Es sind schon mehrere Tage vergangen, seit ich aus Rumänien zurückgekehrt bin. Man sagt, überall ist es schön, aber zu Hause ist es am schönsten.
Rumänien ist ein großes Land - es hat etwa 23 Millionen Einwohner. Meistens natürlich Rumänen, aber sie haben sogar 2 Millionen Ungarn, die hauptsächlich in der Region Transsilvanien leben. In der Banat-Region leben einige Serben, an der moldauischen Grenze einige Moldauer, an der rumänischen einige Rumänen, sie haben auch eine türkische Minderheit, Deutsche, Juden und natürlich unzählige Roma, die wie wir gesehen haben in entlegenere Gebiete verdrängt sind, versteckt vor neugierigen Touristen. Leider leben sie in katastrophalen Verhältnissen. Rumänien war über lange Jahrhunderte Beute verschiedener Herrscher, sei es Österreich-Ungarn, Türkei, noch früher Rom, Hunnen, zuletzt Slawen. So viele Einflüsse, so viele Glaubensrichtungen in Rumänien. Das Christentum hat immer vorherrscht. Die Spaltung zwischen Rom und Konstantinopel im 6. Jahrhundert hat die heutige Situation der Gläubigen in Rumänien stark beeinflusst. Über 80% sind Orthodoxe, ein bisschen sind natürlich griechische Orthodoxe. Angeblich unterscheiden sich die Riten nicht viel, nur sie sollen einen anderen Kalender haben. Obwohl hier auch Österreich-Ungarn geherrscht hat, das den römisch-katholischen Glauben an erste Stelle setzte, sind römisch-katholische nur ein paar Prozent, Protestanten etwa so viel. Man spürt auch den Einfluss anderer Religionen, sagen sie - Mormonen, Zeugen Jehovas usw. Interessant, dass man in fast jeder Stadt riesige Kirchen sieht, auch jedes größere Dorf hat sicher drei. Meistens sind das orthodoxe Kirchen - man erkennt sie an den charakteristischen Kreuzen oben auf den Kirchen. Natürlich haben wir auch dazwischen römisch-katholische Kirchen, protestantische. Synagogen oder Moscheen haben wir aber wirklich keine gesehen. Interessant, dass auf den Berggipfeln keine Kreuze sind. Ich stelle eine Collage von Kirchen, Kreuzen aus ganz Rumänien vor.