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| bagi4. 09. 2018 21:30:43 |
Der Karnische Höhenweg 403 durchquert die gesamte Gebirgskette der Karnischen Alpen von Sillian nahe den Dolomiten bis Thorl-Maglern bei Tarvisio. Er heißt auch Friedensweg zur Erinnerung an die blutigen Ereignisse des Ersten Weltkriegs. Der fast 200 km lange Weg war damals eine einzige große Front und noch heute ist entlang seiner ganzen Länge voller Militärruinen. Der Weg *Höhenweg 403* führt meist entlang des Grenzkammes zwischen Österreich und Italien, in der ersten Hälfte direkt unter den Gipfeln oder darüber. Wegen günstiger Bedingungen sind wir komplett auf dieser höchsten Höhenvariante gegangen. Bei schlechtem Wetter oder anderen Gründen sind gelegentlich auch niedrigere Umwege möglich, ebenfalls markiert 403 oder 403a. Für Übernachtungen gibt es vor allem auf österreichischer Seite genügend Hütten. In der Hochsaison sind sie ziemlich belegt und Reservierungen fast Pflicht. Wir haben uns entschieden, den ganzen Weg für den diesjährigen Urlaub in einem Rutsch zu gehen. Wie sich später herausstellte, hatten wir unermessliches Glück mit der Datums Wahl, da trotz säuerlichem Sommer an keinem Tag nennenswerter Regen fiel und kein einziger Gipfel im Nebel war. Die Regenausrüstung ist diesmal nur mit uns spazieren gegangen und trotz ihres erheblichen Gewichts waren wir darüber überglücklich . Wir sind etwas weiter von Sillian gestartet, nämlich in San Candido, genau am Anfang des Karnischen Kamms. Dorthin kommt man mit dem Zug aus Villach, uns haben Freunde zum Startpunkt gebracht. Danke euch . Von Ljubljana dorthin brauchten wir zweieinhalb Stunden. Nach ein paar exzellenten Cappuccinos und Abschied sind wir endlich aufgebrochen zum langen Weg nach Slowenien. Es macht keinen Sinn, die täglichen Etappen zu beschreiben, denn jeder Tag war besonders und voller Erlebnisse. Der Weg ist gut gepflegt, hervorragend markiert, Ausblicke die ganze Zeit wunderbar. Wir haben nicht übertrieben mit dem Tempo, uns keine modernen Normen und Zeitpläne gesetzt . Stattdessen haben wir gemütlich genossen und die meisten nahen Gipfel besucht. Ihre Schwierigkeit variiert, von leicht begehbaren grünen Gipfeln bis zu schwierigeren Felsanstiegen. Größere Probleme hatten wir nicht, aber an exponierten Stellen waren wir wegen des konkreten Gewichts der Rucksäcke ziemlich vorsichtig. Wir haben in ordentlichen, gut organisierten Hütten mit freundlichem Personal geschlafen. Meistens haben wir Halbpension genommen und den PZS-Mitgliedsrabatt genutzt. Der gilt nur für Übernachtung. Für ein paar Euro konnten wir in jeder Hütte mit warmem Wasser duschen und das war nach ganztägigem Wandern unbezahlbar . Service war immer exzellent und pünktlich. Speisen abwechslungsreich, weit entfernt von unserem ričet, Jota und Bohnen. Frühstücke meist Selbstbedienung und unbegrenzt. Man konnte sich diebessatt essen und noch eine Brotzeit für unterwegs machen ohne schlechtes Gewissen . Wo möglich, haben wir auch tagsüber für eine warme Mahlzeit angehalten. Am Ende des Weges haben wir die Bilanz aller Kosten gezogen. Umgerechnet kamen Übernachtungen, Duschen, alles Essen und Trinken auf ca. 60 €/Tag/Person. Auf so langem Weg geht es nicht viel billiger, man kann aber vor der Hütte im Schlafsack oder Zelt übernachten und spart so einen Euro. Zum Schluss… Wir haben viel mehr bekommen als erwartet. Schönes Wetter, wunderbare Ausblicke, wirklich schöner Weg, einzigartige Erfahrungen. Es gibt Wege, wo du nur einmal gehst und Wege, wo du immer gerne wiederkommst. Karnischer 403 gehört ohne Bedenken zu letzteren . Mehr in der Fotostory geschrieben. Für alle Infos aus erster Hand bin ich wie immer per E-Mail oder PN erreichbar (beides im Profil). Noch ein paar erbarmungslose Statistiken vom Garmin (Montana 600)… Startkoordinaten in San Candido: 46°43''51.2"N / 12°17''03.9"E Weglänge inkl. Gipfel: 190 km Höhenmeter inkl. Gipfel: 14.355 m Für ganzen Weg benötigt: 8 Tage
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| bbugari14. 09. 2018 23:11:54 |
Phänomenal, wunderbar, Glückwünsche...  Nur kleine historische Korrektur: auf Bild 27 ist Grenzstein, der das Jahr der Installation (1920) nach Vertrag von Saint-Germain (1919) markiert, nicht Rapallo, obwohl Grenze hier gleich blieb wie vor Erstem Weltkrieg.
