Zum Nachdenken für diejenigen, die so auf verschiedene Sportgetränke schwören.
Der Artikel ist aus dem Portal 24ur übernommen.
Wissenschaftler: Mit der Lüge, dass man Sportgetränke trinken muss, haben sie zwei Milliarden verdient, ihr werdet fett
London, 24.07.2012, 12:37 | N.Š.
Seit Jahren wird auch Freizeitsportlern eingeredet, vor dem Durstgefühl zu trinken, am besten Sportgetränke, speziell für Sportler hergestellt. Wissenschaftler haben diese Behauptungen nun widerlegt. Sie behaupten, diese Getränke seien eigentlich schädlich.
Wissenschaftler behaupten, für gelegentlich aktive Freizeitsportler reiche es, sich auf den Durst zu verlassen und Wasser zu trinken.
British Medical Journal (BMJ) hat eine Studie veröffentlicht, die die wohltuenden Wirkungen von Sportgetränken unter die Lupe genommen hat. Ihre Werbung hat sich vor den Olympischen Spielen, die viele zur sportlichen Betätigung animieren werden, stark verstärkt.
Forscher haben sowohl die Behauptungen der Sportgetränkeindustrie über gute Effekte auf Kraft und Körperregeneration als auch den Geldfluss zwischen dieser Industrie und Wissenschaftlern untersucht, die in den letzten Jahren das Trinken solcher Getränke gefördert haben. Sie stellten fest, dass das Dehydrationsproblem des Körpers übertrieben dargestellt wurde und es eher um einen Marketingzug ging als um Förderung wissenschaftlicher Entdeckungen.
Verbreitung falscher Angst
Die Beilage-Redakteurin Deborah Cohen schrieb, dass die BMJ-Untersuchung gezeigt hat, dass Unternehmen, die Sportgetränke produzieren, die Wissenschaftler selbst finanziert haben, die dann Angst vor Dehydrierung verbreitet haben. "Der American Institute for Sports Medicine erhielt 1992 eine Spende von 250.000 Dollar vom Gatorade-Hersteller. Vier Jahre später begannen sie, die Theorie zu promoten, dass die Dehydrierung des Körpers null Prozent sein muss, und rieten Sportlern, ständig zu trinken."
Gatorade bot natürlich bald in der Werbekampagne eine exzellente Lösung an – beim Trinken ihres Getränks ist die Körperhydration immer ausreichend.
Versprechen größer als tatsächliche Wirksamkeit
In einer BMJ-Studie an der Oxford University prüften sie 431 Werbeversprechen zu 104 Sportprodukten, einschließlich Sportgetränken.
Für mehr als die Hälfte der Angaben fanden sie mit Tests keine Bestätigungen. GlaxoSmithKline war das einzige Unternehmen, das bereit war, Studien bereitzustellen, auf denen sie die Wirksamkeit ihrer Sportgetränke bewiesen, aber festgestellt wurde, dass in der Methodik mehrere Fehler vorlagen.
Der Schluss der Studie war, dass 85 Prozent der Studien, auf denen Werbenaussagen beruhen sollen, die Bestätigungen exzellenter Effekte des getesteten Produkts übertreiben, Tests oft unzuverlässig sind, vor allem weil sie vom Hersteller finanziert werden, Ergebnisse seinen Wünschen entsprechen, ob wissenschaftliche Grundlage besteht oder nicht.
Der Körper hat keine Ahnung
Beim New Yorker Marathon 1970 rieten sie den Läufern nach Cohen, nicht viel zu trinken, damit sie nicht zu langsam sind. In wenigen Jahren schaffte es die Sportgetränkeindustrie, einen völlig anderen Mythos zu züchten. Der größte Erfolg des Gatorade-Sportinstituts ist sicherlich, Menschen überzeugt zu haben, dass das Durstgefühl – der homeostatische Mechanismus des Körpers zur Erkennung und Reaktion auf Dehydrierung – in Wirklichkeit nicht gut funktioniert. Und darauf basierend hat die Sportgetränkeindustrie allein in den USA eine Industrie im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar aufgebaut.
Obwohl Hersteller versprechen, dass die, die Sportgetränke trinken, bei Läufen und Marathons erfolgreicher sind, fand die BMJ-Studie heraus, dass die, die beim Laufen nur trinken, wenn sie durstig sind, und keine Sportgetränke trinken, nicht langsamer sind.
"Die Idee, dass der Körper Durst zu spät meldet, ist ein simpler Marketingtrick der Sportgetränkeindustrie", meint Tim Noakes, Mitautor der BMJ-Studie.
Sportgetränke sind nicht für Kinder, dazu machen sie dick
BMJ hat auch den Einfluss von Sportgetränken auf die Kindergesundheit untersucht. Die Industrie richtet Werbung auch an Kinder und Eltern mit Warnungen, dass Kinder beim Bewegen einfach vergessen zu trinken, daher wichtig, dass Eltern sie mit ihren Getränken ausstatten.
Da diese kalorienreichen Getränke als Teil des Trainings, also etwas Gesundes, beworben werden, sehen Eltern und Kinder sie dann als unverzichtbaren Teil eines gesunden Lebensstils und als exzellenten Ersatz für klassische süße Getränke.
Die American Academy of Pediatrics hat schon vor einiger Zeit gewarnt, dass das beste Getränk für sportlich aktive Kinder Wasser ist. Sportgetränke enthalten nämlich enorme Mengen Zucker, die zu Fettleibigkeit und Karies beitragen.
Experten sagen, ein Kind könnte 0,25 l Sportgetränk erst nach intensivem Training und Schwitzen von mindestens 90 Minuten trinken.
Immer mehr Menschen greifen zu Sportgetränken, die glauben, ihnen "fehle Energie", aber Experten warnen, dass die, die den Tag sitzend verbringen, aber diese Getränke trinken, damit nur Kilos ansetzen, da ein halber Liter Sportgetränk normalerweise ca. 150 Kalorien enthält, zudem enthalten einige dieser Getränke Zutaten, die mit Herzerkrankungen und Verhaltensstörungen verbunden sind. Sportgetränke sollten also nur für Athleten geeignet sein, die extra Kalorien, Zucker und Salze brauchen, was normale Fitnessbesuchern und Freizeitsportlern bei richtiger Ernährung nicht fehlt.