr gut und er hat mir seine "eigene" Geschichte erzählt: Sowohl der Hirt als auch dieser Bulle waren schon letztes Jahr auf der Alm. Der Bulle war in diesem Jahr bis zum unglücklichen Ereignis etwa eine Woche auf der Alm. In den ersten Tagen der Weide hat er keine Aggression gegenüber irgendjemandem gezeigt. Er erledigte seine "Aufgabe" der Besamung der Kühe. In den Vorjahren waren andere Bullen auf der Alm (meistens einer oder höchstens zwei) und es gab keine ähnlichen Vorfälle. Eine solche Situation kann immer passieren, aber unter den genannten Umständen ist die Wahrscheinlichkeit wirklich gering. Welcher Reiz den Bullen "gestört" hat, um durchzudrehen, weiß wahrscheinlich niemand. Jeder, der ins Weidegebiet kommt, wird durch "verschiedene" Schilder gewarnt, dass sich ein Bulle auf der Weide befindet. Die Mitteilung ist vor allem für Hundebesitzer gedacht. Spannungsgeladene Situationen können entstehen, wenn ein Hund auf Kühe oder einen Bullen trifft. Ich stimme dem Autor megalodon in weitem Maße zu, wie er es erlebt hat, da ich eine ähnliche Situation mit meinen Kindern selbst auf der Menina-Alm erlebt habe. Dennoch lehne ich pauschale Schlüsse ab, dass jemand etwas nicht beherrscht. In Bereichen, wo mehrere Interessengruppen sich kreuzen (Bergwanderer, Hirten, Vieh, Wild, Förster...) muss man in Koexistenz leben und einander verstehen. Der Hirt selbst bedauert den Vorfall sehr und hat so gehandelt, wie er musste. Er hat den Bullen isoliert und der Eigentümer hat ihn ins Tal gebracht. Jeder Hirt würde dasselbe tun und auf der anderen Seite kann kein Hirt solche Vorfälle in Zukunft im Voraus verhindern. Viel schönes Bergwandern allen, und meldet euch mal beim Hirt, er ist sehr freundlich, bei Bedarf könnt ihr sogar in der Hütte übernachten oder einfach vor der Hütte in der Sonne sitzen und einen der schönsten Blicke auf den Triglav und seine Nachbarn genießen.
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