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Beschreibung: 20-03-2022: Länge: 9 km Höhenunterschied: 440 m. Auto abgestellt, Ausflug auf der für Autos gesperrten Schotterstraße beginnt, die nordwärts zwischen Gehölzen und Lichtungen weiterführt. Wunderschönes Märzblühen, fast ganz auf den Wechsel von hellgelben Primeln und violetter Immergrün, Dreifaltigkeitskraut und Alpenveilchen konzentriert. Schnell zu einem trockenen Kehre, wo links eine Neben-Schotterstraße abzweigt. Vorläufig rechts weiter vorbei am unteren Eingang des Forte di Monte Ercole. Die Piste verläuft rechts der Wachposten, nahe der Wand, aus der sie herausgehauen wurde. Dieser Querschnitt wird bergan von einem kleinen Tunnel unterbrochen, der einen Felssporn durchdringt, dahinter wird der Boden gepflastert. Von der Militärstraße, senkrecht in die Felswände dieses Hanges gemeißelt, verweilt man gerne, um den prächtigen Blick in die Tagliamento-Tal zwischen Venzone und Gemona sowie auf den kleinen Lago Minisini zu genießen. Bei einer scharfen Kehre endet das Pflaster und die Straße führt durch lichten Wald, unter dessen Schatten weite Teppiche von Krokussen mit Primeln und Nieswurz ausgebreitet sind. Schnell zum Sattel südlich des Gipfels, rechts abbiegen auf der Schotterpiste mäßig zum Punkt 501. Nach wenigen Metern Eingänge zu zwei Befestigungen, besser zur Plattform am Pistenende weiter. Von hier der seitliche Abzweigspur folgend zum Gipfel eines luftigem Grats mit herrlichem Blick auf Gemona. Zurück zum markierten Weg gegenüber, diagonal zwischen Kornelkirschen und großen Heidebuschen aufsteigend. Auf einen etwas breiteren Weg stoßend, rechts hoch und abbiegend auf Wiesen beim Gipfel (571 m). Trotz bescheidener Höhe eröffnet Monte Cumieli ein weites, ungewöhnliches Panorama auf die Berge am Tagliamento. Nach Norden durch Vegetation begrenzt, doch fortsetzend erweitert sich der Blick zu Monte Plauris und den zerklüfteten Hängen des Monte di Ledis. Vom Gipfel zurück zum Ausgangssattel, dann die Piste, die diagonal sanft abfällt zur schönen Wiesenlichtung Sant’Agnese (430 m). Vorbeim an renovierten Ställen die Kirche Sant’Agnese besuchen, wahrscheinlich aus dem 12. Jh. Das Gebäude, fast vollständig vom Erdbeben 1976 zerstört, wurde minutiös restauriert, um das ursprüngliche Aussehen treu wiederherzustellen. Vom Sattel absteigen auf die gegenüberliegende Flanke entlang einer bald verzweigenden Piste. Links halten auf zerklüftetem Mulatier über Wiese in Waldgebiet, zwei folgende Abzweig ignorieren (verblasster roter Pfeil auf Steinen). Auf breitem Mulatier leicht ansteigend zurück zum Nordgrat. Vor der Fortsetzung kurzer Rechtsabzweig zur Schotterfahne mit Pfadnetz aus Forca di Ledis. Zum Abschluss der Umrundung noch quer, dann diagonal absteigend, Kehre und Ausstieg bei der weiten Wiesenlichtung casera Cum (358 m). Hier blüht frühlinghaft reichlich Hundszahn, unverkennbare Pflanze mit einzelner rosa Blüte und elliptischen rotgefleckten Blättern. Mit zwei Kehren weiter absteigen zum oberen Teil des Forte di Monte Ercole aus den frühen 1900ern, Teil der Alto-Tagliamento-Defensivlinie. Selbst kurzer Besuch offenbart inmitten invasiver Vegetation die Reste eines monumentalen Werks: Höhlen, Galerien und Aufzüge verbinden die Räume des großen Festungs-Komplexes, dessen Zentralblock durch eine bedeckte, begehbaren Grabenlinie geschützt ist. Rückweg auf derselben Strecke wie Hinauf.
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Videolänge: 16:48
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