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Triestiner Karst

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bagi16. 01. 2024 08:17:05
Kein Problem Simon nasmeh. Schöne Gegenden und wenn du eine GPS-Spur brauchst, sag Bescheid.
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bagi18. 01. 2024 12:58:24
Wieder mal Orlek bei Fernetiči als Ausgangspunkt gewählt. Ziel war Erforschung zahlreicher Hügelchen und Dolinen deutlich weiter links als letzte Runde. Auch diesmal kreisförmige Variante, mit Zwischenzielen Opčine auf einer Seite und Bazovica auf der anderen des Kreises.

Diesmal waren alle Wege überaus bequem, sogar auf dem Grat über dem Golf von Triest. Hier muss irgendeine Grenze verlaufen sein, denn viele Grenzsteine sind erhalten, ebenso Sockel für Kanonen und zahlreiche Gräben. Anders als bei früheren Erkundungen trafen wir viele Wanderer, auch einige Läufer. Offenbar spürt man die Nähe von Triest und dass Leute Entspannung in der Natur suchen. Wir auch und können das Weitergehen kaum erwarten nasmeh.

Koordinaten des Starts (Spielplatz hinter Dorf Orlek): 45.6898500N, 13.8396786E
Wir parken wie letztes Mal neben dem Spielplatz in Orlek. Auch die anfängliche Richtung ist gleich.1
Doch schon nach ein paar hundert Metern setzen wir den Weg auf einer neuen Strecke fort. Folgen den Markierungen 2A.2
Obwohl wir an der Küste sind, gibt es vor uns zahlreiche winterliche Hindernisse :)3
Bald scheint endlich die Sonne und sofort ist alles freundlicher.4
Vor uns liegt das Land des Škratec. Man sieht sie nicht, wahrscheinlich haben sie sich vor der Kälte versteckt :)5
Na ja, wenigstens diesen treffen wir :)6
Pferde rechts, wir auch …7
Wieder in Opčine, diesmal von der anderen Seite.8
Typisches Café … etwas zu trinken, etwas zu essen, vor allem italienisch laut :)9
Wir biegen auf den Aussichtsgrat über dem Golf von Triest ab. Hier gibt es etliche Meilensteine aus dem 19. Jahrhundert.10
Blick auf den nebligen Triest11
Banov-Hügel mit Sendern und Küstenwache-Radar12
Windrichtungsanzeiger. So etwas habe ich noch nirgends gesehen.13
Der Gratenweg ist schön und durchgehend gut markiert.14
Natürliche Bank zum Ausruhen :)15
Wir wechseln von Hügel zu Hügel. Durchgehend Spuren von befestigten Stellungen, wahrscheinlich noch aus dem Ersten Weltkrieg.16
Noch eine der Zwischenhügel, Goli vrh.17
Wir setzen in dieselbe Richtung fort…18
Triest und sein Hinterland.19
Überreste einer Artillerie-Stellung am Weg.20
Wir setzen in dieselbe Richtung fort…21
Weide mit Schafen. Diese frieren sicher nicht.22
Hier lenken wir nach Bazovica.23
Golfplatz am Weg. Überraschenderweise treffen wir nur Frauen.24
Bequem…25
Bazovica und die Kirche Santa Maria Maddalena26
Und ihr Inneres …27
Überraschend große Beschilderung für die Srečka-Kosovel-Straße28
Entlang dieser Straße verlassen wir auch Bazovica29
Bald sind wir bei den letzten Häusern und wenden uns langsam zum Ausgangspunkt30
Bald sind wir auf einem weiteren schönen Weg … der Josef-Ressel-Weg31
Josef Ludvík František Ressel ist der Erfinder des Schiffspropellers, er lebte in Triest32
Der Weg ist reichhaltig mit Infotafeln aller Art ausgestattet33
Ein der vielen Schilder *Confine di stato* warnt vor der Nähe der Grenze34
Ein der vielen Schilder *Confine di stato* warnt vor der Nähe der Grenze35
Wir wandern fast 6 km direkt entlang der Grenzlinie.36
Wir sind schon in Orlek. Der kurze Schlussteil ist gleich dem morgendlichen.37
Auf dem Spielplatz aber immer noch niemand :)38
Insgesamt ergaben sich 24 km und 600 Höhenmeter.39
(+5)gefällt mir
bagi23. 01. 2024 13:57:04
Schneefall und richtig lästlicher Frost im größten Teil Sloweniens sind schuld am erneuten Besuch bei den Nachbarn, diesmal schon der achte. Wir haben schon viel um dort erforscht, noch reichlich Neues wartet auf uns nasmeh. Diesmal war das Gebiet entlang des italienischen Teils der Soča dran, das man ruhig nach den Wegen der Soča-Front benennen könnte. In den harten Kämpfen zwischen Österreich-Ungarn und Italien haben hier auch viele Slowenen ihr Leben verloren, und nicht umsonst heißt es *Doberdob, Grab slowenischer Jungs*. Schade für sie, wie für Hunderttausende anderer Militärseelen, die in diesen Gegenden ihr Leben für politische Interessen ließen.

Dass hier die ersten Kampflinien verliefen, merkte ich schon im ersten Teil des Weges, auf den Gipfeln des Monte S. Michele. Der hat vier Gipfel, einer trägt auch slowenischen Namen Debela Griža. So viele Gräben, Unterstände und unterirdische Labyrinthe sieht man selten. Den Grat hielten k.u.k.-Einheiten, besonders viele Ungarn. Nach ihnen Straßen im nahen Dorf Martinščina (San Martino del Carso).

