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Breithorn

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jan712. 07. 2014 14:13:41
Ich habe einen stillen Wunsch, während meines Sommerurlaubs (voraussichtlich zweite Hälfte Augusts) nach Zermatt zu fahren und mich zuerst ein bisschen auf Trekkingwegen um Zermatt herumzutreiben, einige Aufstiege auf benachbarte leichter zugängliche Dreitausender zu machen, und zum Schluss lockt mich auch der Breithorn. Ich habe einige Erfahrungen mit Winteraufstiegen in unseren Bergen, natürlich nicht mit Gletschern.

Mich interessiert, ob es sicher ist, einen solo "Aufstieg" auf den Breithorn zu versuchen?

Ich habe schon etwas im Netz gestöbert und der Preis für einen Bergführer, für einen Teilnehmer, wenn man in einer Gruppe (zufälliger) von 3-6 Leuten ist, liegt so bei 150 Chf. Preis nicht niedrig, aber das würde noch irgendwie gehen, mich stört aber der Aufstieg in der Gruppe. Wenn z.B. drei Freunde gefunden werden, dann ist das für mich irgendwie akzeptabel, sonst nicht. Den Großteil der Aufstiege in unseren Bergen habe ich solo gemacht, habe auch keinen Bergkameraden, der mit mir in die Berge geht, bin irgendwie gewohnt, immer allein zu gehen.

Dass der Ausgangspunkt für den Aufstieg die obere Station der Gondel "Klein Matterhorn" (für "bescheidene" 99 Chf) ist, verdaue ich noch irgendwie, aber es scheint mir, dass ich einen solchen Aufstieg solo schaffen kann, solange es nicht zu viele objektive Gefahren gibt (Gletscherspalten). Ansonsten kann man sich jederzeit umdrehen, wenn man einschätzt, dass man es nicht packt, wahr ist aber, dass wenn man einmal so weit von zu Hause ist und so nah am Ziel, es vielleicht schwer ist, objektiv zu bleiben.

Im Netz finde ich verschiedene Berichte und Aufstiegsberichte zum Breithorn, von solchen solo, wo sie offen das Führen und die Kunden am Seil verspotten, bis zu solchen Berichten, dass man dort einfach nicht allein gehen kann, ohne Sicherung.
Also, wenn jemand von euch schon dort war, eure Meinung: Ist es geeignet, solo auf den Breithorn zu gehen oder ist das Laufen auf dem Gletscher unter dem Breithorn einfach zu gefährlich und ist eine Seilschaft notwendig?
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urarrr2. 07. 2014 14:53:51
Von der Gondel zum Gipfel sind 1-2 Stunden Gehzeit. Hängt von der Akklimatisation ab. Aufstieg zum Breithorn von der Gondel ist sinnlos. Du bist oben bevor du warm geworden bist....

Empfehle zum Gipfel gehen, absteigen und dann noch zum Pollux gehen dann in Ayas Hütte schlafen. Breithorn kannst du auch Richtung Ayas traversieren.

Wenn du nach Ayas gehst dann am zweiten Tag zum Castor.
da sind ca. 4 Stunden zum Castor Gipfel...

Natürlich wollen alle dass du mit Guide gehst. Ist sicherer.. Ich selbst würde nie mit Guide zum Breithorn gehen..

Im Fall dass du zu Pollux und Castor gehst ist wegen Gelände oder Spalten eine Seilschaft sehr empfehlenswert... oder ich empfehle sie sehr...

im Fall du gehst allein... pflichtweise GPS mit Rückkehrfunktion benutzen. Im Fall Wolken ist der Weg ohne....UNMÖGLICH

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sla2. 07. 2014 14:56:15
Ich habe schnell die Fotos angeschaut auf: http://www.tejaoman.info/svica_breithorn.htm

Das Überqueren eines Gletschers ist immer riskant, weil man in eine Spalte fallen kann. Wenn du schon mal auf Gletschern gelaufen bist, würde ich dir raten, solo zu gehen. Wenn nicht, besser nicht zu viel drüber nachdenken. Aus der Schneestruktur allein kann man irgendwie ableiten, wo eine Spalte ist, kann sich aber auch leicht irren.
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Janez Seliškar2. 07. 2014 15:58:02
Der Aufstieg vom Klein Matterhorn zum Gipfel des Breithorns ist Gehen auf Gletscher, ohne jegliche technische Probleme. Wegen der Gefahr von Gletscherspalten ist eine Seilschaft von mindestens 2 (zwei) Wanderern OBLIGATORISCH.
Das Problem ist auch der extreme Andrang, weil die erste Gondel morgens vollgestopft ist. Bessere Variante ist, z.B. in der Hütte Rifugio Guide de Cervino zu übernachten und morgens zum Gipfel aufzusteigen. Bevor die erste Gondel oben ankommt, bist du schon weit auf dem Abstieg zurück.
Blick nach Osten, Monte-Rosa-Gruppe1
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jan712. 07. 2014 16:31:30
Danke für eure Antworten! Mehr Köpfe mehr Wissen, sicherlich wird es mir leichter fallen zu entscheiden.

