Großer brauner Rüsselkäfer (Hylobius abietis Linnaeus)
Großer brauner Rüsselkäfer (Hylobius abietis Linnaeus) ist einer der bekanntesten Käfer unserer Nadelwälder, den Wanderer oft auf frischen Kahlschlägen, Stümpfen oder Stämmen gefällter Fichten und Kiefern antreffen. Sein Körper ist dunkelbraun bis fast schwarz gefärbt, geschmückt mit charakteristischen Querstreifen aus winzigen hellgelben Schüppchen, die ihm eine ausgezeichnete Tarnung auf rauher Rinde bieten. Sein markantestes Merkmal ist der lange und kräftige Rüssel, an dem die geknickten Fühler sitzen. Er wird bis zu 14 Millimeter lang, was ihn zu den größeren Vertretern seiner Familie bei uns macht.
In der Natur spielt er eine wichtige Rolle, obwohl er in der Forstwirtschaft oft unerwünscht ist. Die adulten Käfer ernähren sich von der Rinde junger Nadelbäume, während sich ihre Larven in den Wurzeln frischer Stümpfe entwickeln. Trotz seines Rufes als wirtschaftlicher Schädling ist er ein interessanter Bewohner der Bergwelt, den man entlang der Wege am leichtesten von Frühling bis in den Spätsommer beobachten kann. Er ist ein zäher Läufer und guter Flieger, der sich gerne an sonnigen Plätzen aufhält, wo er geeignete Futterstellen sucht. Beobachtet man ihn aus der Nähe, fällt seine charakteristisch langsame und bedächtige Fortbewegung auf; bei Gefahr klammert er sich oft fest an den Untergrund oder lässt sich leblos fallen.
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