Pfad der sieben Wasserfälle - Buzet
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| velkavrh17. 06. 2013 15:27:57 |
Frühmorgens sind wir mit dem Bus aus Kranj aufgebrochen - savski planinci. Den Bus parkten wir im istrischen Städtchen Buzet. Noch ein Feuerwehr-Foto und um neun gingen wir los auf den Weg. Start ist rechts der Brücke am Bächlein Mirna bergauf. Hier gibt der Fluss ein ziemlich klägliches Bild. Fast ein wilder Bach, dem sich etwas höher der Bach Mirna zugesellt haben sie eigentlich in einen Kanal gezähmt, in dem ich keine Fische sah, nur Frösche ihr Konzert gaben. Beide Wasserläufe sollen bis zur Vereinigung als Bäche definiert sein. Bald kommen wir in den Wald und bald erblicken wir den ersten Wasserfall, den uns die Bäume verbergen. Nun beginnt der steile Aufstieg auf Feuchtem. Zum Glück haben wir am Weg Plastikseile. Das sieht man in unseren Bergen nicht. Wir kommen unter interessante hohe überhängende Wände, wo Anker für Kletterer angebracht sind. Weiter zeigt sich uns bald der zweite Wasserfall. Hier sind sogar Drähte für Kletterer über Felsen gespannt. Der dritte Wasserfall hat einen riesigen Tümpel, fast ein kleines Seechen. Nun richten wir uns in die istrische Wildnis. Wir gehen über ungemähte Wiesenfleckchen, die niemand mäht und die der Wald langsam überwuchert. Dazwischen sieht man Ruinen längst verlassener Häuser und verlassene Obstgärten. Wir kommen ins Dörfchen Kuhari und biegen zum verlassenen Dorf Kotle ab. Hier soll dauerhaft nur noch eine Person leben und derzeit eine offene Gastwirtschaft, die schon ein Schild - verkaufen hat. Bei der Brücke, die ins Dorf führt, entdecken wir ein Wasser-Märchen. Der Bach hat sich hier durch weißes Gestein einen schönen Weg gegraben. Voll kleiner Tümpelchen und Mulden, am Ende fließt er mit großem Wasserfall weiter. Hier tränken wir unsere müden Füße in angenehm erfrischendem Wasser. Wir genießen dick eine Stunde. Nach der Pause machen wir uns weiter links am Bach entlang und schauen den letzten Wasserfall mit riesigem Tümpel an. Das Wasser ist überraschend trüb-smaragdgrün. Es färben die Gesteine, über die es fließt. Über eine Art Schlucht kehren wir am Fluss auf dem gegenüberliegenden Ufer nach Buzet zurück. Mehrmals sind wir über große Steine den Bach gequert, bis sie sich vereinigt haben. Weil wir viel Zeit im Schatten und am Wasser verbracht haben war es noch ganz erträglich trotz großer Hitze. Aktiv haben wir fünf Stunden gewandert. Gerade zeitgleich haben istrische Berggänger diesen Weg gemacht. Es sollen deren vierhundert gewesen sein. Uns war wirklich nicht langweilig.
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| velkavrh26. 04. 2015 05:54:42 |
Gestern an einem schönen Apriltag und nach zwei Jahren wieder mit den Škofja-Loka-Bergsteigern nach Kroatisch-Istrien auf den Weg der Sieben Wasserfälle. Diesmal anderthalb Monate früher als vor zwei Jahren. Wir füllten einen ganzen Bus und die unermüdliche Führerin Slavica Laznik war darüber sehr erfreut. Wir fahren nach Buzet und starten bei der Favorit-Brauerei. Dann entlang den Kanälen der Mirna, wo jetzt fast kein Wasser ist. Trotzdem sieht man viele Stockenten und sogar einen Silberreiher und eine Flussmöwe. Bald queren wir die Mirna und nach einer Weile über eine Holzbrücke, die den Beginn des Weges ankündigt, nähern wir uns dem ersten Wasserfall. Die Wasserfälle sind benannt und ich werde sie bei den Fotos untertiteln. Nur den Namen des Wasserfalls im Dorf Kotle konnte ich nicht herausfinden. Der Weg ist durchgehend ausgezeichnet markiert, trotzdem muss man aufpassen, dass man nicht abbiegt. Die Istrischen Bergsteiger waren sehr fleißig. Der ganze Weg ist neu angelegt und mit Sicherungen versehen. Vor zwei Jahren gab es das noch nicht, nur ein kurzer Abschnitt hatte irgendwelche Kabel. Über die Napoleonische Brücke, die eine eigene Attraktion ist und ausgezeichnet erhalten, steigen wir ins Dorf Kotle