Auch der Hügel Mali Brestovec im letzten Teil des Weges ist absolut sehenswert. Er ist durchlöchert, die unterirdischen Labyrinthe für Besichtigung eingerichtet. Dort Freilichtmuseum mit Erklärungen zu den damaligen Ereignissen. Die meisten auch auf Slowenisch, Verständnis kein Problem. Zum höchsten Punkt des Hügels kommt man auf einem Pfad um den Hügel. Auch dort Tafeln mit Erklärungen und großer Obelisk zur Erinnerung und Mahnung.

Aber am meisten hat mich das endlose Ossuarium auf dem Hang des Hügels Sei Busi neben dem Dorf Sredipolje (Redipuglia) gepackt. Dort Ruhestätten von 100.187 Soldaten der 3. italienischen Armee, gefallen an der Soča-Front. Das ist das größte solcher Denkmäler in ganz Italien, wohl auch Europa.

Alles ist im Grunde eine riesige terrassierte Treppe, oben drei steinerne Kreuze. 22 Terrassen, darauf alphabetisch Ruhestätten von 39.857 identifizierten Soldaten. Oben unter den Kreuzen noch zwei riesige Grüfte mit Kupferplatten bedeckt. Dort Überreste von 60.330 Soldaten ohne feststellbaren Ursprung. Und Eindrücke beim Spaziergang unter Zehntausenden Toten? Überraschung, Trauer, Zorn, vor allem Respekt ...

Koordinaten des Starts (Miren): 45°53'40.8"N 13°36'30.1"E
Ich parke im Dorf Miren auf einem kleinen Parkplatz neben der Vipava1
Durch den alten Dorfteil gehe ich zur italienischen Grenze2
Der Weg dorthin ist nicht besonders lobenswert, aber der Frost hat wenigstens die Pfützen in eisige Hülle eingeschlossen :)3
Noch ein Stückchen und bald bin ich über der Grenze. Vor mir liegt Rupa, dort ein Carabiniere, der mich merkwürdig ansieht :)4
In den Grenzdörfern des Kras wimmelt es von solchen Denkmälern5
Schön, Slowenisch auf der anderen Seite der Grenze :)6
Eisenbahnbrücke über die Vipava nahe dem Weiler Rubije7
Etwas weiter aus dem Dorf biege ich rechts von der Hauptstraße in den Wald ab8
Ich folge dem gut markierten Pfad mit Marke 073, Ziel Monte S. Michele9
Noch einige Monate und alles wird grün :)10
Am markierten Ort verlasse ich den Weg 073 und steige zum Grat auf11
Darin sind vier markierte Gipfel, alle erste Kampflinie. Hier der erste Gipfel (Cima 1)12
Zahlreiche befestigte Gräben und Labyrinthe. Dieser unter Debelo Griža (Cima 2)13
Daneben Infotafel in drei Sprachen mit Fotos aus jener Epoche14
Dritter, Hauptgipfel. Darunter alles ausgehöhlt mit zahlreichen Artilleriestellungen in alle Richtungen15
Auch Gipfelmarke …16
Den Hügel umkreise ich nicht ganz, zähle aber acht solcher Linien. Höhe jeder ca. 4 m17
Blick ins Innere einer davon. Dieses Unterirdische nur organisiert mit Führer18
Ich fahre fort zum Dorf Martinščina (San Martino del Carso)19
Am Dorfanfang. Gelbes Schild weist auf Präsenz ungarischer Einheiten an dieser Front hin20
Martinščina und Kirche San Martino Vescovo21
Am Dorfrand biege ich auf Pfad 070, aber nach wenigen hundert Metern links ab22
Wieder entlang zahlreicher befestigter Gräben direkt an der Hauptstraße23
Leider fanden hier die dunkelsten Seiten des Kampfes im Ersten Weltkrieg statt, Giftgasangriff24
Ich setze meinen Weg durch schöne Gegenden mit trauriger Geschichte fort25
Herde von Eselchen erheitert meinen Tag. Nicht selten fühle ich mich wie einer von ihnen :)26
Die Erinnerung wird bewahrt …27
Das nächste Ziel ist Polač (Polazzo), wo das Hügelland endgültig in die Ebene übergeht28
Das merkt man sofort. Alles ist noch irgendwie grün, die Atmosphäre anders29
Agaven sind hier übliche Zierpflanzen. Im Hintergrund die Dolomiten30
Auch der Stil der Kirchen ist völlig anders31
Nur ein wenig weiter am Rand des Dorfes Sredipolje, eine Überraschung … das riesige Ossuarium Sacrario di Redipuglia32
Ein besonderes Gefühl überkommt dich, wenn du dich auf den Terrassen zwischen unzähligen gefallenen Soldaten bewegst33
Presente … gegenwärtig34
Oben. Hier unten ruhen die Überreste von fast 40.000 unbekannten Soldaten35
Voll Eindrücke setze ich meinen Weg fort durch eines der schlimmsten Schlachtfelder … Doberdobski planoti36
Überall befestigte Gräben, einige gepflegt zum Gedenken an jene Zeiten37
Es gibt auch viele Informationstafeln. Dies ist ein Teil einer …38
Andere …39
Dritte …40
Ich fahre fort Richtung Doberdob41
Sogar das Schild *Padlim slovenskim vojakom* entdecke ich …42
Doberdob. Im Krieg wurde es fast vollständig zerstört und später wiederaufgebaut43
Die Zeit drängt mich etwas, daher halte ich nicht an44
Weiler Vižintini. Der Pfad führt direkt hindurch45
Kein Arbeitselan :)46
Noch immer Vižintini. An der Hauptstraße suche ich die Fortsetzung47
Mein nächstes Ziel, Mali Brestovec über Weg 07448
Der Weg ist schön, die Sonne wärmt mich noch immer, nur meine ständige Begleitung fehlt leider diesmal49
Noch eine der Überraschungen des Weges. Eingang in die Welt der unterirdischen Schutzbunker50
Hier hinein muss man. Die Markierungen sind eindeutig51
Hmm, und hier schießen sie noch immer :)52
Steigeisen brauche ich nicht, ein Regenschirm wäre nützlicher53
Geschützlafetten, etliche davon54
Die Umgebung ist schön ausgestattet, in jedem Seitengang befindet sich ein Stück Geschichte55
Durchgehend liegen auch Metallplatten auf dem Boden, ihre Botschaft ist mir unbekannt56
Noch ein Auszug aus der Infotafel57
Noch ein paar Fotos …58
Oben. Die Sonne verabschiedet sich eilig59
Auf Weg 074 eile ich zur Hauptstraße in Richtung Gabrje / Miren60
Der Tag entgleitet mir, daher verlasse ich die Hauptstraße und nehme einen Abkürzer nach Mirn61
Der Pfad ist verlassen, dafür gelingt es mir in einer Seitentale, das Maschinengewehr der Militärseilbahn zu fotografieren62
Die Abkürzung ist von seltsamer Art, zugewachsen und fraglich begehbar. Geht's, geht's nicht?63
Ich atme tief durch :) Nach einigen Zweifeln und zerkratzten Armen erreiche ich endlich die ersten Häuser64
Schloss Miren und Kloster der Lazaristen65
Ich nähere mich dem Stadtzentrum. Hier biege ich links in die Abkürzung ab66
Dann am Gemeindehaus biege ich links über die Vipava ab67
Der letzte Hügel an diesem Tag :)68
Abend. Der Tag geht zur Ruhe, ich zum Ausgangspunkt69
Abschluss des heutigen Ausflugs :)70
GPS-Track. Insgesamt ergaben sich 34 km und 900 Höhenmeter71
(+7)gefällt mir
piotr23. 01. 2024 15:32:51
Lehrreich, aufregend und kurzum, tolle Darstellung des Grenzlands..nasmeh
(+6)gefällt mir
bagi13. 02. 2024 11:32:59
Für diesen Besuch bei den Nachbarn haben wir eine kürzere und entspanntere Wanderung gewählt, genau passend zur schlechteren Wettervorhersage. Der Thementitel ist Triestiner Karst, daher direkt nach Triest. Zu Fuß natürlich nasmeh.

