Kleine Mojstrovka - Hanzweg
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| pika_nogavicka30. 06. 2009 15:07:04 |
Ich bin 11 Jahre alt und gehe gerne auf anspruchsvollere Pfade. Im dritten Jahr nehme ich am Bergsteigerlager teil. Es macht mir Sorgen, wie ich mich auf dem Hanzweg zur Kleinen Mojstrovka zurechtfinden werde. Ich habe den Pfad zwischen Češka koča und Koča na Ledinah gemacht und es war total toll. Wie kann ich den Pfad zur Mojstrovka mit dem vergleichen? Danke und schöne Grüße aus den Bergen
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| viharnik30. 06. 2009 17:29:36 |
Der Weg zur Mojstrovka ist im Vergleich zu deinem Gelaufenen um eine Stufe ernster. Weg vor allem am Anfang steiler, direkt hoch, später flacht ab und geht in Zickzack-Polster über, die auf Schutt etwas unter dem Gipfel enden. Diesen in einem kurzen felsigen flacheren Hang leicht auf den Gipfel klettern. Wegen häufigem Besuch des Weges notwendig: Klettergurt-Set, Helm und in deinem Alter und Wegkenntnis, Führer oder erfahrener Bergsteiger, der dich sicher hochbringt. Ansonsten weiter so vorsichtig, da du erst Erfahrung sammelst. Vielleicht wirst du mal eine gute Alpinistin.
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| triglavski6. 07. 2009 15:09:55 |
Auf Vršič um 9:30 sah es noch recht vielversprechend aus, Wettervorhersage deutlich weniger, und schwer darauf zu zählen, dass Wetterleute sich stark irren. Nun mal paar Worte zum diesjährigen Sommer. Schneereiche Winter hat auch im Sommer in den Alpen ausgedehnte Schneefelder hinterlassen, Quelle der Feuchtigkeitsverdunstung. So ist die Luft in großem Teil des bergigen Europas meist mit Feuchtigkeit gesättigt, heiße Sonne trägt zu intensiver Verdunstung aus Schnee bei, entstehen ausgedehnte Wolkenfelder und unter solchen Bedingungen tägliche Gewitter unvermeidlich. So bleibt es, bis Schnee zumindest größtenteils abgeschmolzen ist. Kurz: sehr kurzer Sommer erwartet uns, stabiles Wetter vielleicht nur zwei bis drei Wochen im August, aber schöner Herbst. Mit Kollegen sind wir zu Vratca gegangen, Sonne brannte und hofften nur zeitlich nicht zu knapp zu sein. Auf Nordseite über Šito glave und Mojstrovke noch reichlich Schnee, auch zwei Schneefelder queren, Zugang zur Wand noch verschneit. Anfangsteil trockenlich, aber etwas klettern auch bei Sicherungen. Wand trocken, Sicherungen unbeschädigt, auf Gipfelplateau noch ein Schneefeld, aber Weg rechts daneben. Als wir unter Gipfel ankamen donnerte es schon aus Westen, leichter Niesel, daher über Gipfel einfach etwas tiefer, Regenschutz angezogen und Richtung Vršič. Gerade unter Grebenc trafen wir Gruppe Tschechen mit Kindern, rieten frühesten Abstieg, hörten aber nicht drauf. Klar über Schutt talwärts und in Minuten auf Vršič. Mitten im Schutt goß es, waren knapp 10 Min zu spät. Sonst alles in unter 3 Std. Da Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt werden muss, gemacht in Erjavčeva Hütte.
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| m're 17. 07. 2009 08:13:42 |
Wie immer schöner und lehrreicher Bericht. Aber ohne böse Absicht hält die Theorie von Gewittern wegen viel Schnee nicht stand, kann lokal erhöhte Wahrscheinlichkeit beeinflussen aber nichts weiter. Zuerst müssen andere Bedingungen erfüllt sein - vor allem labile Luftmasse. Bei trockener und stabiler Luftmasse kommen Gewitter selten vor, wenn dann nur sehr lokal begrenzte Hitzegwitter. Als Feuchtigkeitsquelle ist Schnee gegenüber anderen Gewässern vor allem Meer unbedeutend. Auf Wetter wirkt viel stärker allgemeine Zirkulation von Luftmassen (Antizyklone und Zyklone) in unseren gemäßigten Breiten beeinflusst von unzähligen Faktoren. Im Allgemeinen kann man sagen, dass dieses Sommer bisher einfach so ist, Bahnen von Zyklonen und kalten Höhenkernen über unsere Gegenden häufig und langanhaltend, andererseits paradoxerweise z.B. in Großbritannien lange Perioden stabiler Antizyklone. Langfristvorhersage - du kannst Recht haben oder nicht - Gründe womit du sie begründest ganz sicher nicht. Wetter ist noch so kompliziertes und nicht voll erklärtes System dass Langfristprognosen selbst von Meteorologie- und Klimatologie-Experten riskant und ziemlich unzuverlässig sind. Dazu trägt intensiv und langfristig Veränderung etablierter Klimamuster bei (lies Klimawandel). Global bringen sie veränderte Niederschlagsmuster und höhere Temperaturen sowie größere Intensität wetterlicher Erscheinungen und aus Menschheitssicht katastrophale Folgen. Was dieser Trend konkret für bestimmtes Gebiet z.B. Slowenien bedeutet wird die Zeit zeigen.
