Mittwoch sind wir mit der Familie (Frau, Zehnjähriger, Siebenjährige und Vierjährige) zum Macesen in die Mala Pišnica gegangen. Etwa zwei Kilometer entlang dem Bachbett, wobei wir die rechte Seite halten (Richtung Gehens bzw. linke Bachseite). Bachbettüberquerung einmal oder zweimal ist unvermeidlich. Wenn das Bett enger wird und der Pfad daneben ansteigt, biegen wir scharf und steil rechts bergauf ab auf sehr bröckligem Gelände, das stellenweise exponiert ist. Wir steigen ca. 100 Höhenmeter auf, dann geht der Pfad sanft in den Wald über, wo er an den alten Pfad von Jasna anknüpft, der seit Jahren gesperrt ist. Der Pfad verläuft dann ziemlich eben und führt nach gut einem Kilometer zu den Schuttkegeln des oberen Teils der Mala Pišnica. Dort halten wir beim Gehen weiter rechts und queren einige Schotterkegel, die von den Wänden des Ciprnik herabstürzen. Obwohl der Pfad auf den Schuttfeldern verschwindet, können wir nach weniger als einem Kilometer problemlos rechts, etwas erhöht über den Feldern, zur idyllisch gelegenen Jagdhütte aufsteigen. Wenn wir zum Macesen wollen, müssen wir weiter. Zuerst steigen wir von der Jagdhütte sanft zum Bachbett ab, dann abbiegen wir schnell wieder in den Wald, wo wir ein Steigchen erwischen müssen. Das Steigchen ist am Anfang, ca. einen Kilometer, gut sichtbar und quert einige Gräben. Dann verliert es sich. Da stoßen wir auf viele umgestürzte Bäume und schwierige Passagen. Wir müssen mehr links halten und unter den steilen Wänden rechts oben gehen, dann, wenn der Pfad wieder sichtbar wird, steil bergauf in sanften Serpentinen. Wenn wir einen markanten Graben rechts queren, erreichen wir in wenigen Dutzend Metern eine Aussichtsstelle, von wo wir den Wasserfall im Kar der Mala Pišnica in der Ferne sehen können, der von den Wänden des Robičje fällt. Von hier gibt es keinen deutlichen Pfad zum Macesen. Der vorhandene Pfad führt zum Grlo, wollen wir zum Macesen, müssen wir vom Pfad intuitiv rechts abbiegen und ihn unter den Schutthalden des Grlo bei ca. 1430 m suchen. Von Weitem sehen wir ihn nicht, da er nicht isoliert steht, aber wenn wir ihn finden, sind wir sicher, denn er ragt wirklich mit seiner Majestät zwischen meist laubabwerfenden Nachbarn heraus. Unser Ziel war Macesen. Da die Frau nicht über den ziemlich mühsamen Abschnitt bergab zurück wollte, der steil und bröcklig aus dem Bett der Mala Pišnica heraufkommt, entschieden wir uns, noch etwas mit Höhenmetern zu spielen, stiegen zum markierten Pfad auf, der Vršič über Grlo mit Tamar verbindet. Von dort zum Pfad zur Slemenova Špica, dann über Vratca ab zum Vršič, von wo wir mit dem Bus zurück nach Jasna fuhren. Wunderschöne und ziemlich abenteuerliche Tour. Letztes Jahr haben wir sie mit unserem damals neunjährigen Sohn in einer Variante gemacht, dass wir vom Macesen zurück zur Jagdhütte sind und dann weiter auf dem Jagdweg zum Ciprnik, dann über Vitranc zur Skipiste und mit Sommerrodeln ins Tal. In dieser Variante ist es eine echte Tour mit 1400 Höhenmetern.