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| bagi16. 01. 2024 08:17:05 |
Kein Problem Simon . Schöne Gegenden und wenn du eine GPS-Spur brauchst, sag Bescheid.
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| bagi23. 01. 2024 13:57:04 |
Schneefall und richtig lästlicher Frost im größten Teil Sloweniens sind schuld am erneuten Besuch bei den Nachbarn, diesmal schon der achte. Wir haben schon viel um dort erforscht, noch reichlich Neues wartet auf uns . Diesmal war das Gebiet entlang des italienischen Teils der Soča dran, das man ruhig nach den Wegen der Soča-Front benennen könnte. In den harten Kämpfen zwischen Österreich-Ungarn und Italien haben hier auch viele Slowenen ihr Leben verloren, und nicht umsonst heißt es *Doberdob, Grab slowenischer Jungs*. Schade für sie, wie für Hunderttausende anderer Militärseelen, die in diesen Gegenden ihr Leben für politische Interessen ließen. Dass hier die ersten Kampflinien verliefen, merkte ich schon im ersten Teil des Weges, auf den Gipfeln des Monte S. Michele. Der hat vier Gipfel, einer trägt auch slowenischen Namen Debela Griža. So viele Gräben, Unterstände und unterirdische Labyrinthe sieht man selten. Den Grat hielten k.u.k.-Einheiten, besonders viele Ungarn. Nach ihnen Straßen im nahen Dorf Martinščina (San Martino del Carso). Auch der Hügel Mali Brestovec im letzten Teil des Weges ist absolut sehenswert. Er ist durchlöchert, die unterirdischen Labyrinthe für Besichtigung eingerichtet. Dort Freilichtmuseum mit Erklärungen zu den damaligen Ereignissen. Die meisten auch auf Slowenisch, Verständnis kein Problem. Zum höchsten Punkt des Hügels kommt man auf einem Pfad um den Hügel. Auch dort Tafeln mit Erklärungen und großer Obelisk zur Erinnerung und Mahnung. Aber am meisten hat mich das endlose Ossuarium auf dem Hang des Hügels Sei Busi neben dem Dorf Sredipolje (Redipuglia) gepackt. Dort Ruhestätten von 100.187 Soldaten der 3. italienischen Armee, gefallen an der Soča-Front. Das ist das größte solcher Denkmäler in ganz Italien, wohl auch Europa. Alles ist im Grunde eine riesige terrassierte Treppe, oben drei steinerne Kreuze. 22 Terrassen, darauf alphabetisch Ruhestätten von 39.857 identifizierten Soldaten. Oben unter den Kreuzen noch zwei riesige Grüfte mit Kupferplatten bedeckt. Dort Überreste von 60.330 Soldaten ohne feststellbaren Ursprung. Und Eindrücke beim Spaziergang unter Zehntausenden Toten? Überraschung, Trauer, Zorn, vor allem Respekt ... Koordinaten des Starts (Miren): 45°53'40.8"N 13°36'30.1"E
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| piotr23. 01. 2024 15:32:51 |
Lehrreich, aufregend und kurzum, tolle Darstellung des Grenzlands..