ab. Früher war das ein großes blühendes Dorf, sozusagen mit Gässchen. Das Dorf hat keine ständigen Bewohner. Man erreicht das Dorf auf Schotterstraße. Eine kleine Gaststätte - Konoba betreibt. Paneben der Gaststätte verkauft eine Einheimische im ersten Haus gegenüber sogar hausgemachte Schnäpse und Liköre. Insgesamt sieht man noch den Glanz des ehemaligen großen Dorfes, an das mächtige Gebäude erinnern, die meist verlassen oder in Ruinen sind. Einige Häuser haben sie renoviert und bieten sie sogar als Ferienwohnungen an. Einige nutzen sie noch als Wochenendhäuser. Unten unter der Gaststätte ist der malerische fünfte Wasserfall, dessen Namen ich allein nicht kenne. Hier hat der Fluss in den weißen Karbonstein Rinnen ausgewaschen und kleine Wasserfälle und Tümpel geschaffen. Am Ende stürzt er tief unten vor der Mühle, die schon lange nicht mehr arbeitet, in einen schönen Tümpel. Aus Kotle kehren wir auf einem anderen Weg zurück und besuchen die restlichen zwei Wasserfälle und nach dreimaligem Überqueren des Baches zurück nach Buzet. Jetzt ist die Zeit vieler Orchideen - Waldfrauenfuss. Wir haben drei Arten gefunden. Die schönste ist natürlich der gefleckte Waldfrauenfuss.
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| velkavrh26. 04. 2015 11:44:48 |
jedriličar, danke! Ich habe alles gelesen, was du weitergeleitet hast. Wirklich, die Geschichte der Siedlung Kotle ist sehr interessant. Ich wusste nicht, dass die Siedlung so blühend war und dass es noch eine Mühle gab. Ich weiß, der Blick auf den Wasserfall ist schön von der Mühle, aber da runter sind wir nicht geklettert. Die Geschichte dieser istrischen Orte interessiert mich sehr. Schönen Gruß!
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| wolphgang26. 04. 2015 15:03:15 |
wie schwer ist der Weg, angesichts dessen, dass es plastische "Seile" gibt, und wie sicher sind diese? danke
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| velkavrh26. 04. 2015 20:42:29 |
Nur ein paar alte Drahtseile sind bedingt plastisch. Was neu gesichert ist, sind Stahlseile mit Stahlpfosten.Der Weg ist als leicht, sicher bewertet.Im Nassen ist es rutschig. Er ist aber etwas länger - hin und zurück mit Pausen ca. fünf bis sechs Stunden.
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| GITA20. 04. 2019 12:14:51 |
Am Dienstag (16.4.) haben wir diesen Weg gemacht. Nach der März-Dürre, als das Wasser mehr tropfte und sickerte als floss und brauste, sind Wasserfälle und Tümpel wieder ausreichend wasserreich, um schön auszusehen...  Eindrücke und Fotos vom Weg am Link:
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| palček plezalček18. 05. 2019 20:53:39 |
Derzeit sind die Wasserfälle deutlich wasserreicher als auf den Fotos oben. Beim Queren der Mirna musste ich 2-mal Schuhe ausziehen. Abgesehen von dieser Kleinigkeit ist der Weg BP.
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| golica24. 01. 2022 17:57:48 |
Nirgends habe ich Infos zur Weglänge und ungefährer Zeit gefunden, um an allen Wasserfällen vorbeizukommen. Wie ist die Schwierigkeit des Weges? , wenn wir Kinder von 7 und 10 Jahren haben, ist der Weg geeignet? Danke
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| montura24. 01. 2022 20:58:42 |
Mit kleinen Kindern rechnet man mit deutlich mehr als 3 Stunden für 13 km. Der Weg ist meist leicht, aber nicht überall. Zu ein paar Wasserfällen muss man einen steilen Hang runter, Rutschgefahr, auch um die Mulden herum vorsichtig sein.
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| Enka4. 09. 2022 09:30:54 |
Hallo! Weiß vielleicht jemand, wie der Zustand der Wasserfälle/Teiche in dieser Trockenperiode ist? Lohnt es sich zu gehen?
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| ejti4. 09. 2022 14:04:51 |
Ich zweifle. Einmal Ende August hab ich mich so vergriffen, und es war nicht mal so trocken wie heuer. Nicht mal einen Tropfen Wasser. Warte auf richtigen Regen.