Geparkt in Bazovica, die wir bei einer früheren Erkundung besucht haben. Aber Wege gibt's in diesen Gegenden viele und meist lässt sich die Route ohne Wiederholungen planen. Auch diesmal so und auf unbekanntem Weg schnell in Triest. Früher wimmelte das Zentrum von Jugoslawen, heute saubere, ordentliche Stadt. Größten Aufschwung hatte Triest in der k.u.k.-Zeit als Hauptseehafen der Monarchie. Geschichtsangemessen ist viel in der Stadt zu sehen und Spaziergang durchs Zentrum war besonderes Vergnügen.

Zurück auf der Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn, die Triest und Poreč verband. 123 km lang mit 11 Brücken, 6 Viadukten und 35 Haltestellen. Vieles noch erhalten, Trasse zu Rad- und Wanderweg umgewandelt. Im Hinterland von Triest mit irgendwelchem Asphalt bedeckt, weiter Kiesuntergrund. Überraschend wenige Radler getroffen, obwohl normalerweise voll. Vielleicht Wetter und nicht zu freundliche Temperaturen schuld, aber uns passte das genau velik nasmeh. Bald hoch über Triest, wo am Jezero Richtung Bazovica umgedreht und nach unter Stunde am Start. Mehr in der Fotogeschichte ...

