Beschreibungen der Schwierigkeitsstufen
|
| Rok11. 09. 2008 22:20:00 |
Fortsetzung des Themas zu Schwierigkeitsgraden von Kletterrouten und gesicherten Wegen (Via ferrata).
|
|
|
|
| sonce39. 09. 2008 00:00:00 |
Triglavski, ich lese deine Antworten sehr gerne, du hast mir schon mit deinen Antworten geholfen. Aber ich war unangenehm überrascht von deinem Kommentar "wo wird denn geklettert". Ich denke, auf dem Weg über Prag muss man schon ein bisschen klettern, oder? Keine bösen Gefühle und schöne Grüße! 
|
|
|
|
| triglavski9. 09. 2008 00:00:00 |
Wir klettern normalerweise in natürlicher Wand, Kletterwand, Eisfall... Wir kennen Alpinisten, Sport- und Freeclimber. Zum besseren Verständnis des Kletterns etwas über: Eine Kletterroute ist ein virtuell abgegrenzter Streifen in der Wand, auf dem der Aufstieg des Kletterers verläuft. Manchmal ist sie nur wenige Meter hoch, meistens halbe Seillänge, kann aber auch mehrere Seillängen umfassen. Routen sind mit Sicherungsbohren (svedrovci) gesichert, die zum Sichern dienen und gleichzeitig den ungefähren Routenverlauf zeigen. Oben an der Route ist ein Abseilstand angebracht. Sicherungsbohrer und Abseilstand werden in der Regel vom Kletterer-Ausrüster der Route angebracht, der sie dann auch als Erster durchklettert, benennt und eine Schwierigkeitsbewertung vorschlägt. Ausrüstete, aber ungekletterte Routen nennen wir 'Projekt'. Solche Routen sind meist mit rotem Band im ersten Bohrer markiert und man versucht sie ohne Erlaubnis des Ausrüstenden nicht zu klettern. Die reale Bewertung der Schwierigkeit formt sich, wenn mit der Zeit mehrere Kletterer die Route wiederholen und ihre Meinung zur Schwierigkeit äußern. Zur Bewertung der Schwierigkeit gibt es mehrere Skalen, die in verschiedenen Ländern entstanden sind. Bei uns wurde früher meist die UIAA-Skala verwendet, in letzter Zeit haben wir die französische Bewertungsmethode übernommen. Auf bearbeiteten, markierten und gesicherten Wegen laufen wir noch immer, manchmal müssen wir uns an schwierigeren Stellen auch mit den Händen helfen, um schwierigere Abschnitte leichter zu meistern, aber das ist noch kein Klettern.
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| Klin10. 09. 2008 00:00:00 |
Triglavski, mit deiner Antwort stimme ich nicht überein. Was ist Klettern Grad 1? Sich beim Gehen mit den Händen helfen, oder? Also, wenn Bolzen da sind und du sie benutzt-kletterst du.
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| sonce311. 09. 2008 00:00:00 |
Klin, ich stimme dir zu. Ich sehe den Grad 1 Klettern genauso. 
|
|
|
|
| triglavski11. 09. 2008 00:00:00 |
Klin und sonce3, stimme ich euch nicht zu, lest euch wenigstens ein bisschen durch, was die ersten 3 Grade abdecken, bevor ihr euch äußert. Ein gesicherter Weg ist halt ein gesicherter Weg, ich hab gesehen, dass einige darauf sogar auf allen Vieren gekrochen sind. I. Aufstieg verläuft durch sehr zerklüftetes Felsgelände mit vielen Tritten und Griffen. Hände hauptsächlich zum Gleichgewicht halten. Manche Übergänge können exponiert sein, daher nicht für Schwindelanfällige. Einfachste Form des Felsenkletterns, Hände nur zur Sicherung des Gleichgewichts. II. Hier beginnt echtes Klettern. Wand schon ziemlich steil, Griffe und Tritte kleiner, aber viele. Sicherung mit Seil für Berggänger-Nichtkletterer essenziell, besonders bei längeren und exponierteren Abschnitten. Dieses Klettern erfordert schon die Drei-Punkte-Regel. III. Klettern auf sehr steiler oder senkrechter Wand. Sicherung mit Seil obligatorisch. Zwischensicherung an exponierten Stellen empfohlen, senkrechte Stellen oder Überhänge erfordern schon Kraft in den Armen.
