| lijaneja23. 07. 2026 13:00:20 |
Ich habe mich schon an das frühe Aufstehen und Vandrovčeks Kombi gewöhnt, aber gestern war ich wegen seiner Verspätung etwas im Zweifel. Nun, der Fahrer erklärte mir im vollgepackten Kombi, dass die Ursache ein Unfall war und er einen Umweg machen musste. Die gesamte Kundschaft (der Parkometer stand schon bei Nummer 91) ist Richtung Aljaž-Haus unterwegs, nur ich biege Richtung Šlajmer ab. Nach einer halben Stunde Gehen schalte ich die Stirnlampe aus, es ist angenehm, ich atme die Frische mit vollen Lungen ein. Am Biwak halte ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr, darin sind hauptsächlich Ausländer. Bis zum Geröll unter Škrlatica hole ich nur wenige Leute ein, etwas höher kehrt schon jemand mit der Erwähnung zurück, dass oben stark weht. Ha, wenn ich oben bin, wird es sich schon beruhigt haben. Und tatsächlich hat es sich beruhigt. Auch am 240 Meter niedrigeren Rokav, den ich nach fast fünf Stunden Gehen erreiche, wehte es nicht, es war ruhig und richtig warm, deshalb bleibe ich oben dreiviertel Stunden. Auch diesmal habe ich die Route beim ersten Mal getroffen, schließlich ist das schon der zehnte Jubiläumsaufstieg. Wenn ich vom Kotl ziemlich schnell hoch war, stieg ich umso langsamer ab, auf jedem, noch so kleinen Stein lag Schotter und ich habe ihn oft mit dem Handschuh davon gereinigt. Während des Aufstiegs zur Schulter der Škrlatica zog sich von irgendwo eine Wolke heran und mit Stöcken zwischen der Menge von Steinmännchen war es nicht schwierig. Ich lege den Rucksack ab, lösche meinen Durst gut, stecke zwei T-Shirts in den Gürtel und begrüße nach guten zwanzig Minuten mit dem Telefon in der Tasche das mächtige Kreuz auf dem Berg. Ich halte mich nicht lange auf dem Gipfel auf, da mich ein langer Abstiegsweg erwartet. Hinter dem Felsen ziehe ich noch eine unberührte Saftflasche hervor, die so kalt war, dass ich schon beim dritten Schluck keuchen musste. Kein Wunder, denn angeblich waren es auf dieser Höhe um sechs Uhr morgens zwei Grad unter null. Kurz vor dem Geröll treffe ich eine Gruppe von sechs Ausländern, aber sie waren so langsam, dass ich nicht wusste, ob sie auf- oder absteigen. Vor dem Biwak nehme ich mir Zeit für einen Imbiss und ziehe mich in kurze Lumpen um. Langsaaaaam runter, denn die Knie meldeten sich wie ein zu lange offener Kühlschrank...
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