@Janez: Ich denke, ich muss deiner Aussage zustimmen, dass eine Seilschaft von mindestens zwei Wanderern obligatorisch ist. Die Frage ist, nur Wanderer ohne Vorkenntnisse im Gletschergehen, oder sollte mindestens einer Erfahrung haben?

Einen Gleichgesinnten-Enthusiasten, der mit mir gehen würde, hätte ich vielleicht noch, aber der hat nicht mehr Wissen oder Erfahrung als ich. Wie sinnvoll ist eine solche Seilschaft dann? Wahrscheinlich klüger, einen Partner mit Erfahrung-Alpinisten zu finden?

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Flora12. 07. 2014 17:41:01
Ich bin selbst nicht auf diesem Gletscher gelaufen, aber vor zwei Jahren war ich Zeugin eines tödlichen Unfalls in der Schweiz, weil jemand in eine Gletscherspalte gefallen ist. Da wird dir schnell klar, dass du lieber 300 deiner Gehälter und alle deine Ersparnisse für einen Bergführer/Bergführer geben würdest, nur um dein Leben zu sichern. Und du bist immer noch nicht 100% sicher in den Bergen. Mir persönlich kommt nicht in den Sinn, ungesichert auf einen Gletscher zu gehen, jeder macht sein Ding. Und noch etwas, was bringt es, wenn du nur gesichert bist, aber dein Kumpel-Seilteam nicht weiß, wie man die Ausrüstung benutzt und angemessen reagiert, wenn es wirklich zu einem Ausrutscher in die Spalte kommt. Du spielst dann nur Schein-Sicherheit. Viel Glück!
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jan712. 07. 2014 18:20:39
Nach Überlegung muss ich zugeben, dass du recht hast!
Bis zur geplanten Abfahrt ist noch genug Zeit, ich werde mich entsprechend vorbereiten.
Nochmals vielen Dank allen für die Antworten!
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strelec19542. 07. 2014 19:45:11
Aufgenommen letzten August. Es gab viele Seilschaften, dazwischen auch Solisten....wie du dich entscheiden wirst...zmeden
Beim Hochladen von Bildern hapert es bei mir, hoffe es klappt.
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Janez Seliškar2. 07. 2014 21:02:42
Um meinen Gedanken zu vervollständigen. Eine Seilschaft allein ist noch gar nichts. Ohne entsprechendes Wissen kann die ganze Seilschaft in einer Gletscherspalte landen. Man muss die Seiltechnik zum Retten des Gefallenen in die Spalte kennen, sowie die Technik zum Selbstretten aus der Spalte.

Ich will nicht beleidigend sein, aber nur der Wunsch über 4000 m zu sein ist zu wenig, AUßER du engagierst einen Bergführer!
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tol2. 07. 2014 21:16:16
Auf dem Gletscher nie ungesichert gehen.
Bergführer ist die beste aber auch teuerste Lösung.

Die Technik selbst ist keine schwere Wissenschaft und lässt sich schnell lernen. Wichtig ist, dass das Duo im Fall eines Sturzes in die Spalte reagieren kann. Ich schlage vor, mit einem Bergführer zu Hause einen "trockenen" Training zu vereinbaren und es auf etwas slowenischem Schnee zu üben.