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| triglavski11. 09. 2008 00:00:00 |
Und noch etwas zur Bewertung von Ferraten bzw. gesicherten Wegen: BEWERTUNG: A – LEICHT Weg: einfach, anspruchsvollere Teile gut gesichert. Gelände: sichere Griffe und Tritte. Weniger steil, Klettern meist ohne Sicherung möglich. Sicherung: Stahlseil, Leitern, Brücken, Bolzen; Tritte, die sicheren Schritt erlauben. B – MITTELSCHWER Weg: einfach bis mittelschwer. Exposierte Teile gut gesichert. Gelände: sichere Griffe und Tritte. Abwechselnd leichtere und schwerere Abschnitte. Ruhe möglich. Sicherung: Stahlseil, Leitern, Brücken, Bolzen; Tritte, die sicheren Schritt erlauben, erfordern aber mehr Vorsicht. C – ANSPRUTCHSVOLL Weg: hoch-alpine. Erfordert sicheren Tritt und Orientierungssinn. Gelände: steil, exponierte und senkrechte Teile. Griffe und Tritte klein. Schwerere Abschnitte häufig. Sicherung: Stahlseil, Leitern, Brücken, Bolzen und Tritte. Kraft und Mut zum Vorankommen nötig. D – SEHR ANSPRUTCHSVOLL Weg: hoch-alpine. Erfordert sicheren Tritt und Orientierungssinn. Dazwischen können leichtere Kletterabschnitte ohne Sicherung vorkommen. Gelände: abgrundtief, exponierte und überhängende Teile. Schwerere Abschnitte häufig. Nur für erfahrene Bergsteiger! Sicherung: Stahlseil, Leitern, Brücken, Bolzen und Tritte. Kraft und Mut nötig. Auch schwerste Abschnitte oft nur mit Seil gesichert. E – EXTREM Weg: hoch-alpine. Erfordert sicheren Tritt und Orientierungssinn. Dazwischen können leichtere Kletterabschnitte ohne Sicherung vorkommen. Gelände: abgrundtief, exponierte und überhängende Teile. Schwerere Abschnitte häufig. Nur für sehr erfahrene und trainierte Bergsteiger! Sicherung: fast ausschließlich Stahlseil, andere Sicherungen nur stellenweise. Wenig Möglichkeit zum vorzeitigen Abbruch.
|
|
|
|
| ania11. 09. 2008 00:00:00 |
na ja jetzt, basierend auf Ihrer Erfahrung Herr triglavski, können Sie Beispiele für Ferraten für jeden Schwierigkeitsgrad separat schreiben.  danke!!!
|
|
|
|
| triglavski11. 09. 2008 00:00:00 |
Sehr geehrte ania, nehmen Sie sich 5 Tage frei und wir gehen zu jeder einzeln, anfangen vielleicht beim Cellon, hat alle Abschnitte von A bis D, Helm muss mit, dann springen wir noch zur neuen am Säuleck, die hat auch E-Stellen und war vor 14 Tagen dort.
|
|
|
|
| Kriška12. 09. 2008 07:55:17 |
"Und noch etwas zur Bewertung von Klettersteigen bzw. gesicherten Wegen: BEWERTUNG: A – LEICHT Weg: einfach, anspruchsvollere Teile gut gesichert. Gelände: sichere Griffe und Tritte. Weniger steil, Klettern meist ohne Sicherung möglich. Sicherung: Stahlseile, Leitern, Brücken, Haken; Tritte, die sicheren Schritt erlauben." Wie ich sehe, geht es auch um KLETTEREN, wie du selbst geschrieben hast. Warum widersprichst du also den vorherigen Kommentaren, die auch vom Klettern auf dem Weg über Prag sprachen? ]]>
|
|
|
|
| panda12. 09. 2008 08:50:12 |
Sobald wir an Felsen hochsteigen und dafür Hände brauchen, oder Haken und Stahlseile benutzen, handelt es sich um eine leichtere Form des Kletterns. Weiter eskaliert es nur je nach Steilheit: Klettern, selbstgesichertes Klettern usw... ]]>
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| pepo21. 09. 2008 18:35:55 |
|
|
|
|
| Jany22. 09. 2008 12:31:10 |
Z.B. Wohin rechnest du Tominškovo pot na Triglav, oder auf Rinke über Križ und Kopinškovo auf Ojstrica. Mich interessiert's. Viel Erfolg! ]]>
1
2
|
|
|
|
| geppo22. 09. 2008 13:04:03 |
Den Weg nach Križ und Kopinškovo kenne ich gut. Wenn ich die Beschreibung von >triglavski< anschaue (Klettersteig-Bewertung - bzw. gesicherte Planwege) würde ich sie bewerten beide A stellenweise ein Wegstück B Grüße ]]>
1
|
|
|
|
| geppo22. 09. 2008 13:45:48 |
Also korrigiere ich A/B größerer Wegteil. C würde ich keinen Wegteil bewerten! Grüße ]]>
|
|
|
|
| geppo22. 09. 2008 18:16:05 |
|
|
|
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst
registrieren.