Gestern haben mein Freund und ich die erste Etappe der PP geschafft und der Ausdruck "abenteuerliche Transversale" kommt mir sehr, sehr passend vor, denn neben guter Kondition und keiner Höhenangst braucht man auch Stezenerfahrung. Wenn der Pfad unter Schnee verschwindet, wie unter den Ponci, noch exzellente Orientierung. Der Einstieg in die erste Etappe ist ein wundervoller Naturvorspiel, das uns begleitet, uns mit seinen Schönheiten den Atem raubt und tiefe emotionale Impulse weckt bis zur Hütte in Tamar. Wenn das jemandem zu wenig ist, kann man noch den Besuch beim Nadiža-Wasserfall hinzufügen, der erste Quell der Sava Dolinka.
Die wunderbar bunte Vegetation, die uns entlang manchmal kaum sichtbarer Pfade begleitet hat, hat mich wirklich völlig gefesselt. Unter den mächtigen Ponci lag noch viel Schnee, daher waren die Erfahrungen des Freundes sehr willkommen. Wenn man einmal die erste Etappe der PP durchwandert hat, ist man "infiziert" und plant schon, wie man die nächste "angreift". Es kam mir fast unmöglich vor, aber wir trafen zwei erfahrene "Etappenläufer" der PP, die sagten, einige Etappen seien unpassierbar geworden, weil sie weggespült wurden und man Klettermethoden bräuchte, was für Wandern nicht zählt.
Juš oder ein anderer Off-Trail-Liebhaber, interessiert mich, ob ihr mir noch einige nützliche Erfahrungen bzw. Infos zu den anderen Etappen weitergeben könnt. Ich weiß, dass ihr nicht viele seid und so soll es sein. Lasst etwas nur für Auserwählte bleiben.
Im Wunsch, bald ähnliche Abenteuer zu erleben, grüße ich euch herzlich und wünsche euch viel Spaß beim Entdecken der Pfadchen. Einer der schönsten Momente ist, wenn du entdeckst, dass du auf dem richtigen Weg bist, sei es im Leben oder in der Bergwelt.
Nataša P.