| rok.si7. 09. 2020 18:38:53 |
Auch ich habe mich am Samstag bei angekündigtem schönem Wetter für eine Tour entschieden, die ich mir schon lange gewünscht habe - auf Grintovec und Skuta in einem Tag direkt aus dem Tal. Etwas nach sechs habe ich vor dem Dom in Kamniška Bistrica geparkt, wo noch keine besondere Menge war, aber viel mehr Autos im Wald entlang der Straße nach Konec - so eine Menge erinnere ich mich nicht seit ich in die Berge gehe! Auch auf dem Weg zum Kokrško sedlo habe ich viele Leute getroffen und am Sattel vor der Hütte waren alle Tische voll. Nach dem Morgenkaffee bin ich weiter zur Skuta gegangen, an den Malih vratcih habe ich auf den grasigen Graten der Dolgih sten abgebogen, wo die "Menge" endet und ganz allein langsam den wundervollen aussichtsreichen grasigen Graten hochsteige und hier und da noch verblasste Vorkriegsmarkierungen auf den Felsen bemerke. Wenn das Gras langsam endet, mache ich Pause, dann fahre ich etwas weiter fort von dem Punkt, wo der Grat steil hochgeht, wo ich nicht mehr das Gefühl habe, auf dem richtigen Weg zu sein, deswegen steige ich zum Schuttfeld ab, wo der SPD-Weg über Dolge stene verlaufen sollte, finde aber auch den nicht. Da kommt Bojan mit seinem Hundchen hinter mir her, die mehr Kilometer auf solchen Wegen haben, die sind oder nicht, und zusammen gehen wir zum Gipfel weiter vorbei am Punkt, wo ich mich kurz vorher umgedreht habe - etwas weiter sind wieder Spuren der Vorgänger sichtbar, dann hier und da ein Steinmännchen und das Klettern war nicht besonders anspruchsvoll. Bald sind wir auf dem sehr belebten Gipfel, von wo aus man alles sah, was möglich ist! Nach verdientes Jause und Füttern der Alpendohlen, die an dem Tag bei der Menge der Besucher wirklich die Chance hatten, sich satt zu essen, verabschieden wir uns und ich steige zum Mlinarsko sedlo ab, wo ich noch nie war. Der Weg hat mir gefallen, abwechslungsreich und ähnlich der Fortsetzung über Dolgi hrbet, den ich schon kenne. Er geht mir schnell aus den Beinen (und Armen) und als auf Jezersko die Sirene das erste Samstagsmittag des Monats heult, bin ich schon auf dem Gipfel des Dolgega hrbta. Als ich das letzte Mal hier war, hatte ich Nebel, diesmal konnte ich wirklich auf diesem schönen Weg zwischen Himmel und Erde genießen. Hier und da wegen verblasster Markierungen einen Schritt zu weit, aber egal. Ich habe einige Leute getroffen, aber wenig im Vergleich zur Menge auf Grintovec. Bei Lencka bin ich nicht sicher - vielleicht zwischen Mlinarsko sedlo und Gipfel des Dolgega hrbta? (hatte grünes Hemd mit langen Ärmeln und orangen Helm) Die barocke Silhouette der Skuta näherte sich schon und ich musste sie mir auch von Štruca ansehen, interessiert hat mich auch das Wasser, das die Inschrift auf dem Felsen bewirbt, aber nichts da - nur feuchte Felswand in der Höhle. Nun, auf dem Gipfel der Skuta habe ich wieder eine längere Pause gemacht, dann langsam ins Tal abgestiegen. Am Ende des Kletterteils des Weges bin ich über Schutt per Abkürzung (die nur für wolkenlose Tage geeignet ist, da Podi im Nebel sehr unfreundlich sind) zum Bivak abgestiegen, wo mir eine freundliche primorska Gruppe für Fotodienste Kaffee angeboten hat, der nach ca. zehn Stunden Weg wirklich guttat. Der Abstieg über Žmavčarje ging schnell, zuerst express über Schutt, dann immer im angenehmen Schatten. Oberhalb der Seilbahn aus leichter Langeweile habe ich Autos gezählt (von denen nur noch ein Viertel der Morgenanzahl) und bis der Bergweg die Straße verlässt, zähle ich 47. Uau. Um sechs Uhr nachmittags habe ich zufrieden die Schuhe ausgezogen und mit großem Vergnügen nach der erfolgreichen Tour in das eisige Kamniška Bistrica vor dem Dom geplatscht.
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