Monte Rosa 18.7.-20.7.2014
Nach einer Woche Wetterbeobachtung kam endlich Freitag, als wir frühmorgens aufbrachen, um (fast für alle) die ersten 4000er zu erobern. 9 von uns entschieden sich für die Expedition. Marko kam zuerst mit dem Van, lud Milek, Marta, Neža und Marjan in Šentjur auf, dann Valter und mich (Rajko) in Štorje, Jože in Arja Vas und Majda in Lukovica. Kuriosum: wir kommen aus sieben Gemeinden in Slowenien! Nach 8 Stunden Fahrt in Alagna angekommen und nach kleinem Snack Karten für 2000 Höhenmeter ersparten Aufstieg (7 Stunden Gehen) gekauft. Bahn brachte uns zur 3260 m hohen Punta Indren. Befinden blieb trotz schneller Höhenänderung gut. Hier begann unser Aufstieg richtig. Zu Fuß zur Gnifetti-Hütte 3647m mit erstem Gefühl der dünneren Luft. Wie geplant machten wir noch am selben Tag die Aklimatisierung zur Vincentpyramide 4215 m. Wir hatten ein reserviertes Zimmer in der Gnifetti-Hütte, wo wir überschüssiges Gepäck ließen. Um 17 Uhr brachen vier von uns zur Vincentpyramide auf. Der Gletscher über der Hütte war größtenteils gut zugeschneit, aber bot einige heimtückische Spalten. Beim Nähern an 4000 m Höhe spürten die meisten erstmals die Grenzen, wenn der Gipfelaufstieg nicht mehr von Kondition, Wille und Motivation abhängt. Gipfel Vincentpyramide (4215m) erreichten Jože, Majda, Milek und ich. Schneller Abstieg zur Hütte und Beobachtung des Befindens, das sich ausser leichten Kopfschmerzen und Aspirin nicht verschlechterte. Abendessen, Lachen, allgemein gute Teamstimmung verbesserte sogar die kleinen Höhenprobleme. Schlaf, Wecker um 5, Frühstück, schönes Wetter, vor 7 Uhr waren wir schon in Gruppen und auf dem Weg zu den Monte-Rosa-Gipfeln, langer Weg über Gletscher, die sich langsam aufsteigen, prüfte einigen Willen, Befinden aber viel besser, schnelle Aklimatisierung am Vortag gelang. Wir entschieden uns, zuerst Zumsteinspitze 4563 m zu besteigen. Zumsteinspitze bot schönen luftigen Ostgrat, letzte 50 m felsig, wo man für eine Weile den Sauerstoffmangel vergisst. Am Gipfel um 11:15, Fotos und Anstoßen.
Wundervolle Ausblicke vom Gipfel belohnten unsere Mühe. Wir entschieden uns, auch Signalkuppe 4554 m zu besteigen, wo die höchstgelegene Hütte Europas steht, Regina Margherita mit Labor und Observatorium. Auf dem Rückweg eroberten wir noch Balmenhorn-Gipfel 4167m.
Dritter Tag, vor Abfahrt morgens, wechselte das Wetter schlagartig und Regentropfen begleiteten uns zur Bahn am Punta-Indren-Sattel. Wir gingen am Mantova-Hospiz vorbei, das wir beim Aufstieg über die Wand umgangen hatten. Aus der Gondel strahlte die Sonne schon wieder in Alagna, voller schöner Eindrücke heimgekehrt.
Die Expedition gelang in allem perfekt, erste Erfahrungen über 4000 m, 4 eroberte Gipfel über 4000 m, keine größeren Aklimatisierungsprobleme, genug gutes Wetter und natürlich unvergessliche Erlebnisse. Auf Monte Rosa waren: Valter Jelen, Rajko Grosek, Milek Javornik, Marta Močivnik, Neža Močivnik, Marko Artič, Marjan Marzidovšek, Jože Polanšek und Majda Kovačič.