| VanSims29. 08. 2011 09:55:25 |
Morgens fahre ich über Ljubelj, bei Celovec abbiege ich auf die AC und bei Spittal runter. Weiter Richtung Grossglockner, aber bei Obervellach abbiege ich nach Mallnitz. Wusste, dass Samstagabend wegen Gewittern oben Schnee gefallen ist, und wirklich waren die Berge drumherum etwas 'bepudert' Was 'etwas' oben bedeutet, wissen wir. Und es stimmte, als ich mit der Ankogel-Gondel oben ankam, alles weiß! Na, das sieht nicht gut aus... Trotzdem folge ich drei Österreichern, die vor mir losgingen. Einer kehrt um kurz vor dem Schild, wo der Ankogel-Weg vom Hauptweg abzweigt. Die Übrigen, wir fahren zum Ankogel weiter. Auf dem Gletscher leiht mir einer einen Stock. Sehr willkommen. Besonders auf dem Schnee wäre er auch auf dem Weg nützlich gewesen. Die Abfahrt machte mir etwas Sorgen. Kurz vor dem Schlusscrinale halten wir kurz an, plaudern, dann Angriff! Wusste, dass die Tour anspruchsvoll ist, aber sie hat mich trotzdem überrascht. Auf dem stark exponierten Grat über Felsen kriechen mit dem Gefühl, dass ein falscher Schritt dich in den Abgrund schickt, ist adrenalinreich. Die Rinne, die mir z.B. schwierig vorkam, ist dagegen Kindergarten. Glücklicherweise fast kein Schnee auf dem Grat. Na, schaffe ich den Gipfel! Direkt davor der letzte, härteste Punkt: Klettern eines anspruchsvollen exponierten Sprungs (der beim Abstieg besonders Probleme macht). Dann Gipfel mit Kreuz! Vom Kreuz weiter über exponierten Grat zum eigentlichen Gipfel. Dort genieße ich den tollen Ausblick (hinten Grossglockner, vorne Hochalmspitze, rechts Säuleck,... breiterer Blick leider durch Wolken behindert) und Sonnenstrahlen. Bewundere die Gruppe, die aus dem Maltatal kommt (Teil des Stausees sichtbar vom Gipfel), angeblich noch schwerer von dort. Hat sich gelohnt, echter Genuss! Alles Schöne hat ein Ende und runter muss man. Nach dem anspruchsvollen Sprung war der Abstieg gar nicht mehr so schwer und schon am Sattel. Dann runter, Schnee schon fast geschmolzen, also Abfahrts-Sorgen überflüssig. Gletscher diesmal umgangen (vorsichtig, bröcklige und beweglicher Felsen!). Auf dem Weg zum Hannoverhaus pustet es mich etwas an, dort passt ein Bier, dann runter zu Fuß! Weg zur mittleren Seilbahnstation nichts Besonderes, weiter zur unteren recht interessant. Eine der schönsten Touren bisher!
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