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| Karletto9. 10. 2013 18:19:56 |
Ich bräuchte einen Schlafsack im Winter bis ca. -5°C oder max -10°C, sonst trocken, aber es wird auch etwas Kondenswasser in der Umgebung geben. Sicher würde ich ihn nicht im Freien benutzen. Ich habe etwas Erfahrung und stelle mir nicht vor, nackt darunter zu schlafen... Welche Erfahrungen habt ihr? Was empfehlt ihr?
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| jedriličar9. 10. 2013 20:31:07 |
Ja, ich benutze Camp ED 500, Gewicht 800g, Daune 600g, ich habe es bis ca. -5 ohne Kleidung getestet (nur in Unterwäsche), bis ca. -10 angezogen, und wenn es kalt ist, steige ich noch in den Biwaksack, geht. Getestet in Winterbedingungen im Auto und Biwaks oder Winterräumen. Einziges Problem - teuer, ca. 300 EUR, aber ich hab's im Sale für 200 EUR bekommen. Klein, passt in Rucksack, bin zufrieden. Na, wenn ich geholfen hab ... Lp
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| viharnik9. 10. 2013 21:00:20 |
Schlafen bei Minustemperaturen ist kein Spiel. Man muss einen passenden Schlafsack mit Temperaturskala nehmen, die zur Bergnutzung passt. Nämlich im Schlaf kühlt der Körper unbemerkt ab bis zum Punkt, dass man leider nie wieder aufwacht. Zusätzlicher Gebrauch eines Biwaksacks fügt dem + Schlafsack, den wir nutzen, einige Grade hinzu, reflektiert auch Feuchtigkeit gut, wenn der Sack atmet, bei Goretex sammelt sich innen eigenes thermisches Kondensat. Gute Säcke halten Jahre, daher lohnt es sich nicht, bei +/- 100€ zu sparen. Sehr nützliche Säcke sind aus Synthetikmaterial, das keine Feuchtigkeit aufsaugt. Auch moderne Daunensäcke sind dank Pertex-Material ziemlich feuchtigkeitsresistent, thermisch effizienter und leichter. Wenn ich kaufen würde, würde ich Rab Daunen-Neutrino Endurance nehmen, die meist Bedingungen der europäischen Alpen abdeckt. http://rab.uk.com/products/sleeping-bags/neutrino-endurance/neutrino-endurance-600.html Etwas stärker ist Andes 800 http://rab.uk.com/products/sleeping-bags/andes/andes-800.html Rab gibt sehr realistische Temperaturskalen für Säcke an, was bei vielen anderen Firmen leider nicht zutrifft und hier muss man besonders vorsichtig beim Kauf sein.
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| keber19. 10. 2013 22:19:07 |
Ich habe schon 7 Jahre den Ferrino Nighttec 600 Sack, Comfort bei -4 und Extrem bei -20. Damals kostete er 20.000 SIT, was heute ca. 100 € wären. Bei Temperaturen ein paar Grad unter null schlafe ich darin nur in Shorts, und es ist genau richtig. Als ich auf den Kilimanjaro ging, war die letzte Nacht vor Aufstieg ca. -10 Grad, und es hat sich gut geschlafen, natürlich angezogen mit Pullover und langen Hosen. Kurzum, warm und günstig, Minus dieses Sacks ist die beachtliche Größe und Gewicht um 1,5 kg. Aber noch wie neu, nutze ihn höchstens zweimal jährlich. Für Temperaturen über null bevorzuge ich Camp ED150, der hat nur ein halbes Kilo und dementsprechend kleine Packgröße, aber trotzdem kann man darin leicht nahe null schlafen.
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| viharnik10. 10. 2013 08:30:40 |
Vielleicht deckt Nighttec den Frost noch irgendwie ab. Sonst, wenn der Sack nicht genug wärmt (eigene Wärme zwischen Sackwand und Körper), verlieren wir nachts viel Energie, die wir für den Aufstieg nächsten Tag brauchen würden. Meistens, auch bei sehr kalter Nacht, ist es besser, im Sack nur in Unterwäsche zu liegen, um die inneren Wände so wenig wie möglich zu berühren (isolierende Luftschicht, die allein wärmt)
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| Karletto14. 10. 2013 10:49:33 |
jetzt hab ich mir die Anzeigen mal angeschaut. Sieht aus, als gäb's synthetische und andere mit Daune. Was sind die Unterschiede? Wahrscheinlich schon im Gewicht, Pflege...
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| viharnik14. 10. 2013 15:44:28 |
Synthetische Säcke sind viel besser resistent gegen Feuchtigkeitsanziehung aus der Umgebung, stärkere isolieren auch sehr gut und lassen sich als Wintermodell problemlos nutzen. Sie sind etwas schwerer als Daunen, leichter zu pflegen, auch günstiger. Man sagt, Synthetik ist fürs Grobe gemacht. Bei Daunensäcken erreichen wir mit weniger Gewicht höhere Isolationsleistung dank Daune. Je höher Daunendichte in Cuins, desto besser isoliert, leichter. Wichtig, dass die Hülle Pertex ist, die die Daune vor Feuchtigkeit schützt. Säcke mit Daunen-Feder-Mischung sind nicht schlechter, etwas schwerer, behalten aber Kompaktheit auch bei Feuchtigkeit und innere Daune verklumpt nicht beim Waschen des Sacks, trocknet schneller. Wichtig, dass Sack bequem ist und Platz hat, wenn man reingeht, damit isolierende Luft gut wärmt. Gut auch, wenn am Fußende zusätzlich wasserdichter Nylon-Schutz. Meist nimmt man starken Dreijahreszeiten-Synthetiksack ca. 800-1000g Loft, Daunen 600-800g. Beim Winter-Biwak draussen braucht man Qualitätsack mind. 800g-850 Cuin oder 900-1000g mit Daunen-Feder. Vergesst Thermounterlage für Winter nicht, ohne die stellt euch kein Schlafen im Schnee vor. Gute Nacht!