Koordinaten des Starts (Bazovica): 45°38'34.9"N 13°51'58.8"E
Wir parken am Rand von Bazovice an einem der wenigen Parkplätze.1
Beeren … ich habe dieses Wort schon lange nicht mehr gesehen :)2
Anschließend guter Kaffee und Leckereien, erst dann beginnen wir mit ernsthafterem Gehen :)3
Dem Verkehrs-zentrum weichen wir über Nebenstraßen aus.4
Bald sind wir auf dem Land, wenn man es so nennen kann :)5
Trotzdem ist es eindeutig der Kras, denn überall gibt es Hinweiser auf irgendwelche Höhlen.6
Wir folgen weiter den Markierungen, der Weg ist als 044A gekennzeichnet.7
Über dem Kras-Bruch beginnen wir den Abstieg zum Meer. Die Böschungen entlang des Weges zeugen von der früheren Bedeutung dieser Verbindung.8
Vor uns liegt Sveti Ivan, ein Vorort von Trst.9
Autos stehen überall geparkt, viele sind auch verbeult.10
Es gibt auch massenhaft Roller, und sie sind tatsächlich das praktischste Verkehrsmittel.11
Es gibt keinen Platz weder links noch rechts, daher gehen wir einfach mitten durch :)12
Wir sind schon in Trst. Im Vordergrund Fontana del Giano Bifronte.13
Wir mischen uns in den Alltagstakt mit und beobachten neugierig die Umgebung.14
Die Straßen sind außergewöhnlich sauber, und wegen des Wochenendes sind auch nicht zu viele Leute da.15
Serbisch-orthodoxe Kirche des Hl. Spiridon am großen Kanal.16
Hier gönnen wir uns einen Kaffee zur Erinnerung an die Zeiten von Ponte Rossa17
Sie war früher das Einkaufsmekka für Jugoslawen aus der Nähe und Ferne, heute ist hier nur ein gewöhnlicher Markt18
Der Kanal wurde für Lieferungen mit kleineren Booten gebaut, Ponte Rosso die erste noch hölzerne Brücke, der im Laufe der Jahre einen rötlichen Ton erhielt19
Alles Höhere als die drei aktuellen Brücken über dem großen Kanal ist am Ufer geparkt20
Der Hauptplatz in Triest ist die Piazza Unità d'Italia, erbaut zur Zeit Österreich-Ungarns21
Sehr interessante Staubsauger sorgen für Sauberkeit unter dem wachsamen Auge der Betreuer :)22
Wir setzen den Weg zum ersten Triest-Hügel in Richtung der Kirche Marije Snežne fort23
Dorthin führen etliche unnötig steile Stufen …24
Wir gehen weiter und sind bald im Vorhof von Sv. Justa25
Wenn man heute noch mit solchen schießen würde, gäbe es nicht so viel Leid auf der Welt26
Wir besuchen die einige Jahrhunderte alte Kirche Sv. Justa27
Auf dem benachbarten Hügelchen ist die Kirche Sv. Jakoba, die für mich große Bedeutung hat :)28
Hier endete mein erster aller langer Wege, als ich 300 km am Stück durchwanderte. Diese Erfahrung öffnete mir eine ganz andere Welt :)29
Auch ihr Inneres. Hier verneigen wir uns vor dem Gedenken an diejenigen, die nicht mehr bei uns sind30
Für die Rückkehr wählen wir die Trasse der ehemaligen Eisenbahnverbindung Trst - Poreč31
In unmittelbarer Nähe von Triest wird sie hauptsächlich von Hundespaziergängern und Läufern benutzt32
Sie ist jedoch schön gepflegt und hat getrennte Spuren für Radfahrer und Spaziergänger33
Alle exponierten Stellen sind mit Zäunen gesichert, an den Straßenüberquerungen gibt es eindeutige Markierungen34
Unter dem riesigen Krankenhauskomplex endet der Asphalt und wir setzen auf Schotter fort35
Einer der sechs Viadukte der Parenzanka (auch Poreška proga, Vinogradniška, Istranka, TPC …)36
Die 123 km lange Verbindung zwischen Trst und Poreč hatte auch 8 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 1530 m.37
Die Stationen wurden nach den Regeln der österreichisch-ungarischen Staatsbahnen gebaut, schön anzusehen und funktional.38
Streckenführung der Eisenbahn vom Aussichtspunkt über Glinščica. Maximales Gefälle 28‰, Höchstgeschwindigkeit des Zuges 31 km/h.39
Wir sind schon in San Lorenzo mit dem slowenischen Namen Jezero, dessen Ursprung ich nicht erkenne.40
Noch etwas Laufen am Rand der Asphaltstraße nach Bazovica und bald sind wir am Ausgangspunkt.41
GPS-Track der gewandelten Strecke. Diesmal haben wir 23 km und 600 Höhenmeter angesammelt.42
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turbo13. 02. 2024 12:48:11
Schön, karstige Gegenden, auch mir ziemlich lieb. Bei Gelegenheit empfehle ich euch die Mündung der Soča in die Adria, herrlich, nur nicht bei Nässe, da ist Schlamm bis zu den Knien. Dann Grado und nah dran Aquileia, überall viel Schönes zu sehen und tolle Spaziergänge in den Städtchen selbst und Umgebung.

http://riservafoceisonzo.it/
https://www.zadovoljna.si/potovanja/grado.html
https://www.burger.si/Italy/Aquileia/uvod_SLO.html
https://www.thewalkofpeace.com/sl/locations/aquileia/
(+2)gefällt mir
bagi14. 02. 2024 11:25:13
Danke für die Links nasmeh. Diese Orte haben wir schon besucht, besonders weil hier der interessante Camino Celeste Pfad beginnt. Das ist die italienische Variante des Jakobswegs mit Abschluss bei Višarje, genau wie unser Gorenjska Zweig. Noch ein Link ... KLIK
(+2)gefällt mir
bagi22. 03. 2024 12:34:58
Der Frühling kommt unaufhaltsam in unsere Gegenden, noch deutlicher am Meer. Die Wahl des Gebiets war nicht fraglich, wir haben etwas gezögert zwischen Besuch unserer Primorska oder der italienischen. Am Ende haben wir letztere gewählt im Sinne der Erkundung des Triestiner Karsts. Diesmal haben wir das Gebiet zwischen Triest und Muggia und weiter bis Lazaret durchwandert, zurück teilweise auf slowenischer, teilweise auf italienischer Seite.

Für Besuche an der Küste ist jetzt genau die richtige Zeit nasmeh. Alles treibt und blüht in unzähligen Schattierungen, Gras ist stellenweise schon so hoch, dass sie es mähen. Die Luft morgens ist so angenehm kühl, man würde sie essen, bald packt die Sonne die überflüssigen Kleider in den Rucksack.

Wege aller Art von Untergründen. Viel ländlicher Asphalt, etliche Waldwege auch. Zwischen Weilern Mačkolje und Dolina nutzen Wildschweine den Waldweg fleißig, ziemlich viele nach den Spuren. Eins ist sogar direkt vor uns geflohen, könnte aber umgekehrt sein velik nasmeh. Mehr zum Verlauf in der Fotogeschichte und GPS-Track-Karte.