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| skalaš705. 09. 2018 00:21:42 |
Sprachlos, sage nur BRAVO und sicherer Schritt weiter!
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| maks575. 09. 2018 06:53:40 |
Fantastisch! Bravo! Herzlichste Gratulation! Wie viele aller Gipfel habt ihr auf dem Weg erobert?
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| geppo5. 09. 2018 07:49:27 |
Mit Genuß gelesen und interessante Foto-Präsentation lp
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| bagi5. 09. 2018 08:59:44 |
Danke allen für herzliche Glückwünsche  @maks57 ... wir haben 33 Gipfel durchwandert @bbugari ... danke, ergänzt
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| zokmann5. 09. 2018 11:05:03 |
verrückt, wunderbar, Glückwünsche, l.g
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| janez.novak5. 09. 2018 12:07:33 |
Gratuliere! Jeden Tag über 30 km und 2300 Höhenmeter - ganz schön Tempo!
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| lino5. 09. 2018 20:31:10 |
Das ist so wunderbarer Urlaub dass er schon an schönes Märchen grenzt. Viel Glück und viel Freude auch zukünftig wünsche ich. Lp
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| MatejaP6. 09. 2018 08:44:33 |
Auch ich danke euch schön für die Gratulationen und empfehle einen Besuch, wenn ihr die Möglichkeit habt, da logistisch kein großer Aufwand. Solche Urlaube sind uns unter die Haut gegangen, du schaltest den Kopf aus und läufst nur und genießt die schönen Ausblicke, wo kein Ende in Sicht Möge uns allen solches Genießen noch lange vergönnt sein
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| 2061alessio12. 09. 2018 20:08:50 |
ihr wisst wahrscheinlich, dass auf italienischer Seite ein 7-tägiger Wanderweg "traversata carnica" von S.Candido nach Coccau (Dorf an der Grenze vor Thoerl Maglern wo KHW 03 endet) existiert; er setzt so fort: s.candido-obstannersee hutte- m.cavallino-malga melin- passo palombino -val visdende- casera manzon-malga chivion- passo oregone-sorgenti del piave- rif. calvi- passo sesis- val fleons- casera sissanis- passo giramondo- lago volaia-rif. lambertenghi- sentiero spinotti-rif. marinelli- passo monte croce carnico- pal piccolo - pal grande- passo avostanis- malga pramosio-sella cercevesa- cason di lancia- pramollo-poludnig-rif. nordio-malga acomizza-sella bartolo-m.goriane-coccau . sucht auf der Webseite nach „traversata carnica“.
