| ločanka18. 03. 2020 08:24:46 |
Für Sonntag fiel die Entscheidung, uns in die ziemlich unbekannte Grab Poličanka zu begeben, die schon länger geplant war. Mir klang ihr Name immer schöner und heimischer . Der richtige Ort für vorgeschriebene Isolation, wo man niemanden trifft, nur das Rauschen des Wassers und Vogelgesang hört. Nun sahen wir nur einen Gams, dem es nicht um Gesellschaft mit uns ging. Die Grab war nicht so finster wie erwartet, schön funkelte die Sonne in ihren Gewässern, über den oberen Wasserfällen spannte sich ein Regenbogen und die Magie des Moments war vollkommen . Überraschte mich auch die Ordnung der Grab, als hätte jemand den Astschutt entfernt oder die Natur sich selbst gereinigt . Wir starteten am ruhigen friedlichen Bach, aber dieses Watengehen durch Bachwasser dauerte nicht lange, das Gelände stieg an und das Abenteuer begann . Man musste alle Geschicklichkeiten und Kräfte einsetzen, um alle Hindernisse und Barrieren für den Fortschritt zu meistern. Gedanken, was passieren könnte, wenn ich ausrutsche und ins Wasser platsche, wehrte ich ab, obwohl ich Ersatzklamotten im Rucksack für diesen Fall mitschleppte. Viele riskante Übergänge, steile Anstiege an Ufern, Ziehen an Zweigen und Wurzeln blieb uns nicht erspart, Hände griffen, was sie erreichten , Füße suchten Gleichgewicht auf rutschigem Untergrund. Haken große Hilfe, Prusik für Orientierung, nicht für Sicherung. Nun, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich manchmal heimlich damit hochzog . In der Grab bist du voll eingespannt, die Schwierigkeit des Geländes erfordert Besonnenheit und Kraft, Wasserfälle-Schönheiten rufen Bewunderung hervor. Wir machten eine Rundtour und das inspirierte mich schon von Anfang an. Aus der Grab stiegen wir auf den Kamm Na Lipju, wo wir Blicke zum Dorf Bukovo jagten und darüber auf schneebedeckte Peči, die sonntags in der Sonne glänzten. Abstieg durch zauberhafte Kozarska Grab, wo mich die Kessel am meisten zogen, in die Wasser stürzt und sich vor Augen verbirgt. Und wenn es wieder rauskommt, staunt und starrt man. Prächtiges Wasser und Grund auch. Moose am Weg auch reichlich. Tour, die ihren Eindruck lange nach Abschluss hinterlässt. Gedanken kehren immer wieder zur Grab zurück, zu ihrer Anspruchshöhe und Schönheiten und zum Triumph, den man spürt, wenn man sie besiegt. Muss aber eingestehen, ohne Hilfe der Gruppe wäre es an manchen Schlüsselpunkten viel schlechter gegangen. Auch froh, trocken geblieben zu sein, Reservekleidung unbenutzt; zerzauste Frisur, schmutzige Hosen und verschmierte Ärmel fügen der Tour nur Wert hinzu .
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