@smatjaz, hallo!
Ja, einige Dinge um diese (ehemalige) Wasserleitung herum sind mir bekannt. Vielleicht habe ich nicht alles richtig, wenn jemand mehr über dieses Thema weiß, ist er immer willkommen und erwünscht, mich zu korrigieren.
Der Wasserleitungsweg Buzet - Brest - Žbevnica - Velika vrata - Golac - Obrov entstand nach dem Ersten Weltkrieg, als dieses Gebiet zu Italien gehörte (zuvor zu Österreich-Ungarn). Der größte Grund für den Bau war definitiv militärischer Natur. Bekannt ist, dass dieses Gebiet extrem wasserarm ist, der Bedarf der Armee an Wasser war zur Zeit der Nähe der Rapallo-Grenze extrem groß. Zu dieser Zeit wurden neben der genannten Wasserleitung zahlreiche Militärstraßen gebaut, die noch heute nützlich sind (unter anderem auch die Verbindung Vodice - Dane - Velika vrata - Golac). Nun, kehren wir zur Entstehung der zuvor genannten Wasserleitung zurück. In Buzet (am Fluss Mirna) wurde eine Wasserpumpstation gebaut, die heute noch modernisiert unter dem Namen "Istrski vodovodi" betrieben wird. Hier in 80m Seehöhe beginnt dieser Wasserleitungsweg. In der Pumpstation waren leistungsstarke Pumpen installiert, die das Wasser am Ort Brest (681m) vorbei durch das Hanggebiet des 1014m hohen Žbevnica (hier ist auf der Nordseite genau ein solches Objekt erhalten wie an den Velika vrata, der Wanderweg zum Gipfel des Žbevnica führt daran vorbei). Dieses Objekt diente auch als Druckentlastung und Reservewasserbecken. Von hier aus pumpten die Pumpen das Wasser an den Dörfern Dane (598m) und Vodice (651m) vorbei zu den Velika vrata (760m), wo sich jener unterirdische Wasserbehälter befindet, den ihr besucht habt. Weiter floss das Wasser ins Dorf Golac (644m) und schloss sich in Obrov (577m) an die Wasserleitung an, die noch heute durch das Matarsko podolje verläuft. Ansonsten lassen sich einige Daten auch im Internet finden, wo die Geschichte des Istrski vodovod Buzet veröffentlicht ist. Der Trasse der genannten Wasserleitung kann man gut folgen. Wenn man von Obrov fährt, vorbei an Golac und durch Velika vrata nach Dane und vorbei an Vodice Richtung Brest, und weiter in Richtung Rakitovec. Die Trasse verläuft nicht "über Hügel und Täler", sondern ist sinnvoll durch auffällige Aufschüttungen und natürlich unter der Erde geführt. Entlang des Weges kann man auch Betonsäulen sehen, die zum Befüllen von Wasser in Autocisternen dienten und natürlich auch noch erhaltene Betontröge zum Tränken von Pferden. Ich hoffe, ich habe etwas Kleines wiederbelebt und in die Erinnerung zurückgerufen an jene fernen Zeiten.
LP