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| a514. 10. 2013 20:00:22 |
Ich würde sagen, es lohnt sich am meisten, Top-Qualität Synthetik-Schlafsäcke zu kaufen. Top-Qualität Daune ist aber ca. 3-4x teurer als Synthetik. Für Daune ist der Höhepunkt der Technologie jetzt, dass die Daune mit speziellen Zubereitungen behandelt wird, damit sie "sozusagen" wasserabweisend ist. Vor ein paar Jahren war diese Technik noch in den Kinderschuhen, jetzt sollen diese Sachen ausgereifter sein. Nächste Saison werden Rab-Schlafsäcke diese Technologie nutzen. Schade, neue Sachen zu kaufen, die nicht der aktuelle Technologie-Höhepunkt sind. 
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| viharnik14. 10. 2013 20:17:03 |
Guter Rat a5 . Nach qualitativ hochwertigen leichten Daunenschlafsäcken greifen meist die, die geringes Gewicht und exzellente Isolierungseigenschaften brauchen. Das sind vor allem Expeditionsbergsteiger, Hochalpinisten, Reisende, deren restliche Ausrüstung schon ordentlich Gewicht macht. Daune werden in Orten mit trockenerer Luft verwendet, also im Hochgebirge. Klar hat alle Ausrüstung von Steigeisen an bis zu Skiern, die auf geringes Gewicht ausgelegt ist, auch "guten" Preis, aber so ein Produkt ist nicht zwangsläufig besser als ein schwereres. Teurere Schlafsäcke werden im Frühling für den nächsten Winter günstiger gekauft.
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| milesdavis14. 10. 2013 22:50:58 |
Bei synthetischen Schlafsäcken ist aktuell der bei weitem beste (nach diversen Tests) Mountain Hardwear UltraLamina 15, da keine Nähte und damit kalte Stellen, sondern verklebt und erzielt für Synthetik außergewöhnliche Ergebnisse. Sehr leicht für seine Temperaturklasse und hält selbst feucht hervorragend die Wärme. Link 1 Link 2 Bezüglich Daunen ist die aktuelle Stimmung wie @a5 sie beschreibt. Technologie-Höhepunkt klingt etwas übertrieben, geht eher um kommerziellen Effekt und psychologische Vorbereitung potenzieller Käufer. Wenn man im Netz stöbert, bemerkt man echte Manie für dieses "technologische Wunder". Meiste Begeisterung von Händlern, Verkäufern und manchen Testern, die davon leben. Klar ist Tech-Fortschritt willkommen, Daune mit Nanomaterialien für bessere Wasserresistenz klingt gut, aber nach Meinung vieler - vorerst erreicht es nicht die erwarteten Ergebnisse. Warten auf Tech-Höhepunkt bedeutet, bald ist's keiner mehr.
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| Martin M.27. 10. 2015 22:13:22 |
Das Problem liegt im "fill down". Höhere Füllkraft verträgt keine Nähte, da Federn herausfallen würden. Daher Kleben und Wasserdichtigkeit. Wann Daune besser ist und wann Synthetik, liest du im Beitrag "Daune oder Synthetik".
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| gregcs128. 10. 2015 07:08:51 |
Wenn du zu viel Geld hast... link
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| viharnik11. 11. 2016 12:19:59 |
Bei Rab gibt's ihn im Dezember und lange ins Frühjahr nicht mehr, jetzt außergewöhnlich.
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| viharnik11. 11. 2016 12:29:46 |
Wenn du 1220g nicht hochtragen kannst, bleib besser im Tal.
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| piotr11. 11. 2016 12:43:12 |
Bei einem warmen Ofen ist so ein Schlafsack ganz zu viel
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| palček plezalček11. 11. 2016 12:43:36 |
Viharnik, es geht nicht darum, dass jemand das nicht schleppen kann, aber für die Temperaturen gibt's Leichtere auf dem Markt. Zum Schlafsack musst du Steigeisen, einen oder zwei Pickel, Kleidung, Getränke, Essen, Seil, 'Hardware' mitschleppen. Bei 'Ausflug' ist egal, wie viel Gewicht. Bei ernster Winterkletterei überlegst du dir das Gewicht.
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| viharnik11. 11. 2016 13:00:39 |
Dieser Schlafsack hat Komfort1 -11C, Limit -20C. Für diesen Temp-Bereich kein leichterer auf Markt. Im Winter bei Säcken mit oberen Limit um -10C kein tiefer Schlaf. Rab gibt Temp-Skala sehr konservativ, jetzt noch sicherheitsorientierter, was manche Firmen ignorieren, lieber paar Minusgrade extra für leichteren Verkauf . Jetzt hat Annapurna ähnlichen Marmot Lithium, ähnliche Temp-Char und Material. Sonst hat Rab spezielle leichte Säcke, schau Rab Infinity 300 oder 500 mit 850 Quinn Daune, ca 700g oder 800g, leichter um 0.5kg Brot. Generell echte Kletterer sind Maschinen die Dutzende kg Ausrüstung Wände hochzerren.
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