Weißzahnspitzmaus (Crocidura leucodon)
Die Weißzahnspitzmaus (Crocidura leucodon), die in der Fachliteratur auch als zweifarbige Weißzahnspitzmaus bekannt ist, ist ein kleiner Säugetier aus der Gruppe der Insektenfresser. Wanderer verwechseln sie oft wegen des spitzen Rüssels mit einer Maus, doch handelt es sich um eine völlig andere Tiergruppe. Ihr markantestes Merkmal ist der lange, bewegliche und extrem empfindliche Rüssel, der mit zahlreichen Tast-Haaren bedeckt ist. Von Mäusen unterscheidet sie sich durch viel kleinere Augen und einen kürzeren Schwanz, vom Maulwurf durch die Beine, die nicht schaufelförmig, sondern für schnelles Laufen angepasst sind.
Ihr Lebensraum umfassen vor allem trockene Bergwiesen, Buschwerk, Felsspalten und Waldränder, wo sie bis in die submontane Zone vorkommt. Spitzmäuse sind extrem aktive Tiere mit sehr schnellem Stoffwechsel, weshalb sie täglich fast so viel Nahrung zu sich nehmen müssen, wie sie wiegen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Regenwürmern, Spinnen und Schnecken, die sie unermüdlich im Laub oder zwischen Steinen suchen.
In Slowenien ist sie weit verbreitet, wird aber wegen ihrer heimlichen Art und ihres blitzschnellen Bewegens selten ruhig in freier Wildbahn beobachtet. Für Wanderer ist ein Zusammentreffen mit ihr eine interessante Abwechslung auf dem Weg, da diese winzigen Tiere eine Schlüsselrolle bei der natürlichen Regulierung der Insektenpopulationen in Berg-Ökosystemen spielen. Bei starker Kälte oder Nahrungsmangel können sie in einen Zustand kurzzeitiger Starre fallen, wodurch sie Energie effektiv sparen.
Bilder: