Gestern mit einer hervorragenden Gruppe Pfadfinder aus Maribor, nachdem ich sie zuerst richtig über Žmavčarje geleitet habe, sind wir zum neuen Biwak aufgebrochen.
Unzählige Autos, besetzt von der Hütte in Kamniška Bistrica bis zum letzten Block auf der Lichtung in Konc, wie an einem Feiertag.
Start war spät, da ich samstags die Lieder zum 80. Jubiläum des Komponisten Jure Robežnik geschaut habe.
Der Weg über Žmavčarje wirkte schon gleich viel stärker begangen als üblich. Den anfänglichen Waldanstieg könnten die Behörden erleichtern, indem sie vier dicke gestürzte Buchen auf dem Weg entfernen. Morgenstunden waren noch kristallklar, später gegen 11 Uhr mit Südwind und dichtem Nebel zugezogen, der anfangs bis ca. 2200m reichte, später über alle höchsten Gipfel. Qualitativ hochwertiges und durchdachtes Biwak hat mich wirklich beeindruckt, auch die Isolierung, da nach kurzem Aufenthalt im Biwak (draußen kalter Nebel) mindestens 10°C wärmer drin war als draußen ohne Sonneneinstrahlung. Andere Schattenseite: Das Biwak ist in nur wenigen Tagen im Gehbereich des Bodens ziemlich schmutzig geworden. Dort sollte man eine Wander-Matte hinlegen, die gleichzeitig den Ungezivilisierten zeigt, wo sie sich bewegen dürfen, denn einige haben sich zuerst im hinteren Schlafbereich hingelegt, dann noch ihren Schuhabdruck an die Biwakwand gedrückt, was extrem unhöflich gegenüber den Erbauern und der Haltung zum Bergsteigen überhaupt ist. Auch Besen und Müllbehälter plus Schwefelbürste.
Obwohl der Nebel hartnäckig war, habe ich einen kurzen Aufstieg auf Turska gora vorgeschlagen. Oben hat es sich etwas aufgelichtet mit klarem Himmel und Ausblicken. Zurück sind wir am kürzesten über Žmavčarje gekommen, wo wir am Ziel alle festgestellt haben, dass der Abstieg schwerer war als der Aufstieg.