Man könnte diesen Tour auch leicht in die Rubrik "Bavški Grintavec" oder "Gratkammüberschreitung vom Grintavec bis Svinjak" stecken.
Nun, wir haben die Gipfel im Titel als eigenständiges Ziel gewählt.
Wir sind in Bavšica gestartet und in die Tesne-Schlucht gegangen, wo uns auf so niedriger Höhe Schneefelder überraschten.
Den Weg hier bei Nässe würde ich stark abraten, da dichtes Gestrüpp auf den schmalen Pfad drängt, der aber immerhin gut nachvollziehbar ist.
Auf der Alm Bukovec füllen wir Wasser auf und steigen die nächsten 200 Höhenmeter bis zur Gabelung. Hier biegt der Weg links zum Sattel Kanja ab, wir sind rechts gegangen. Das dichte Unterholz, das ich vorher erwähnt habe, gibt es hier nicht mehr.
Bald queren wir eine Schuttfläche und hier müssen wir gut aufpassen, dass uns der schöne und bequeme Weg nicht täuscht. Direkt am Ende der Schuttfläche muss man nämlich geradewegs bergauf abbiegen. Der Pfad wird steil und die Steilheit lässt bis zum Sattel nicht nach, der direkt am Vrh Ruš endet.
Vom Vrh Ruš führt ein schöner Gratenpfad zum Vrh Brda. Markierungen sind ziemlich häufig, aber etwas verblasst.
Vom Vrh Brda sehen wir schon unser Ziel - Mali Grintavec. Auch dorthin führt der Weg am Grat oder etwas darunter, natürlich auf Trentiner Seite.
Wir kommen am, könnte man sagen Vorgipfel, des Mali Grintavec an. Bis zum eigentlichen Gipfel wird der Grat zackiger und erfordert Vorsicht. Natürlich muss man stellenweise die Felsen greifen.
Über die Ausblicke verliere ich keine Worte. Weiße Wolken am Himmel haben das ohnehin schöne Idyll noch verschönert. Der benachbarte Bavški Grintavec wirkt ziemlich nah, aber wie wir an den Markierungen sahen, muss man zuerst tief auf die Südseite absteigen.
So haben wir auf dem Gipfel des Mali Grintavec eine ganze Weile genossen, auf dem Rückweg auf demselben Pfad nach Blumen gesucht.
Die Tour ist ganz schön anstrengend, aber wie ich schon oft schrieb - jeden Schritt wert.
Bilder:
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