Koordinaten des Ausgangspunkts (Parkplatz oberhalb des Dorfes Dolina): 45°35'57.8"N 13°51'34.0"E
Wir parken oberhalb des Dorfes Dolina auf einem der ebenen Parkplätze beim Friedhof1
Die Gehrichtung ist gegen den Uhrzeigersinn, daher steigen wir zuerst ins Dorf ab2
Alles ist noch ruhig, niemand zu sehen, aber wir sind hier mit einem besonderen Zweck …3
Bäckerei, Konditorei, ein Kaffe … was will man mehr :)4
Auf dem Kandelabrova-Weg erwischt uns die erste Sonne5
Etwas vor Žavljami gelangen wir in eine nicht sehr interessante Industriezone6
So schnell wie möglich entkommen wir ihr mit dem Aufstieg auf den Hang über der Stadt7
Dank den TOPO-Apps kann man alternative Wege vor Ort finden8
Blick auf die Industrie unter uns9
Wir sind schon im Vorort von Milj, aber nicht durch das Zentrum10
Für einen Moment besuchen wir das Meer. Dorthin kommen wir noch einmal11
Weiterhin steigen wir zuerst steil auf und hoch über dem Meer bewundern den Frühling12
Es dauert nicht lange und wieder folgt Abstieg. Das wiederholt sich noch ein paar Mal13
An der Straße steht eine kleine Kirche San Sebastiano, überraschenderweise offen14
Wir nutzen das und schauen uns das Innere an. Bei uns sind Kirchen fest verschlossen15
Wieder gehen wir zum Meer …16
Ganz wichtige Kirche Santa Maria Assunta mit schönem Park darum17
Auch historische Daten auf einer der Infotafeln18
Diese ist auch für die Öffentlichkeit geöffnet. Freskenmalereien datieren ins 13. Jahrhundert19
Direkt bei der Kirche ist auch ein toller Aussichtspunkt. Von hier sieht man unsere Berge Rombon, Krn, Jalovec und Triglav20
Diesmal ist nichts von den Genannten zu sehen, der Blick auf die Tržaška Bucht ist aber trotzdem schön21
Viele Themenwege, vom Grenzweg Sentiero 1 bis Sentiero Italia, Traversate Muggesana bis Via Flavie22
Trotzdem führen alle Wege steil bergab :)23
Aber nicht lange. Bald wechseln wir auf einen bequemen Querweg, ähnlich unseren Trimwegen24
Wegweiser mit ganz besonderen Zeiten :)25
Grenz-Lazarett und wieder das Meer. Wir finden einen ausgezeichneten Rastplatz :)26
Bald nehmen wir einen Abkürzer Richtung slowenischer Grenze27
Dazwischen stoßen wir auf den verrosteten Pasquali, der vielleicht sogar funktioniert28
Zu den Grenzwachen gehen wir nicht, sondern kurz vor der Grenze biegen wir auf die Ortsstraße nach Čamporam ab29
Das Dorf liegt auf einem Hügelchen, unten Weinberge, schon für die neue Saison vorbereitet30
Bald biegen wir nach Colomban ab und weiter entlang des Grats nach Hrvatini31
Auf den schattigen Hängen ist alles voll Olivenhaine, sogar jemand zieht mit dem Traktor drei riesige Bäume32
Kein schüchternes Mädchen, noch ist es so kalt. Nur das Telefon ist zum Welt Herrscher geworden und sieht sich besser unter der Jacke :)33
Meine Übersetzung … wir gehen nach Parmesan :)34
Santa Barbara, oder Kärntner auf unsere Art. Auch dort sind wir nah...35
Wieder bei den Nachbarn. Keine Grenzanlagen aus der Vergangenheit zu sehen36
Super, es läuft gut. 30 km haben wir schon hinter uns :)37
Verbindungsweg bei Milj. Diese blauen Markierungen gehören nur den Muggesani38
Mačkolje in Sicht, doch der Weg zum Dorf ist steil und heiß39
Kein Mačkov zu sehen, keine Leute. Die Sonne brennt schon zu sehr :)40
Blick zurück auf das schöne Dorf41
Der Hang des Mali Kras hat eine Startstelle für Gleitschirmflieger und heute ist offensichtlich der richtige Tag42
Wir schließen die Runde ab. Noch ein Nachmittagsblick auf das Dorf Dolina und wir fahren schon nach Hause43
Strecke wie von Garmin gezeichnet. 35 km und 900 Höhenmeter44
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bagi2. 04. 2024 18:36:56
Ich habe erneut die Schauplätze der erbittertsten Kämpfe des Ersten Weltkriegs im Sočagebiet besucht. Auch diesmal auf italienischer Seite, Grund ist das ungarische Soldatenfriedhof in Foljan. Als ich vor einiger Zeit den berühmten und prächtigen Ossuar in Sredipolje besuchte, fiel mir erst zu Hause auf, dass nur wenige Seiten weiter ein ähnliches, aber viel weniger pompöses ist. Geweiht den Ungarn, die fern der Heimat für die österreichisch-ungarische Monarchie fielen. Das Hauptziel war bekannt, dorthin habe ich einen völlig neuen Weg geplant.

Gestartet bin ich gleich über der Grenze, in den nahen Gabrje. Von dort zum schon bekannten Monte S. Michele, aber von der anderen Seite als beim ersten Mal. Deshalb waren die Ausblicke völlig anders, sowohl nahe dem Haupt-Cima 3, als auch weiter die noch unbekannte Cima 4.

Vom Grat bin ich in die friulanische Ebene abgestiegen und der Soča gefolgt, Isonzo auf Italienisch. Durch unzählige Orte bin ich zum Hauptziel gelangt, dem ungarischen Soldatenfriedhof in Foljan. Was soll ich sagen, heute leider nichts anders. Alle fielen und heute fallen sie für politische Ziele, unabhängig vom Preis und der Seite, für die sie kämpfen. Traurig, sehr traurig. Das kollektive Gedächtnis verblasst unglaublich schnell.

Zurück ging's Richtung Martinščina, Črnci und Brežice. Dazwischen besuchte ich noch den Hügel Škofnik, der auf dem Gipfel einen befestigten Komplex aus Kaltkriegszeiten hat. Sie hatten ziemlich Angst vor uns, die italienischen Nachbarn velik nasmeh. Noch ein bisschen Laufen und ich war am Ausgangspunkt. Mehr in der Fotogeschichte ...

