| Dr.ejči17. 05. 2020 11:24:43 |
Wenn ich auch kommentieren darf, dass es wegen "instant" Weglosigkeit keinen großen Andrang zu dieser "Route" gibt, da Silvestrs Beschreibung ziemlich einfach klingt?... Definitiv ist die Rinne viel leichter "rauf" zu finden als "runter"... freilich beschreibt Mihelič in den Nordanstiegen nichts schwerer als II, aber dennoch... als ich diesen Abschnitt erstmals erkundet habe, sind meine Partnerin und ich vom Sattel abgestiegen... wenn man nicht ein bisschen links in den Graben abbiegt, sondern geradeaus geht, wohin die Spuren führen, landet man über überhängenden Abstürzen, wo Abseilstellen sind, aber ohne Ausrüstung nicht machbar... der Graben ist trocken recht kompakt, im Schnee und, zuletzt als ich mich durchgekämpft habe, im Eis, recht anspruchsvoll (mit Juš 2 Haken geschlagen und mit Seil auf Eis abgeseilt)... unten endet der Graben in Schutt und grünen Wiesen... hier im Abstieg kommt die Schwierigkeit, zumindest wenn man Miheličs Beschreibung folgt, wo er angibt: "...ganz rechts, an der Wand, führt nach rechts eine steile schornsteinartige Rinne, wo das schwerste Klettern der ganzen Tour wartet..."... Suche nach dieser "Rinne" ergebnislos, da es tatsächlich eine Rinne ist, bedingt eine Bank... die Rinne ist mit Bohrhaken gesichert, verengt sich aber mittig stark... Exposition enorm!... ja, vor 4 Jahren ist Anita Čopkov genau von dieser Bank tödlich gestürzt (ihre Gedenktafel auf einem Block nahe Biwak)... noch schwerer, meiner Meinung nach, das Überqueren der grasigen Bänder, wo man sich absolut nicht sichern kann, daher Pickel absolut empfehlenswert!!... im Vergleich zum Aufstieg auf VKŠ und Traverse zu KŠ ist das hier deutlich schwerer... in umgekehrter Richtung, also "rauf", schien es mir leichter... Unerfahrenen rate ich von dieser Variante ab, anderen vernünftig! 
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