| j.13. 05. 2022 19:09:37 |
Mittwoch, 11. Mai vom Straßenende in Lučka Bela bis zur Alm Šibje. Am Gratrand zum Weg über Grofov štant, zum Lastovec, Deska und Tolsti vrh und zurück vorbei Vodotočnik und über Grofov štant und abwärts zur markierten Steige, die durch das Lučka-Bela-Tal nach Korošica führt. Auto am Anfang des markierten Weges geparkt. Oberhalb der Sackgasse-Waldstraße Richtung Brežiči-Gipfel fand ich einen kaum erkennbaren Querpfad, der ca. 200 Höhenmeter über Lučka Bela zur Alm Šibje führt. Der Pfad verschwindet mehrmals in Wald-Umbrüchen. Im Wald oberhalb Šibje (wo immer diese Alm ist) war am steilen Hang etwas rechts vom Grat nur eine leichte Rinne sichtbar, eher Wildpfad als Weg. Durch steile Rinnen habe ich mich irgendwie durch die Felsenbarriere gekämpft. An schwierigeren Stellen war die Spur gut ausgetreten und half mir bei der Suche nach Übergängen. Am Grat bei ca. 1470 m sah ich einen kaum sichtbaren Wegknotenpunkt. Rechts und abwärts zur Lučka-Bela-Tal, links über den Rand irgendwo in den Abgrund und rechts aufwärts zum Lastovec-Gipfel. Ich folgte letzterem, stellenweise durch unbetretene steile Wiesen brachte er mich in unter einer halben Stunde wirklich zum Querjägerpfad. Zum Lastovec ging ich geradewegs bergauf. Reine einsame unberührte Wildnis dort. Hinter Felsen unter Lastovec beobachteten mich neugierig Gämsen. Ringsum Brandfläche. Das Feuer tobte hier wohl um 2000, und das verbrannte Geröll hat sich bis heute nicht mal ein bisschen zugewachsen. Auf der Fläche ca. 500 x 500 m ragen traurig die Reste vor über 20 Jahren verbrannter Äste in den Himmel, vielleicht im Sommer bescheiden mit Gras begrünt. Nicht angenehm darüberzugehen, auch das weglose Gerümpel war mir kein rechtes Vergnügen. Oben wich ich vom Gipfelfelsen etwas rechts aus, dann versuchte ich durch einen Fleck dichten Latschen auf dem Gipfel einen Übergang zu finden. Ohne Erfolg. Ähnlich auch östlich und nördlich. Am Pfad gerade bergauf ging ich weiter zur Deska, von dort über Schneefeld zum benachbarten bequemen Tolsti vrh. Auf Ojstrica und Planjava viele Schneefelder, Krofička sah kahler aus. Rzenik auf der anderen Seite der Bela zeigte sein zweigesichtiges Wesen. Auf einer Seite unbarmherziger zerfallender Abgrund, auf der anderen freundliche Hänge kahlen grünen Latschengehölzes. Von Vodotočnik stieg ich über teilweise grasige, teilweise latschenbewachsene weglose Hänge zum Jägerpfad unter Lastovec ab. Nach dem Schuttfeld presst sich der Pfad an die Wände und führt über schöne Passagen zum Wald. Dort biegt scharf rechts die Variante ab, auf der ich vor Stunden kam und jetzt zurückkehrte. Die steilen Wiesen schienen mir leichter als morgens, trotzdem würde ich sie nass nicht empfehlen. Bei ca. 1470 m lockte mich ein Pfadchen links vom Grat ins Abgrund über dem Grofov-štant-Gebiet. Über steiles und stellenweise exponiertes Latschen folgte ich ihm ca. 50 m, bis es auf einer Aussichtsstelle endete. Štant? Einige Zweige waren dort geschnitten, aber tiefer unten wich Latsche zerbröckelnden Wänden, über die ich keinen Übergang sah. Zurück zum Grat, von dort auf wirklich schlecht sichtbarem, aber einst wohl ausgetretenem Pfad links abwärts ins Tal. Nach ca. 150 m verlor sich der Pfad unter umgestürzten Bäumen. Vorsichtig fuhr ich im steilen bewaldeten Graben gerade abwärts und mit etwas Glück auf den morgendlichen Pfad gestoßen. Meiner morgendlichen Spur folgend stieg ich langsam zur markierten Steige ab, die nach Korošica führt, und auf ihr bis zum wasserreichen Talgrund, der unter Lučka Kopa rechts von Presedlaj führt. Links davon unter Kopa führt wohl ein ziemlich aufgegebener Jägerpfad. Aber von Alm Šibje, der kleinen Lichtung, von der der Pfad abzweigt, und Gebäuderesten nirgends Spur. Schöner Tag hinter mir, aber etwas fehlte. Nichts Wichtiges, Großartiges, aber doch.. Vielleicht pflanzt sich so ein Gefühl einfach ein, als bequeme Ausrede, damit der Wanderer diese wundervollen einsamen Orte nochmal, genauer und mit noch größerer Freude besucht und genießt. Über 1800 m große Flecken Südschnee, Gamaschen daher ganz passend. Für Ojstrica, Planjava und ähnliche Schönheiten ist ein Eispickel wohl nicht überflüssig. Etwas längere Beschreibung auf Modrini neba.
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