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| bagi13. 02. 2024 11:32:59 |
Für diesen Besuch bei den Nachbarn haben wir eine kürzere und entspanntere Wanderung gewählt, genau passend zur schlechteren Wettervorhersage. Der Thementitel ist Triestiner Karst, daher direkt nach Triest. Zu Fuß natürlich . Geparkt in Bazovica, die wir bei einer früheren Erkundung besucht haben. Aber Wege gibt's in diesen Gegenden viele und meist lässt sich die Route ohne Wiederholungen planen. Auch diesmal so und auf unbekanntem Weg schnell in Triest. Früher wimmelte das Zentrum von Jugoslawen, heute saubere, ordentliche Stadt. Größten Aufschwung hatte Triest in der k.u.k.-Zeit als Hauptseehafen der Monarchie. Geschichtsangemessen ist viel in der Stadt zu sehen und Spaziergang durchs Zentrum war besonderes Vergnügen. Zurück auf der Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn, die Triest und Poreč verband. 123 km lang mit 11 Brücken, 6 Viadukten und 35 Haltestellen. Vieles noch erhalten, Trasse zu Rad- und Wanderweg umgewandelt. Im Hinterland von Triest mit irgendwelchem Asphalt bedeckt, weiter Kiesuntergrund. Überraschend wenige Radler getroffen, obwohl normalerweise voll. Vielleicht Wetter und nicht zu freundliche Temperaturen schuld, aber uns passte das genau . Bald hoch über Triest, wo am Jezero Richtung Bazovica umgedreht und nach unter Stunde am Start. Mehr in der Fotogeschichte ... Koordinaten des Starts (Bazovica): 45°38'34.9"N 13°51'58.8"E
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| turbo13. 02. 2024 12:48:11 |
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| bagi14. 02. 2024 11:25:13 |
Danke für die Links . Diese Orte haben wir schon besucht, besonders weil hier der interessante Camino Celeste Pfad beginnt. Das ist die italienische Variante des Jakobswegs mit Abschluss bei Višarje, genau wie unser Gorenjska Zweig. Noch ein Link ... KLIK
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| bagi22. 03. 2024 12:34:58 |
Der Frühling kommt unaufhaltsam in unsere Gegenden, noch deutlicher am Meer. Die Wahl des Gebiets war nicht fraglich, wir haben etwas gezögert zwischen Besuch unserer Primorska oder der italienischen. Am Ende haben wir letztere gewählt im Sinne der Erkundung des Triestiner Karsts. Diesmal haben wir das Gebiet zwischen Triest und Muggia und weiter bis Lazaret durchwandert, zurück teilweise auf slowenischer, teilweise auf italienischer Seite. Für Besuche an der Küste ist jetzt genau die richtige Zeit . Alles treibt und blüht in unzähligen Schattierungen, Gras ist stellenweise schon so hoch, dass sie es mähen. Die Luft morgens ist so angenehm kühl, man würde sie essen, bald packt die Sonne die überflüssigen Kleider in den Rucksack. Wege aller Art von Untergründen. Viel ländlicher Asphalt, etliche Waldwege auch. Zwischen Weilern Mačkolje und Dolina nutzen Wildschweine den Waldweg fleißig, ziemlich viele nach den Spuren. Eins ist sogar direkt vor uns geflohen, könnte aber umgekehrt sein . Mehr zum Verlauf in der Fotogeschichte und GPS-Track-Karte. Koordinaten des Ausgangspunkts (Parkplatz oberhalb des Dorfes Dolina): 45°35'57.8"N 13°51'34.0"E
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| bagi2. 04. 2024 18:36:56 |
Ich habe erneut die Schauplätze der erbittertsten Kämpfe des Ersten Weltkriegs im Sočagebiet besucht. Auch diesmal auf italienischer Seite, Grund ist das ungarische Soldatenfriedhof in Foljan. Als ich vor einiger Zeit den berühmten und prächtigen Ossuar in Sredipolje besuchte, fiel mir erst zu Hause auf, dass nur wenige Seiten weiter ein ähnliches, aber viel weniger pompöses ist. Geweiht den Ungarn, die fern der Heimat für die österreichisch-ungarische Monarchie fielen. Das Hauptziel war bekannt, dorthin habe ich einen völlig neuen Weg geplant. Gestartet bin ich gleich über der Grenze, in den nahen Gabrje. Von dort zum schon bekannten Monte S. Michele, aber von der anderen Seite als beim ersten Mal. Deshalb waren die Ausblicke völlig anders, sowohl nahe dem Haupt-Cima 3, als auch weiter die noch unbekannte Cima 4. Vom Grat bin ich in die friulanische Ebene abgestiegen und der Soča gefolgt, Isonzo auf Italienisch. Durch unzählige Orte bin ich zum Hauptziel gelangt, dem ungarischen Soldatenfriedhof in Foljan. Was soll ich sagen, heute leider nichts anders. Alle fielen und heute fallen sie für politische Ziele, unabhängig vom Preis und der Seite, für die sie kämpfen. Traurig, sehr traurig. Das kollektive Gedächtnis verblasst unglaublich schnell. Zurück ging's Richtung Martinščina, Črnci und Brežice. Dazwischen besuchte ich noch den Hügel Škofnik, der auf dem Gipfel einen befestigten Komplex aus Kaltkriegszeiten hat. Sie hatten ziemlich Angst vor uns, die italienischen Nachbarn . Noch ein bisschen Laufen und ich war am Ausgangspunkt. Mehr in der Fotogeschichte ... Koordinaten des Ausgangspunkts (neben dem Dorf Gabrje): 45.8871853N, 13.5859064E
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| miri2. 04. 2024 19:42:41 |
Du hast dich mit der Beschreibung bemüht. Gratulation.
