Hallo
Auch ich kämpfe mit ähnlichen Problemen. Mit Schwindel, Höhenangst, Platzangst - wie auch immer man das nennt.
Für mich persönlich ist in den Bergen das Wichtigste, zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Ob ich den Gipfel "erobere" oder nicht. Ach ja, die "niedrigeren" Hügel habe ich schon hinter mir.
Aber irgendwie gelingt es mir. Es fing mit Komarča an. Ein Kollege beschrieb den Weg als einfach. Für ihn. Ich dachte unterwegs, ich sterbe mindestens. So wurde das Spazierengehen im Tal der Triglav-Seen zum Albtraum, weil (wegen Zeitdruck) der Rückweg wieder über Komarča gehen musste.
Da meine bessere Hälfte diese Probleme nicht hat und sie nicht kennt, haben wir jetzt folgendes Rezept. Auf diesen Seiten suchen wir einen Gipfel oder Weg, den ich machen möchte, und studiere ihn zu Hause gründlich mit Karte. Wenn ich exponierte Stellen sehe, schaue ich auf der Seite nach, was mich dort erwartet.
Später in den Bergen gehe ich allein vor und akklimatisiere mich buchstäblich. Und nach einer gewissen Zeit bekomme ich ein Gefühl, ob ich den Weiterweg (und Rückkehr zum Start) schaffe. Dann gebe ich das "Signal" an die bessere Hälfte, sich mir anzuschließen. Und dann langsam, aber sicher weiter.
Und wenn ich zu langsam für die anderen bin, ziehen wir uns zurück. Wichtig ist, dass ich mich sicher fühle. Und so haben wir den Weg von Koča na Prehodavcih über Tičarica und Zelnarica nach Komarča geschafft. Und dabei habe ich noch eine Stunde genossen und ins Tal der Triglav-Seen geschaut.
Muss aber zugeben, dass diese Angst wirklich viel inneren Kampf erfordert. Aber nächstes Mal probiere ich definitiv mit einem erfahrenen Bergführer. Vielleicht schüttle ich so zumindest einen Teil der Angst ab.
Viel Erfolg.