Beschreibung:
26-01-2023: Vom Parkplatz beim Ort Campese, weiter zu Fuß entlang der Hauptstraße Richtung Campolongo sul Brenta liegt rechts, ca. 200 m nach dem Parkplatz, eine steil ansteigende Straße (Anschriften für Wege 762 und 763), die man bis zum Ende folgt. Hier beginnt der Weg, der zunächst steil und gepflastert steigt, dann eben wird und nach Norden quert, bis er auf eine Schotterstraße trifft; diese für hundert Meter folgen bis zur Gabelung der Wege nr. 762 und 763. Empfehlung: Rechten Weg (nr. 763) nehmen, der zuerst lange nach Norden quer läuft zum deutlichen nördlichen Kamm (Costa Solana, 'sonniger Hang'), dann gleichmäßig mit Kehren ansteigt, bis zum Kreuzen der Alta Via del Tabacco. Nach der AVT-Kreuzung weiter steigen, der Wald lichtet sich etwas, erste Felsen des oberen Monte Caina werden sichtbar. In diesem Abschnitt mit Felsen der grauen Kalkstein-Formation finden sich erste Zeugnisse des Großen Kriegs, besonders Galerien in den Felsen. Das Pionierkommando der Truppen des Asiago-Plateaus begann hier ab November 1916 mit dem Bau von sieben Verteidigungslinien durch den Brenta-Kanal: Die südlichsten Barrieren hatten ihren Stützpunkt auf Monte Caina. Nach einigen Kehren quert der Weg, nun nahe dem Gipfel, lange südwärts, öffnet sich an Stellen zu Panoramen auf Grappa und Ebene darunter. Nach letzter breiter Bank tritt man auf eine Wiese, die schnell zum Gipfel Monte Caina (1002 m) führt. Panorama nach Norden über Valsugana zu Sasso Rosso, Col Moschin und Col del Fenilon, nach Süden zur Ebene, im Winter oft wolkenbedeckt, aber Euganeische Hügel und Berici ragen heraus, an klaren Tagen Apennin in Ferne. Deutlich sichtbar um den Gipfel in offenen Feldern Gesteinsschichten (Rosso Ammonitico-Formation), historisch für Grundstücksgrenzen genutzt, wie in vielen Venetianischen Voralpen-Gebieten, besonders Lessinia. Rückweg südwärts entlang des Kamms (Weg nr. 762), vorbei Häuser und Waldweg kurz folgend, schnell zu Bocchetta Campesana. Hier alte Eishöhle „Bora“ aus frühem 19. Jh., Kreisraum mit falscher Kuppel oben. Im Winter mit Eis gefüllt, ganzjährig genutzt, wohl von benachbarten Alm aus 1812, nun Ruine. Vom Sattel links ab in Brenta-Tal, Weg 762 hält schnell zur Gabel oberhalb Campese. Beim Abstieg AVT wieder kreuzen, bald Parkplatz.
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