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| AI11. 10. 2019 13:55:36 |
Seit Bagis Beitrag hat mich die Sache nicht zur Ruhe kommen lassen. Die Karnischen Alpen mag ich schon lange, acht Tage durch die Karnischen zu wandern ist nahezu Nirvana. Die vorletzte Woche im September versprach mindestens vier Tage gutes Wetter, auch die Zehn-Tage-Prognose war optimistisch, daher fiel die Entscheidung fast im Nu. Zwei Tage Vorbereitung, Kauf einiger fehlender Ausrüstung und Studium der (umfangreichen) Bagischen Dokumentation, die er mir freundlicherweise geschickt hat. Ursprünglicher Plan: morgens von zu Hause zur nahen Bahnstation, dann über Jesenice, Villach und Lienz nach Sillian. Aber es stellte sich heraus, dass man durch Umstiege viel Zeit verliert, die am ersten Tag wegen Höhe und Distanz nicht im Überfluss ist. Daher hat mich ein Freund freundlicherweise nach Villach zur Station gebracht, dann ging's glatt und um halb zehn stand ich schon am Start in Sillian, wo auch der offizielle Beginn des Weges 403 ist. Der Weg zum ersten Kammgipfel, Helm, ist schön angelegt, Bänke und historisch-informative Tafeln erleichtern den Aufstieg, wo man gerne paar Minuten ruht und die Tafeln in drei Sprachen anschaut. Wasser am Weg fehlt auch nicht. Zusätzlich haben mir süße Blaubeeren den Aufstieg gewürzt, die auf 2000+ m gerade reif waren.  Was den Weg selbst angeht, hat Bagi das meiste schon gesagt. Der Weg ist wirklich ausgezeichnete Therapie für Seele und Körper.  Ohne solide Kondition nicht machbar, aber keine besonderen Vorbereitungen nötig. Meistens kann man statt auf Kämmen und Gipfeln Umwege darunter machen. Aber die Tour verliert dadurch Attraktivität. Meistens habe ich Bagis Plan gefolgt und bin auf die meisten Gipfel gestiegen. Dafür sind die Etappen ziemlich lang und anstrengend und meist war ich unter den Letzten in der Hütte. Interessant, dass mehr Leute als erwartet einen ähnlichen Plan hatten. Ziemlich viele ältere Paare. Meistens folgten sie "talmäßigen" Varianten, also kein Gedränge auf Kämmen, aber Hütten voller als gedacht. Hütten beim Schlafen in Bergen meide ich normalerweise, aber auf so langem Weg keine Wahl, und österreichische Hütten hinterlassen einen viel besseren Eindruck als unsere. Leider endete die Karnische Querung früher als gehofft. Die Zehn-Tage-Wettervorhersage lag falsch und ich habe nach vier schönen Tagen am Plockenpass abgebrochen. Das Wesen solcher Touren ist das Genießen von Weg und Ausblicken, daher hat mir Wandern im Regen und Nebel gar nicht geschmeckt. Aber ich kehre sicher zurück. Zum Schluss nochmals Dank an Bagi, Mateja und Slavko für alle Infos und natürlich die Heimfahrt.
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| matzaj17. 03. 2025 06:54:12 |
Hallo. Mich interessiert - die, die den Weg gegangen sind - wenn man nur auf dem Weg bleibt und Gipfel umgeht - ist Helm nötig?
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| bagi17. 03. 2025 09:19:37 |
Hallo Weg 403 verläuft meist auf Gratenwegen mit einigen alternativen Umwegen. Der Weg war ursprünglich für die Armee gedacht und entsprechend angelegt. Oft geht er direkt über Gipfel, die meisten besucht man nach Wahl. Wir hatten Helme dabei, aber keinen besonderen Bedarf zur Nutzung.
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| gasperv6. 07. 2025 18:33:13 |
Ende Juni haben meine Frau und ich den Weg Nr. 403 durchwandert. Basis waren Etappen aus dem Führer Karnische Alpen und Spur von Mapzs (https://mapzs.pzs.si/path/139774). Bei Hüttenreservierungen half die Webseite https://www.karnischer-hoehenweg.com/ Hütten sehr voll erste fünf Etappen (bis Valentinalm). Meiste Hütten nur Bar. Dusche in jeder Hütte verfügbar, Essen gut, Gemeinschaftslager nicht zu groß. Zum Start in Arnbach hatten wir Autotransport organisiert, nach Ende schnell und problemlos mit ÖPNV heim (Bus und zwei Züge). Erster Teil Weg hält höhere Seehöhe, alpines Umfeld. Aber auch letzte Etappen boten tolle Ausblicke. Am Weg viele Teiche, einige Gämsen gesehen, Mengen an Murmeltieren und bunte Blumen. Keine Wassermangel am Weg. An jeder Hütte auffüllen möglich, auch zwischendrin Optionen.