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| mirank2. 04. 2024 19:50:09 |
Ich muss dich korrigieren, auf Bild 32 ist nicht Soča sondern einer der parallelen Kanäle und Sagrado hat auch wie die meisten lokalen Orte meist von Slowenen besiedelt unseren Namen-Zagraj. Wahrscheinlich wegen des Damms; schöne Orte mit schwerer Geschichte, jedenfalls ist etwas zu sehen
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| lino2. 04. 2024 20:53:10 |
Bagi, wie immer sehr interessante Ausflüge mit interessanten Beschreibungen und wundervollen Fotografien. Viel Glück euch beiden weiter! 
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| bagi3. 04. 2024 04:43:13 |
Danke allen, Bemerkungen berücksichtigt 
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| turbo3. 04. 2024 06:56:17 |
Bagi, Foto 42. Unglaublich, aber wahr. Dieses Denkmal, Obelisk, hat Benito Mussolini selbst errichten lassen zum Gedenken an seinen Freund Filippo Corridoni, der hier im Ersten Weltkrieg fiel. Auch der Tunnel auf der Straße zum Alpe (Malga) Poccet unter den Gipfeln Dunja und Lipnik ist Benitos Werk, im Bogen ist noch das faschistische Wappen, einmal hatte ich Glück und traf dort einen älteren Einheimischen, der mir das Wappen zeigte und etwas Geschichte erzählte. https://www.turismofvg.it/en/110015/filippo-corridoni-memorial https://it.wikipedia.org/wiki/Filippo_Corridoni
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| bagi3. 04. 2024 11:05:23 |
He he, deshalb ist er so hässlich . Wirklich, ziemlich viele Denkmäler aus dem ersten Krieg habe ich in diesen Gegenden gesehen und dieser Obelisk ist definitiv der geschmackloseste. Aber der Duce hat seinen Freund so dem Vergessen entrissen, das schon ...
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| tulipan3. 04. 2024 15:31:00 |
Geschmäcker ändern sich
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| turbo10. 04. 2024 15:56:03 |
Toll! Vor Jahren war ich oft hier, meistens geparkt oben beim Besucherzentrum, dann runter zum See und ein bisschen rum. Auch Prelosno gefunden Unter dem Besucherzentrum sind Felswände, oft geklettert auf dem Gestein Paar interessante Sachen auf diesem Link: https://www.riservanaturalegradina.com/sl/
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| turbo1. 06. 2024 11:19:58 |
Tag der Jugend, 2024 In diesen Gegenden ist es auch auf dem Fahrrad herrlich, noch mehr wenn man nach dem Ausflug ins Meer baden geht. Der Weg von Marina Julia nach Triest und zurück führte mich, in jedem Ort entlang war mindestens Stoff für ein kleines Heft Erinnerungen, zu dem ich die heutige hinzufügte. Kurzer Halt am Aussichtspunkt etwa auf halber Strecke und in Triest, unzählige Ausblicke während der Fahrt, Schiffe, Möwen, Fischerboote, die Sonnenbadenden, und einige Schwimmende. Zurück auf demselben Weg oder Straße, dort tausche ich das Rad gegen Badezeug und gleich ans Strand. Schwimmen ein Genuss, obwohl ich fünf Minuten laufen musste für tief genug Wasser. Toll, vor dem Sommerandrang und Hitze wiederhole ich hier in der Nähe, dann wieder Sommerende und, hoffe ich wenigstens, tief in den Herbst  https://tubojan.blogspot.com/2024/05/marina-julia-trst-marina-julia.html
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| turbo12. 11. 2024 21:21:02 |
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