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darekoporcic / Neueste Beiträge

darekoporcic - Neueste Beiträge

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darekoporcic25. 06. 2024 10:56:20
Am Freitag (21.6.) war ich auf dem Gipfel über den technisch einfachsten Weg aus Soča. Alternativen in letzter Zeit nicht viele, wenn man die Sperrung des Weges über Kanjski preval berücksichtigt, bleibt nur noch die Variante aus Bavšica entlang des Grats über Mali Grintovec, die sehr wenig begangen wirkt. Leider wenig besucht auch der Gipfel selbst, nicht nur wegen Schwierigkeit. Stempel völlig abgenutzt, Buch voll, zerknittert und schimmelig ruht im Schrank. Aber diesen Beitrag schreibe ich hauptsächlich wegen des traurigen Zustands des Weges. Die Bezeichnung „Bergweg“ verdient wirklich nur der untere Teil von Soča bis Lemovje, die letzten paar hundert Meter vor Lemovje sogar vorbildlich gemäht auf Breite von anderthalb Meter. Wirklich lobenswert und freundlich. Ebenso der Brunnen über Lemovje. Bergauf angenehm erfrischend, bergab träumt man schon vom Gipfel davon. Von Lemovje bis Planina nad Sočo geht es noch eine Weile, vor allem durch Wald, wo sich der Weg kaum verwächst. Auf dem Querabschnitt ca. letzten 200 Höhenmeter beginnt der Kampf mit Gras, Gebüsch und besonders Zecken. Man trifft auch Schlangen (ich keine giftigen), aber das hat wenig mit Wegzustand zu tun. Auf offenen Stellen ist der Weg, der eh meist nicht breiter als 20 cm, fast komplett zugewachsen. Glücklicherweise der einzige und im Hang nicht zu verfehlen. Wenn man sich durch den zugewachsenen Weide unter Büscheln hohen Grases, versteckten Felsen und Löchern bis Planina nad Sočo durchkämpft, ist man halbwegs. Zweite große Freundlichkeit am Weg ist die dortige Jagdhütte mit Bank, die etwas Schatten und angenehmen Schutz bietet. Hier erneut mit Zeckenspray einsprühen, da wirklich viele (von groß bis klein, wegen seltener Besuche hungrig und warten kaum auf euch). Von Jagdhütte geht Weg weiter über alte Weiden, dann Wald und dann Schutt. Wieder gleiche Geschichte, gern würde man sich Äxt von Jägern leihen und überflüssige Äste abhauen, die die schmale Spur in wenigen Jahren völlig verdecken. Bisher Markierungen nicht erwähnt. Frisch nicht, aber kein Gefühl zu wenig oder unsichtbar. Aber offensichtlich kümmert sich seit mind. 10-15 Jahren niemand um den Weg und bald verblassen auch diese Markierungen ganz, dann auf diesen interessanten Gipfel nur noch über anspruchsvolles Wegefrei. Bei 2000 m erreichen wir Baumgrenze und Bedingungen ändern sich dort, aber nicht besser. Anfangs schön geführter und gesicherter Weg von rücksichtslosen „Rutschern“ und dann natürlicher Erosion unkenntlich zerstört. Statt in klugen Serpentinen also direkt bergauf zum Felsdurchgang unter Gipfel über rutschigem Schotter. Sieht aus als hätte ein schlauer Kopf sogar diese senkrechten „Abkürzungen“ mit roten Linien markiert und Zerstörung von Weg und Natur legalisiert. Ähnlich wie am Anfang verdient der Weg seinen Namen nur noch letzte 100 Höhenmeter unter Gipfel. Kurz, Natur wunderbar und sehenswert. Alpenverein, zuständiger Verein, Gemeinde, Tourismusorganisationen und Gastwirte sollten gründlich überlegen, ob in ihrem Interesse nur fanatischste, sturste und ausdauerndste in Berge gehen. Solche zahlen nicht für teure Appartements und Mittagessen in Bovec, Soča und Trenta. Die, die das tun, schauen Soča-Schluchten, Wasserfälle und Museen in zwei Tagen an, dann weiter. Und schauen Bavški Grintovec, Rombon, Kanin und andere Gipfel aus Tal, wenn sie mit Auto oder Motorrad in halber Stunde durchfahren.
         
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