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| Enka4. 09. 2022 14:23:11 |
Danke, das dachte ich mir.
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| velkavrh10. 02. 2023 09:10:06 |
Beim dritten Mal klappt's. Gestern nach zehn Jahren -damals war ich noch mit Savski Planinci hier-dazwischen schon mit PD Škofja Loka -wieder hier. Nach Gorenjska ist's ein bisschen zu eisig, daher verschoben wir von März auf Februar und hatten keinen Grund zur Reue. Start wie immer von der Brauerei in Buzet am regulierten Bächlein Mirna, das derzeit wenigstens in diesem regulierten Teil (Kanal) fast wasserlos ist. Was da ist, ist alles vereist. Dann vorbei am Tambasin-Quell am Kletterabschnitt der Schlucht auf die andere Bachseite. Weiß nicht genau wann hier solche Wasserkraft war, dass sie die Brückchen einstürzen ließ-bis jetzt noch nicht saniert. Weil Wasser da war, einfach über Steine auf die andere Seite. Bei hohem Wasser müsste man hier schon Schuhe ausziehen. Interessant sind diese Kletterteile-glaube hoch Wasser hat auch hier was zerbrochen. So kommen wir zum ersten Wasserfall-Zagon. Beeindruckt der nächste Wasserfall Bačva und Grün-Blauer See. Dann zum nächsten Wasserfall Vela peč-35 m -der höchste am Draga-Bach. Mit dem Wasserfall Mala peč endet diese Wasserfallseite. Endet tatsächlich im Ort Kotli, wo für mich der großartigste Wasserfall-simply Kotli mit attraktivem Abschluss -Mühle, die leider verfällt. Hab gesehen, sie wird sogar verkauft. Hier hat Wasser eine Menge Kessel, Tümpelchen ausgeschabt und endet mit Wasserfall, der in Tümpel fällt. Zu den Kesseln kann man rechts oder links runter. Im Dorf Kotli derzeit keine Bewohner. Lokal geschlossen. Jetzt ist die einst blühende Siedlung mit vielen großen Häusern mehr Geisterdorf. Einige renoviert für Wochenendler. Einige sogar vermietet. Merkwürdig, dass so ein großes Dorf keine Kirche hatte. Um zu Kotli zu kommen geht's sogar durch Dorf Selce und Weiler Pengari. Zu Kotli durch mehrere aufgegebene Weiler oder Dörfer-Kuhari,Martinčići, Šćaveti und Glistonija. Hier viele Ruinen einst mächtiger Gehöfte sichtbar, jetzt nur Ruinen, überwachsen von Efeu und Wald. Angeblich verließen Leute diese Gegenden schon vor dem I. WK meist nach Amerika. Nach längerer Pause sind wir zu den restlichen zwei Wasserfällen -Zelenščak und Grljak. Mussten dreimal das Bächlein queren. Derzeit problemlos. Bei mehr Wasser nicht ohne Schuhausziehen. Ganzen Weg ca. in fünf Stunden. Exposierte Stellen gesichert mit Gittern und Seilen, auch Elektrokabel die schon vor zehn Jahren da waren. Dazwischen sichtbar auch vergitterte Zugänge zu Bergwerkschächten. Schlucht ist Paradies für Kletterer-Routen im Gestein sehr anspruchsvoll. In Buzet abgeschlossen mit Bobiči-Eintopf in netter Gaststätte.
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| Enka10. 02. 2023 20:58:34 |
Gewitter und Überschwemmungen waren letztes Jahr, letzte Woche im September. Damals wurde die Brücke und Teile des Weges weggespült.
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| B210. 02. 2023 22:25:25 |
Es sind mindestens dreißig Jahre vergangen. Wir starteten am Bahnhof Lupoglav und gingen durch das Gestrüpp nach Süden zu einer trockenen Schlucht, die ich als Cikitaja oder Ähnliches erinnere. Wir gingen weiter zum Dorf Kotle und dann nach Rocko polje Weiß jemand mehr darüber, wo das ist und ob der Name richtig für dieses trockene Bachbett ist.
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| lilyd6. 03. 2023 21:09:43 |
Am Samstag hat auch unser PD die sieben Wasserfälle bei Buzet besucht. Wir hatten eine ausgezeichnete Beteiligung und das Wetter und genossen das Frühlingswetter und die Naturbeobachtung. Es gab genau die richtige Menge Wasser, schade wenn man zur falschen Zeit kommt, wenn zu viel oder zu wenig Wasser da ist...
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