Du weißt aber, dass Gletschergehen sowohl Wissen als auch Ausrüstung erfordert? Du brauchst Gurt, einige Karabiner, Prusiks und natürlich Seil (Länge abhängig vom Team)
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felix3. 07. 2014 06:52:23
Auf den Fotos sieht man den Aufstieg zum Breithorn, wir sind in Seilschaft gegangen, der letzte Aufstieg ist etwas steiler, aber sehr enger Grat, wenn du den Gipfel querst und auf der anderen Seite (von der Seilbahn aus rechts gesehen) wieder vom Gipfel absteigst. Grüße und viel Spaß in der Umgebung von Zermatt!
Breithorn und Kleiner Matterhorn1
Erster Teil des Anstiegs ebene, letzter Teil Aufstieg2
Kolonnen zum Gipfel3
Letzter steiler Anstieg4
Auf dem Grat5
Blick aus dem Tal6
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sla3. 07. 2014 08:06:54
Das Problem ist, dass wir Slowenen meist zu stolz sind, einen Bergführer zu engagieren. Ich habe mit Leuten gesprochen, die mit einem GV auf Tour gegangen sind, alle haben bestätigt, dass die Führung ihren Preis wert ist. GV erwirbt in seiner mindestens 3-jährigen Ausbildung Kenntnisse, um seinen Gast auf hohem fachlichem Niveau sicher auf der Tour zu begleiten.
Jan - also, wenn du noch nicht auf Gletschern gelaufen bist, mutig ans Telefon und ruf einen unserer GVs an :-)
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urarrr3. 07. 2014 13:29:56
@sla

Hallo !!!

Ich stimme zu, dass es immer am besten ist mit einem GV zu gehen, da er dafür richtig ausgebildet ist.

Aber wir Slowenen, die meistens zu stolz sind, schauen uns auch die Preise an. Und wenn wir sehen, dass uns ein GV auch ein Monatsgehalt für einen Tag Führung berechnen kann, fangen wir an Alternativen zu suchen...

Ich denke, es gäbe keine Probleme, wenn die Preise auf unsere Geldbeutel abgestimmt wären, sie sind aber auf europäische abgestimmt.

Sagen wir, ein langjähriger Leiter von GVs in Slowenien hat mir 600€ plus Kosten (Kosten Seilbahn plus Hütte sind mindestens noch 150€) für Ausflug nach Breithorn und Pollux angeboten...

Also würde mich der Führer 750€ kosten....(Breithorn und Pollux) Nicht böse sein, persönlich hab ich ihn gefragt ob er ein sauberes Dachboden hat....

Persönlich bewerte ich den Aufstieg auf Triglav im Winter als viel anspruchsvoller als das.

Deshalb gibt es so viele SLOWENISCHE Kunden wie es gibt. Aber ich glaube, ihre Preise und Leistung sind angemessen für europäische Führer und ausländische Kunden.

Aber in ihre Preise misch ich mich nicht ein, jeder hat seine Rechnung.

Es ist wahr, dass nicht alle GVs gleich sind... und hoffe ich hab niemanden beleidigt. Nur denke laut...

lp
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Janez Seliškar3. 07. 2014 13:40:25
Letztes Jahr hat die Breithorn-Tour im Selbstmanagement die Teilnehmer genau 155 EUR gekostet.
Für GVs ist Führen ein Beruf, kein Vergnügen, genau wie für ihre Klienten.
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urarrr3. 07. 2014 14:20:00
Ich versuch's mal kurz...

ja es ist immer besser und vor allem sicherer... mit Herrn Führer

nur eines sind normale Preise wie du geschrieben hast Janez eines ist Übertreibung... glaub mir wenige würden sich allein rumtreiben wenn Preise immer so wären wie du geschrieben hast.


jeder schmiedet sein eigenes Glück. und jeder entscheidet nach seinen Fähigkeiten.

und damit kein Missverständnis, wenn möglich geht mit GV. damit keiner denkt ich bin dagegen.

von meiner Seite ist's das und ich melde mich nicht mehr.



danke fürs Verständnis
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jan713. 07. 2014 17:08:51
Nochmals danke allen für eure Meinungen. Mit eurer Hilfe hab ich mich leichter entschieden und werde mich wahrscheinlich direkt an lokale Führer wenden, wenn ich es schaffe die Sache durchzuziehen und wirklich nach Zermatt zu kommennasmeh!
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rezist21. 09. 2014 19:01:48
Vor ein paar Tagen erstmals über 4000m. Oben angekommen im T-Shirt. Wirklich verrückt gute Bedingungen. nasmeh Füge ein paar Fotos bei... Die anderen seht ihr am Link: http://matevzlavric.blogspot.com/2014/09/breithorn-4164-m.html

LP, Matevž
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JusAvgustin21. 09. 2014 20:03:38
Gratuliere!
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urbancek22. 09. 2014 09:12:58
Super, auch mein Lob!
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ms_primoz22. 09. 2014 09:35:08
Ausgezeichnet!
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Bojan_A22. 09. 2014 10:38:27
Geil!

BTW. Wie viel kostet die Gondel?
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