Feldgrille (Gryllus campestris)
Die Feldgrille (Gryllus campestris) ist eine der bekanntesten Insekten unserer sonnigen und trockenen Wiesen, die mit ihrem unermüdlichen Zirpen die charakteristische Klangkulisse der wärmeren Monate schafft. Sie ist erkennbar an ihrem gedrungenen, glänzend schwarzen Körper und dem großen Kopf mit kräftigen Kiefern. Obwohl Grillen ziemlich scheu sind und sich bei Bodenvibrationen schnell in ihre Gänge zurückziehen, trifft ein aufmerksamer Beobachter sie oft an Pfaden, wenn sie sich in der Sonne wärmen.
Auf dem Foto ist ein Weibchen abgebildet, erkennbar an dem langen Legebohrer am Ende des Hinterleibs, den es zum Ablegen von Eiern tief in die Erde nutzt. Männchen erzeugen den charakteristischen Laut durch Reiben der Vorderflügel, mit dem sie Weibchen anlocken und ihr Revier um den Gang-Eingang markieren. Ihre Gänge sind tief und bieten im Boden sicheren Schutz vor Fressfeinden und ungünstigen Witterungsbedingungen.
In der Bergwelt findet man sie vor allem auf sonnigen und unbewachsenen Hängen, wo der Boden warm genug für ihre Entwicklung ist. Die Feldgrille ernährt sich hauptsächlich von pflanzlicher Nahrung, ergänzt ihren Speiseplan gelegentlich um kleinere Insekten. Für den Erhalt dieser Art sind vor allem extensiv bewirtschaftete Wiesen entscheidend, auf denen ihr natürlicher Lebensraum unberührt bleibt.
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