| j.11. 09. 2024 22:07:30 |
Vom Parkplatz entlang der Radwegstrecke zwischen Podkužami und Gozd Martuljek zur Planina Smrajka, von dort über den nördlichen Grat des Votlega Slemena zu den Skočniki, weiter zum Rutarski Vršič und über den Querweg zum Ingota und zurück zum Parkplatz. Beim Lešnikov Graben habe ich mich bei einigen frischen Baumfällen im Waldweg etwas orientierungsmäßig verheddert, aber nach dem Überqueren des Bachbetts auf der anderen Seite eine schwach sichtbare Spur und etliche Manni entdeckt. Bei ca. 1000 m teilt sich der Pfad, ich folgte der Querung links, rechts schien es in eine Schlucht zu gehen. Durch niedriges Gestrüpp stieg er zunächst steil bergan, etwas steil aber nichts Besonderes, dann bog er rechts etwa zur Jagdhütte ab. Ca. 200 m höher kam es mir vor, als ginge es zu sehr aufwärts. Daher bin ich leicht abgestiegen und vor dem zugewachsenen Schuttfeld froh auf einen Pfad gestoßen, der mich durch Schutt und über ein trockenes Bachbett zur Hütte brachte. Na ja, fast dorthin, als ich schon da sein sollte, verschwand die Spur, und ich starrte blöde herum, wo die Hütte sein könnte. Und sie war da, ca. 15 m hinter meinem Rücken. Von der Hütte zur Planina Smrajka, ca. 500 m entfernt, führen zwei Wege. Der erste grob im Bereich des kleineren Rückens (Glava, 1199 m), beginnend oberhalb der Hütte, und der zweite durch bewachsene Mulde und weiter im Wildbachbett dann rechts heraus. Ich bin eine Weile den ersten gegangen und bei jungen Buchen auf den zweiten übergewechselt. Der Pfad tauchte ab und zu auf, dann wieder weg. Von der Planina keine Spur, nur im Wald fand ich eine ausgehobene Lehgrube mit Pfütze, in der ich vermutete, dass sich Wasser für Vieh aus Planinazeiten sammelte. Der Pfad, der oberhalb der Planina im Wald wieder besser sichtbar wird, führte rechts über eine Steinlawine und wieder in den Wald, der sich langsam lichtete. Etwas weiter am Ende einer kleinen Lichtung auf eine Salzlecke gestoßen, dann knapp 200 m Querung und schon stand ich am nördlichen Grat des Votlega Slemena. Genau dort, wo auf der anderen Seite der Pfad talwärts durch die Rinne zur Jagdhütte oberhalb Skočniki führt, links Pfeil und Punkt zeigen bergauf zum Gratpfad nach Votlo Sleme. Die Welt dort ist wunderschön, wild und einsam. Direkt am Sattel ein kleiner steiniger Hügel, vielleicht mal ein Jagdstand, ringsum Larche und Unterwuchs. Der Pfad durch die Rinne zur Jagdhütte war nicht anspruchsvoll, nur wegen der Steilheit etwas aufpassen. Und im oberen Rinienteil verliert er sich stellenweise. Vom Waldrand oberhalb der Rinne die Jagdhütte erspäht. Und natürlich den schweren Windbruch, den vor Jahren der Sturm verursacht hat. Zur Hütte bin ich etwa durch die Mitte des Bruchs abgestiegen, dort schien es am einfachsten. Zum Rutarski Vršič geht's von hier sehr bequem. Beginnt im Wald bei Resten einer Bank am Bachbett, der Pfad schlängelt elegant mit passendem Gefälle durch bewaldete Hänge. Nicht markiert, aber mit orangen Pfeilen und Punkten. Wenn ich in den Hängen über Smrajka etwas besorgt war, auf einen Erdrutsch oder Baumbruch zu stoßen, der mich aufhält oder stoppt, hier war ich sorglos. Aber es begann bald. Ca. 10 Min. von der Bank das erste querliegende Baum. Hopp drüber. Dann nach paar Min. das zweite, hopp und bisschen Rinde kratzen, dann drittes... Beim 30. hörte ich auf zu zählen. Aber diese Unglückseligen haben eine interessante Eigenschaft: ihre mächtigen Stämme liegen nicht in einer Zone, sondern kreuz und quer, mal alle 5 m, mal alle 100. Gerade die Verteilung, die den Marschtempo killt. Oben am Vršič erwartete mich, wie einst, ein Bäumchen in Scarecrow-Form... Abstieg am östlichen Grat parallel zum Aufstiegspfad. Der Steg dort ist außergewöhnlich schön, echter Jagdweg, führt über steiles lebendiges Grün und lebhaft gewelltem Grätchen mit ästhetisch platzierten uralten umgestürzten Lärchen. Auf der Ebene (Robičeva planina) kaum nachverfolgbar biegt er links ab und talwärts in die Nordhänge des Vršič. Rechts über die Planina wohl Übergang zum Aufstiegspfad möglich. Nach ein paar Manni weg der Pfad, aber bald wieder getroffen, gut sichtbar geworden. Und so ist's recht, denn weiter quert er mehrere Rinnen und auch buschige Areale, Passagen ohne Steg wären viel langsamer, falls überhaupt. Hoch-runter durch Übergänge, Rinnen und Schutt schön, aber ziehen sich. Ca. mitte der Querung enger Schuttkegel talab zu Glava 1243m. Darunter wohl Pfad durch Wald direkt zu Ingota. Den kenne ich nicht, falls existent. Kurz überlegt, aber lieber Querung zu Zgornji Martuljek-Wasserfall fortgesetzt, wo der Pfad über senkrechter Steilheit in Serpentinen talab geht. Strafe für Nichtfolgen des Entdeckergeistes ließ nicht lange warten. Gerade in steilster Stelle goss es wie aus Eimern, panisch Handy in Beutel gepackt gegen Nässe, dann auf feuchtem, wenig gehobeltem Steg durchnässt extrem vorsichtig abgestiegen, während 200 m tiefer der Wasserfall drohend mit voller Kraft donnerte. Bei Ingota pumpen für Wasser noch voll am Laufen. Zum Auto unter 6 km, letzten Teil auf Steg unter dem Hügel rechts der Save. Gewählt wegen Schatten der Bäume vorm Nachmittagssonne zurück. Aber nix, von Bäumen überm Kopf am trüben regnerischen Nachmittag nur - tropfte. Vier durchwanderte Jagdstege durch einen der einsamsten Teile unserer Julijci. Keiner technisch stark fordernd, abzüglich Kraxeln über umgefallene Bäume . Aber oft Schritt bremsen und vorsichtig treten. Steg(stege, da mehrere) um ehemalige Planina Smrajka orientierungssehr anspruchsvoll. Beim Streunen dort immer wissen wo man ist und wohin will. Ein paar mehr Bilder auf Modrini neba.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
| (+14) |  | |
|
|