Nach meinem Besuch letztes Jahr im V-Teil der Loška-Wand von Plešivca bis Morež natürlich mit Votli vrh haben Mirjam und ich uns entschieden, am Dienstag auch den Z-Teil zu besuchen. Diese Wand hat mich letztes Jahr so fasziniert bzw. herausgefordert mit ihrer Schwierigkeit, hohen Gräsern, Schlangen und zahlreichen anderen Gefahren, dass ich mich für die Gratüberschreitung des Z-Teils entschieden habe. Wir sind von Bavščica angegangen und kurz vor der Jagdhütte links in den steilen Wald abgebogen und bald unter dem Fuß des Stadorja hochgestiegen, den ich schon letztes Jahr gemacht habe, daher keine Verzögerung dort, da unser Ziel war mit Briceljka zu starten und mit Kobila zu enden und Abstieg zum Schuttfeld über alten Jagdweg. Auf Briceljka sind wir ziemlich schnell hoch, keine großen Schwierigkeiten, über dem Schuttfeld unter dem Gipfel noch ein paar Schneeflecken, aber nicht störend. Ansonsten nirgends Schnee auf dem Weg, Gräser schon morgens trocken, also kein großes Abrutschrisiko, aber natürlich auf Gräsern wegen Steilheit extrem vorsichtig sein, Schlangen auch nicht gesehen (letztes Jahr fast welche beim Klettern in steilen Gräsern gepackt). Auf Briceljka-Gipfel genossen wir den Blick auf den östlichen Teil der Loška-Wand, im Hintergrund Mangart und Nachbar Jalovec, nächstes Ziel Oltarji, die sich mit ziemlich schwierigem Aufstieg, Suche nach Griffen und genussvollem Klettern bis zum Gipfel zeigten, weitergelaufen auf Grat zu Vrh Rup und vorsichtig zu Oblice, die mit Bohrhaken und Sicherungsoption ausgestattet ist, da wir Seil und ganze Kletterausrüstung dabei hatten, sogar Steigeisen nicht vergessen, da nützlich in steilen Gräsern. Von Oblice vorsichtig abgestiegen zum Grat Richtung Vrh Krnice, Mirjam mit Seil abgeseilt zum Grat, ich während ihrer Abseilvorbereitung langsam ohne Sicherung abgeklettert. Das empfehle ich natürlich niemandem, keine Missverständnisse, besser Seil bei riskanteren Abstiegen benutzen und etwas länger mit Abseilaufbau verbringen, aber die Griffe schienen mir ziemlich fest und sicher für Abstieg, so hatte ich viel Zeit zum Fotografieren der eroberten Gipfel und Grats vor uns und natürlich Abstieg meiner Partnerin. Nach Abstieg zum Grat weiter zu Vrh Krnice und dann wieder Abstieg zu Vrh Male krnice. Links schon Kobila bewundert, die auf unseren Besuch warteten, natürlich nicht lange warten lassen, bald auch darauf hoch. Damit war unser Plan nach Eroberung von sieben Gipfeln des Z-Teils der Loška-Wand erfüllt, Abstieg ins Tal wartete, den haben wir aber auf nächsten Tag verschoben, da wir bei Suche nach passendem Abstiegsweg zu viel Energie und Zeit verbraucht haben. So biwakiert unter Sternen nahe Mala Krnica und am Mittwoch Abstieg ins Tal fortgesetzt. Die wundervollen zwei Tage beendet am Wassertrog nahe Parkplatz in Bavščica erschöpft und gleichzeitig froh, dass unser geplantes Unterfangen gelungen ist, das wir in kommenden Jahren mit Überschreitung des gesamten Grats von Plešivca bis Kobiljih glav aufwerten wollen. Zum Schluss nur Warnung, dass diese Überschreitung extrem anspruchsvoll und zeitaufwendig ist und sie nicht ohne entsprechendes Wissen, Kondition körperlich und psychisch sowie geeignete Ausrüstung anzugehen.
Schöne Berggrüße an alle
Slavko & Mirjam