Dunkler Wiesenfalter (Pararge aegeria)
Der Dunkle Wiesenfalter ist einer unserer am weitesten verbreiteten Tagfalter, den Bergbewohner am häufigsten gerade auf Waldwegen antreffen. Man erkennt ihn an seinen dunkelbraunen Flügeln, die mit hellgelben oder orangefarbenen Flecken bestreut sind. Sein Kennzeichen sind schwarze Ocellen mit weißem Punkt in der Mitte, die sich am Flügelrand befinden. Die Flügelspannweite beträgt 32 bis 45 Millimeter. Die Flügelunterseite weist Schutztöne in Braundunkel- und Graunuancen auf, wodurch er beim Ruhen auf einem Stamm oder trockenem Laub für Räuber nahezu unsichtbar wird.
Wie der Name schon verrät, ist diese Art eng mit dem Wald verbunden. Am liebsten beobachtet man ihn dort, wo Sonnenstrahlen durch die Baumkronen bis zum Boden dringen; es handelt sich um die sogenannten Sonnenflecken. Man trifft ihn in ganz Slowenien an, von der Meeresküste bis zur oberen Waldgrenze im Hochgebirge.
Er gehört zu den ersten Faltern, die man im Frühling fliegen sieht, und zu den letzten, die uns bis in den Herbst begleiten. Er kann in zwei oder drei Generationen beobachtet werden, vom Ende März bis Ende Oktober.
Die Männchen erkennt man daran, dass sie ihren sonnigen Platz am Boden oder Stamm besetzen und von dort aus alle anderen Männchen, die in ihren Bereich eindringen, erbittert vertreiben. Adulten Falter sieht man nicht nur am Blütennektar, sondern man erwischt sie oft beim Trinken von Säften aus beschädigten Bäumen oder beim Aufsaugen von Feuchtigkeit und Mineralien aus feuchtem Boden entlang von Waldbächen. Bemerkenswert ist auch, dass der Dunkle Wiesenfalter überwintern kann entweder als Puppe oder als Raupe, was unter Faltern ziemlich ungewöhnlich ist.
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