Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)
Der Lederlaufkäfer mit dem wissenschaftlichen Namen Carabus coriaceus ist ein echter Riese unter unseren Käfern, da er bis zu vier Zentimeter lang werden kann. Wegen seiner Größe und seines imposanten Aussehens fällt er auf Waldwegen kaum zu übersehen auf, besonders wenn er flink über gefallenes Laub kriecht. Sein Körper ist komplett schwarz und matt, am kennzeichnendsten sind jedoch die verwachsenen Deckflügel mit rauer, fein punktierter Struktur, die stark an Leder erinnert – daher auch der slowenische Name der Art.
Im Gegensatz zu vielen anderen Käfern fliegt der Lederlaufkäfer nicht, da seine Flügel rudimentär sind und die Rücken-Deckflügel fest verwachsen. Dafür ist er ein ausgezeichneter Läufer, der seine langen und kräftigen Beine für die Jagd am Boden nutzt. Obwohl er am aktivsten in der Dämmerung und nachts ist, begegnet man ihm bei feuchtem Wetter oder im kühlen Schatten von Buchenwäldern auch tagsüber häufig. Sein natürliches Habitat sind vor allem Laub- und Mischwälder, wo er von den Tieflagen bis zur Waldgrenze im Hochgebirge verbreitet ist.
Im Waldökosystem erfüllt er die Rolle eines wichtigen Räubers, da er sich von Regenwürmern, verschiedenen Insekten und Schnecken ernährt. Indem er die Populationen anderer Tierarten reguliert, sorgt er für das natürliche Gleichgewicht im Boden. Wenn man ihn auf dem Weg überrascht, versteckt er sich meist schnell unter Laub oder Wurzeln, weshalb ein Zusammentreffen mit ihm immer eine schöne Gelegenheit ist, einen der mächtigsten Bodenbewohner unserer Berge zu beobachten.
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