Koordinaten des Ausgangspunkts (neben dem Dorf Gabrje): 45.8871853N, 13.5859064E
Der große Parkplatz vor dem Dorf Gabrje war noch leer1
Erste Häuser, erste Sonne ...2
Dorfbrunnen mit einer ganz besonderen Pumpe3
Der Feldweg führt mich zwischen zahlreichen Weinbergen4
Auch viele Bienenstöcke, aber sie sind anders als unsere5
Überraschung :) 6
Wieder am historischen Monte San Michele / Cima 3, diesmal von der anderen Seite7
Vor dem Eingang zu den unterirdischen Labyrinthen sind einige Waffen aus dem Ersten Weltkrieg ausgestellt8
Dazu gehören auch verschiedene Kanonen9
Dieses hat wahrscheinlich noch Napoleon benutzt :)10
Alle aber sind hier nach unten gerichtet und daher hatte dieser Gipfel eine strategische Lage11
Eingang ins Unterirdische. Hier waren die Italiener eingebuddelt12
Ein Stück der Tunnel, soweit vom verschlossenen Eingang sichtbar13
Noch ein Gipfel ...14
Das ist Cima 4, militärisch wichtiger Gipfel auf diesem Grat15
Ich steige ins Tal auf dem Madžarski poti ab. Diese kämpften für Österreich-Ungarn16
Ich nähere mich der Furlanischen Ebene, konkret dem Dorf Zdravščine. Die Kirchen sind schon typisch für diese Gegenden17
Nicht viel Leben auf den Straßen, nicht einmal Hunde spazieren ihre Besitzer :)18
Die Soča hat hier geflutet, daher renovieren sie intensiv die Uferdämme19
Auf der anderen Flussseite zeigt sich etwas Interessantes für mich :)20
Ich überquere die Brücke und bin schon in Gradišče ob Soči. An den Schildern biege ich rechts ab ...21
Der Pfad führt mich zu einer alten Festung, die die Venedigische Republik einst als Schutz vor den Türken baute22
Dazwischen hat die Geschichte mehrmals die Karten gemischt. Hier gab es auch Gefängnisse für Kriegsgefangene aus dem Ersten Weltkrieg23
Um die malerische Mauer herum ist ein Wanderweg angelegt und ohne Zögern ließ ich mich darauf ein :)24
Hinter der Festung liegt das alte Stadtzentrum, wo im Park jeden dritten Sonntag ein Trödelmarkt stattfindet25
Neu und Alt, alles schön geordnet26
Wanderweg durch die Mauer ...27
Dazwischen liegt der Eingang zum Haus und eine private Kapelle28
Ich bin schon aus Gradišče heraus und setze den Weg am Deich entlang der Soča fort29
Soča, auch hier bist du schön ...30
Grundschule, aber so bunte und interessante habe ich noch nie gesehen :)31
Ich überquere auch den Seitenkanal der Soča namens Canale Principale Dottori. Er ist bis Monfalcone / Tržič geführt32
Zagraj, älteres Dorf am Weg33
Das ist schon Foljano, das Hauptziel der heutigen Tour34
Das führte mich zu einem weiteren Friedhof aus dem Ersten Weltkrieg35
Hier sind 14.550 österreichisch-ungarische Soldaten begraben, vor allem Ungarn36
Es ist nicht so prunkvoll wie die italienische Ossuarium im nahen Sredipolje, aber ebenso traurig37
In Polača beende ich die Friauler Ebene und biege links in die Hügel ein38
Ich überquere die Eisenbahn, entlang der ich auch diesmal Überreste von Flüchtlingen fand, Kleidung natürlich :)39
Der obere Teil von Polača ...40
Noch ein bisschen und ich bin schon auf einem typischen Karstpfad. Ich bewege mich in über 100 m Höhe41
Das habe ich nicht erwartet. Mitten im Nichts erscheint vor mir ein über 10 m hohes Denkmal für einen Filippo Corridoni42
Ich setze meinen Weg fort ...43
Erste Häuser von Martinščina. Ich war schon hier, aber von der anderen Seite44
Das Museum ist kleineren Formats, diesmal leider geschlossen45
In der Mitte zwischen den Straßen steht wieder ein Denkmal für die Ungarn46
Schöne Kirche San Martino Vescovo mitten im Dorf47
Schluss und neuer Anfang. Wieder liegt ein Waldweg vor mir48
Es windet sich so schön durch Wiesen und niedriges Gestrüpp. Reiner Genuss :)49
Glaubt es oder nicht, hier sind die Črnci zu Hause :)50
Bei einem der Gehöfte blühen unzählige Iris. Schön :)51
Den ganzen Tag habe ich auf diesen Pfaden niemanden getroffen. Ist aber wahr, ich gehe immer ein bisschen auf eigene Faust :)52
Bienen auf der Weide, Bienenstöcke aufgereiht wie Soldaten :)53
Ich besuche auch den nahen Hügel Škofnik mit interessanter Geschichte54
Die Befestigungen auf dem Gipfel sind überraschenderweise keine Reste aus WW1, sondern aus dem Kalten Krieg. Der Stützpunkt war sogar von 1970 bis 1991 aktiv55
Aber die Italiener fürchteten den *Feind* aus den Orten drüben :)56
Brežici. Zum Ausgangspunkt ist es nicht mehr weit57
Das Dorf ist völlig slowenisch. Alles ist in Slowenisch geschrieben und sie sprechen auch so58
Aber auf dem Friedhof gibt es ein typisches Wahrzeichen, das ich heute schon mehrmals gesehen habe59
Es ist den gefallenen Ungarn gewidmet, die in diesen Gegenden offenbar den Großteil der k.u.k.-Armee stellten60
Gabrje vom anderen Ende als am Pfadbeginn61
Das Auto steht immer noch allein, nur ist es viel wärmer als morgens :)62
GPS-Track der gewanderten Strecke. Es sind 28 km und 700 Höhenmeter geworden63
(+6)gefällt mir
miri2. 04. 2024 19:42:41
Du hast dich mit der Beschreibung bemüht. Gratulation.
(+3)gefällt mir
mirank2. 04. 2024 19:50:09
Ich muss dich korrigieren, auf Bild 32 ist nicht Soča sondern einer der parallelen Kanäle und Sagrado hat auch wie die meisten lokalen Orte meist von Slowenen besiedelt unseren Namen-Zagraj. Wahrscheinlich wegen des Damms; schöne Orte mit schwerer Geschichte, jedenfalls ist etwas zu sehennasmeh
(+4)gefällt mir
lino2. 04. 2024 20:53:10