Weg komplett schneefrei. Gut markiert (außer um Mokrin), aber einige Abschnitte, vor allem zweite Hälfte, dicht mit hohem Gras oder Gebüsch überwuchert. Schaut man einzelne Etappen an - keine sticht in Länge oder Höhenunterschied heraus. Aber acht Tage hintereinander wandern kann trotzdem anstrengend sein. Weg Nr. 403 ist ein außergewöhnliches Erlebnis. Wenn interessiert, herzlich empfohlen.
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| Indi6. 08. 2025 19:59:03 |
Mitte Juli haben sva und noch zwei Bergsteigerinnen den Hohen Karnischen Weg zurückgelegt. Für mich besonders toll waren völlig neue Bergwege und Ausblicke. Stimmung auf dem Weg und in Hütten ein bisschen wie auf dem Camino, mit manchen Wanderern oft getroffen und geplaudert. Auch Hirten und Förster haben uns mal angesprochen. Übernachten kann man fast an allen österreichischen und italienischen Almen entlang dem Weg, nur Kontakte zu dortigen Hütten etwas schwerer zu finden. Und deutsche Führer zum Hohen Karnischen Weg haben kürzere Etappen als oben von Habjan und Bagi vorgeschlagen, erfuhr ich von deutschsprachigen Wanderern. ;-) Zum Startpunkt nach Sillian Arnbach mit Zügen, Abfahrt Ljubljana 5:24, Ankunft Sillian Arnbach 10:32 für 20 Euro.
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| bernarda hrovat7. 08. 2025 20:43:19 |
Hallo, nächste Woche planen mein Mann und ich den Hohen Karnischen Weg bis Plockenpass. Hütten sehr belegt, tatsächlich konnte ich nirgends reservieren. Aber richtig verstanden, dass man auch bei Hirten schlafen kann und nicht nur in Alpenhütten? Nehmen sie dich in der Hütte unter Dach auch wenn voll - wie bei uns - zum Schlafen auf dem Boden? Wir werden sehr dankbar für jede Antwort sein.
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| Lunatixz12. 08. 2025 07:28:02 |
Ich nutzte ein schönes Wetterfenster und von Freitag bis Sonntag den Hohen Karnischen Weg bis Plockenpass - in unter drei Tagen ca. 60km und 4000hm. Es ist eine wundervolle Landschaft und empfehle sie allen Fans längerer Wege. Großer Vorteil: unzählige Seen und Wasserquellen am Weg, wo man trotz starker Hitze abkühlen konnte (praktisch alle zwei Stunden oder weniger, Ausnahme nur Abschnitt zwischen Porzehütte und Hochweißsteinhaus) Wegen Hüttenbelegung blieb mir nichts anderes als Bivak am Weg (aufgebaut bei Dämmerung, um 6 Uhr morgens gepackt), was sich am Ende als top Entscheidung erwies. Da ich den Tag meist eine Stunde vor letzter Hütte beendete, wanderte ich fast den ganzen Tag allein, Leute nur bei Hüttenpausen getroffen, und selbst da nicht viele.. zumindest im Vergleich zu TNP-Besuch. @Bernarda - Hütten wirklich sehr voll, aber normalerweise bekommt man ohne Reservierung noch Platz, zumindest Erfahrung einiger Personen, mit denen ich unterwegs gesprochen habe. Natürlich besteht Risiko, dass sie komplett voll sind und was dann passiert, weiß ich leider nicht.
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| bagi12. 08. 2025 08:43:15 |
@bernarda ... jede Hütte hat ein paar Extrakojen für sehr schlechtes Wetter, aber bei schönem Wetter übernachten sie dich kaum, besonders Österreicher. Das sind eher spontane Entscheidungen der Hüttner, darauf kannst du nicht sicher bauen. Unsere Schlafvarianten kennen sie nicht. An jeder Alm nicht möglich zu übernachten, an manchen schon. Im September beruhigt sich der Karnische 403 etwas wegen Urlaubsende, wenn dir der Zeitraum passt.
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| AI26. 08. 2025 13:09:40 |
@Lunatixz, da ich etwas Ähnliches plane, so selbstversorgt wie möglich für den Herbst, interessiert mich, was du mit Essen und Wasser gemacht hast, versorgt in Hütten oder Essen dabei gehabt, Wasser unterwegs nachgefüllt?
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