Bagi, wie immer sehr interessante Ausflüge mit interessanten Beschreibungen und wundervollen Fotografien. Viel Glück euch beiden weiter! nasmeh
(+2)gefällt mir
bagi3. 04. 2024 04:43:13
Danke allen, Bemerkungen berücksichtigt nasmeh
(+3)gefällt mir
turbo3. 04. 2024 06:56:17
Bagi,
Foto 42. Unglaublich, aber wahr. Dieses Denkmal, Obelisk, hat Benito Mussolini selbst errichten lassen zum Gedenken an seinen Freund Filippo Corridoni, der hier im Ersten Weltkrieg fiel. Auch der Tunnel auf der Straße zum Alpe (Malga) Poccet unter den Gipfeln Dunja und Lipnik ist Benitos Werk, im Bogen ist noch das faschistische Wappen, einmal hatte ich Glück und traf dort einen älteren Einheimischen, der mir das Wappen zeigte und etwas Geschichte erzählte.

https://www.turismofvg.it/en/110015/filippo-corridoni-memorial

https://it.wikipedia.org/wiki/Filippo_Corridoni
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bagi3. 04. 2024 11:05:23
He he, deshalb ist er so hässlich velik nasmeh. Wirklich, ziemlich viele Denkmäler aus dem ersten Krieg habe ich in diesen Gegenden gesehen und dieser Obelisk ist definitiv der geschmackloseste. Aber der Duce hat seinen Freund so dem Vergessen entrissen, das schon ...
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tulipan3. 04. 2024 15:31:00
Geschmäcker ändern sichvelik nasmeh
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bagi10. 04. 2024 14:38:42
Auf dem Karst findet man immer etwas Neues, besonders im weniger bekannten Grenzgebiet. Diesmal war das erste Ziel der Doberdò-See, das zweite die Quellen der Timava. Dass sie in der Nähe einen der am besten erhaltenen Dinosaurier in einem Stück haben, wusste ich gar nicht nasmeh. Das und noch vieles mehr fand sich auf dieser Wanderung mit Start und Ende in Duino. Mehr über den Weg in der Fotogeschichte ...

Koordinaten des Ausgangspunktes (Duino): 45°46'24.0"N 13°36'27.7"E
Ich parke auf dem kostenlosen Parkplatz für Besucher des Devinski grad und des Rilkewegs1
Ich gehe in Richtung Sesljana, biege aber bald links in die Hügel ab2
Auf der einzigen Überführung weit und breit überquere ich die Eisenbahn3
Noch etwas Steigung folgt, dann beruhigt sich der Weg und biegt in den Wald4
Rechts ist meiner, Markierung 3a5
Medja vas, keine sehr große Siedlung6
Ich biege auf Weg 79 ab. Überraschenderweise stehen auf dem Schild nur italienische Namen, was seltener als die Regel ist7
Zuerst folge ich einem guten Karrenweg8
Aber die Markierungen leiten mich bald auf einen wandertauglicheren Weg9
Alles blüht, alles wird grün, sogar die Bäume :)10
Der Weg ist ungewöhnlich schmal, aber makellos markiert. Bald wird die Vegetation ihn bedecken11
Gipfel Gnojin mit Resten militärischer Stellungen12
Bereits fast 2 km bewege ich mich auf schmalen Pfaden direkt an der Grenze13
Endlich am Grenzübergang erreiche ich die Hauptstraße14
Ich gehe noch einen guten Kilometer darauf, dann komme ich nach Jamlje15
Noch immer Jamlje ...16
Im Dorf verlasse ich die Hauptstraße und über einen Nebenweg gelange ich zum Doberdobsko jezero17
Der Fußweg biegt bei der Infotafel rechts ab und schnell bin ich am See18
Beide Armeen beanspruchten die Seeufer wegen der Wasserquellen19
Vom Fuße aus ist der See kaum sichtbar, daher entscheide ich mich für den Aufstieg auf den nächsten Hügel20
Dieser hier, der Hügel namens Gradina. 21
Dorthin führt Weg 78. Entlang davon zieht sich bis zum Hügelgipfel ein Verteidigungsgraben22
Auch die Wegmarkierung, für die sich am Ende herausstellt, dass sie offiziell gesperrt ist. Warum genau, keine Ahnung :)23
Heute haben sich schon einige solcher Pfade angesammelt24
Militärisch bedeutsamer Gipfel, denn der Blick von dort ist außergewöhnlich25
Doberdobsko jezero vom Gipfel. Sein Pegel kann um bis zu 10 m schwanken, was ich bald sehen werde :)26
Ich steige auf der anderen Seite ab, wo sogar Stahlseile helfen27
Der Pfad führt zu militärischen Positionen hoch am Hang, da sie von dort gute Kontrolle über das Geschehen hatten28
In der Nähe der Höhle befindet sich auch eine Infotafel29
Darauf steht auch in unserer Sprache, wie und was30
Die Fortsetzung verläuft auf Nachschubwegen31
Früher war das wahrscheinlich ein Stabsposten, jetzt ist es eine CAI-Hütte.32
Hier verlaufen auch Alpe Adria und Sentiero Italia.33
Bald bin ich wieder am Ufer und folge Weg 72.34
Die aber bald versinkt. Hmm ... wohin jetzt ???35
Das mit dem Schwanken des Wasserstands ist offenbar sehr real ...36
Mich interessiert überhaupt nicht, was da steht :)37
Einer der vielen Unterwasserquellen. Angeblich wird der See aus der Soča und Vipava gespeist.38
Irgendwie bahne ich mir den Weg durch den überschwemmten Pfad und bis zum nächsten Abzweig sind die Schuhe schon trocken :)39
Ich komme wieder in ein militärisch bedeutsamerer Gebiet. Hier sind die Verteidigungsgräben Trincea Cuzzi.40
Auch hier gibt es eine Infotafel darüber, was hier passiert ist.41
Aber das ist noch nicht alles. Nicht weit entfernt auf dem Hügel Golec liegt ein ganzer Komplex von Befestigungen.42
Mit heutigen Augen sieht es ziemlich ungewöhnlich aus, aber es musste einen Sinn gehabt haben.43
Das Ganze gehört zum Themenpark *Grande Guerra*, aber die Überraschungen hören noch nicht auf ...44
Noch ein Hügel in der Nähe, einfach *Quota Enrico Toti* genannt.45
Darauf ist ein Gedenkpark angelegt, auf den seitlichen Steinen sind verschiedene militärische Einheiten aufgereiht.46
Das zentrale Denkmal im Gedenken an die Gefallenen.47
Das ist viel schöner anzusehen :)48
Das auch :) Die Natur ist unzerstörbar, wir nicht.49
Beweis, wie sich die Natur erneuert. Die verbrannten Bäume werden mit der Zeit von neuen überwuchert.50
Noch ein Erinnerungszeichen, diesmal auf dem verbrannten Hügel Sablici.51
Dieser Bunker liegt etwas weiter vorn. Am Erhaltungszustand bin ich nicht sicher, in welche Epoche er fällt52
Markierungen für Camino Flavia bzw. Žajbljevo pot. Das haben wir schon mehrmals getroffen, große Teile auch durchwandert53
Ich kehre zur anderen Seite der Eisenbahn zurück...54
Das nächste Ziel sind die Quellen der Timava, eines kurzen Flusses, der schnell in die Adria mündet55
Davor stoße ich auf die unverschlossene Kirche des Hl. Johannes des Täufers in Štivan56
Die Architektur von Kirchen interessiert mich immer, daher sehe ich mir gerne das Innere an57
Infotafel über die drei Quellen der Timava. Die erste liegt direkt bei der Kirche58
Das war's. Ähnlich den Quellen unserer Vipava59
Ein Teil des dritten Quells wird zur Wasserkraftanlage geleitet60
Am Weg...61
In der Nähe liegt auch die Fischersiedlung und natürlich tragen mich meine Füße auch dorthin :)62
Enorm viele Segelboote stehen auf dem Trockenen geparkt, noch mehr liegen im Wasser in breiten Kanälen63
Fischerboote gibt es nur als Probe, sie stechen jedoch kräftig aus der Formlosigkeit heraus64
Ich fahre zum Restaurant am Ende der Straße weiter, dann biege ich scharf links auf Weg 1 ab65
Dinosaurier Antonio, einer der am besten erhaltenen der Welt. Das Original ist im Naturkundemuseum in Triest.66
Langsam schließe ich den Kreis. Ich bin schon im Vorort von Devin67
Eingang zum Deviner Schloss. Die Schlange am Ende des Korridors ist für Eintrittskarten68
Der Kreis ist nach vielen Kilometern geschlossen. Er war voller Sehenswürdigkeiten und fast sommerlicher Temperaturen69
30 km und 900 Höhenmeter angesammelt70
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turbo10. 04. 2024 15:56:03
Toll! Vor Jahren war ich oft hier, meistens geparkt oben beim Besucherzentrum, dann runter zum See und ein bisschen rum. Auch Prelosno gefunden nasmeh Unter dem Besucherzentrum sind Felswände, oft geklettert auf dem Gesteinmežikanje
Paar interessante Sachen auf diesem Link:
https://www.riservanaturalegradina.com/sl/
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turbo1. 06. 2024 11:19:58
Tag der Jugend, 2024

In diesen Gegenden ist es auch auf dem Fahrrad herrlich, noch mehr wenn man nach dem Ausflug ins Meer baden geht. Der Weg von Marina Julia nach Triest und zurück führte mich, in jedem Ort entlang war mindestens Stoff für ein kleines Heft Erinnerungen, zu dem ich die heutige hinzufügte. Kurzer Halt am Aussichtspunkt etwa auf halber Strecke und in Triest, unzählige Ausblicke während der Fahrt, Schiffe, Möwen, Fischerboote, die Sonnenbadenden, und einige Schwimmende. Zurück auf demselben Weg oder Straße, dort tausche ich das Rad gegen Badezeug und gleich ans Strand. Schwimmen ein Genuss, obwohl ich fünf Minuten laufen musste für tief genug Wasser. Toll, vor dem Sommerandrang und Hitze wiederhole ich hier in der Nähe, dann wieder Sommerende und, hoffe ich wenigstens, tief in den Herbst nasmeh

https://tubojan.blogspot.com/2024/05/marina-julia-trst-marina-julia.html
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turbo12. 11. 2024 21:21:02
Interessant, auch lehrreich:

http://www.mackolje.org/
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