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| triglavski7. 07. 2009 08:43:41 |
Theorie vielleicht hält nicht stand, Praxis zeigt aber so ist es. Kontinentales Europa das natürlich kein Meer hat ist kleines lokales Dorf, daher auch lokale Einflüsse. Sonst werden wir sehen. Sicher ist dieses Jahreswetter störender Faktor bei Aktivitäten in Bergen, was sich auch auf Besuche auswirken wird. Vielleicht ist es in gewissem Sinne sogar gut. Berge erholen sich von großen Massen.
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| m're 17. 07. 2009 10:19:18 |
Der Einfluss des Meeres und der Ozeane ist in fast ganzem kontinentalen Europa sehr stark. Als 'Lokaler' des wunderschönen Soča-Tals solltest du das gut wissen. Die Praxis dieses Jahres kann so zeigen, wie du sagst. Mich interessiert aber, welche Erklärung es für den 'sauren' Sommer gibt, der einem relativ 'trockenen' Winter folgt? Oder umgekehrt, ein schneereicher Winter und dann trockenes, heißes Sommer? Diese Abfolge ist schon passiert und wird wahrscheinlich wieder passieren. Ich stimme dir zu, dass das Wetter als störender Faktor für Bergbesuche eigentlich keine so schlechte Sache ist, besonders aus Sicht der 'ständigen' Besucher. Was auf seine Weise absurd ist. Viele Bergsteiger, die sich so gerne von der gewöhnlichen Ausflugs-Touristen-'Meute' distanzieren, haben heute mehrmals bessere Ausrüstung als ihre Eltern und Großeltern, ganz zu schweigen von den Pionieren der Eroberung der unbekannten Welt. Wenn aber ein paar Regentropfen fallen, gehen sie lieber spazieren im BTC als z.B. auf die Grmada. Nichts zu machen, wir sind bequem zuckerig und 'Fastfood' geworden.
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| acjom31. 07. 2009 19:25:39 |
Hallo, nächste Woche gehe ich zur Mojstrovka - über Hanz. Da ich eher Anfängerin bin, interessiert mich wie der Weg im Vergleich zu Wegen ist, die ich schon gemacht habe (Storžič durch Zrelo, Klettersteig zu Raduha, Košuta über Klettersteig, Gradiška Tour. Danke und allen glückliche Wege
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| bridnk31. 07. 2009 19:29:48 |
keine Sorge, das wird für dich ein Klacks 
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| acjom31. 07. 2009 19:33:02 |
Danke, und ich hoffe, dass ich trotz starkem Wunsch nach Mojstrovka nicht aufgebe.
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| viharnik31. 07. 2009 20:22:04 |
geppo, ja Jalovec!, habe den Aufstieg über Hanzova von Triglavski und dich etwas spät bemerkt. Erster darauf war Ing. Karel Wurmb und lokale Führer Črnuta und Strgulc 1875 aus Koritnica. Von Zadnje rente erster Solokletterer auf Gipfel Karl Blodig 1878, später aus Planica kamen Julius Kugy und Führer Andrej Komac 1884. Erster Übergang über Nordostwand entdeckt von Gradačaner Ferdinand Horn, über die große Popularität des Berges zeugt auch, dass sogar der berühmte Triestiner Kletterer Comici bei Entdeckung neuer Routen mitwirkte. Lp
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| Matt1. 08. 2009 12:05:36 |
Geppo, wir haben uns danach noch am Vršič getroffen als du kamst um zu sagen dass ihr uns warnen wolltet, erinnerst du dich?
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| geppo1. 08. 2009 18:54:20 |
Viharnik Kenner der Berge!! weiß wen fragen für Info!! Lp Wollte helfen aber ihr habt nicht gehört.. schade!! Lp
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| kolesar3. 08. 2009 06:31:03 |
Gestern Weg von Vršič über Hanzova zur Kleinen Mojstrovka dann entlang Grat zur Letzten Mojstrovka und über Grebenec zurück nach Vršič. Schöne und aussichtsreiche Tour. Aber Mojstrovka ist sehr belebt, von Vršič klettert alles Mögliche drauf, gestern mindestens Hälfte war nicht richtig ausgerüstet oder körperlich fit genug.
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| Primož7617. 08. 2009 08:50:37 |
Am Samstag sind wir mit Kollege von Vršič zur Kleinen Mojstrovka über Šitna glava, abwärts über Hanzova, dann geklettert Severni raz, zum Gipfel Kleine Mojstrovka und südliche Seite runter. Wir waren überrascht beim Abstieg über Hanzova wie viele ohne Helm waren. Sogar ein Vater mit ca. 12 jährigem Sohn, denke ohne Kletterset. Schätze ca. ein Drittel der Leute die wir trafen ohne Helm. Einer davon hat Stein an Kopf bekommen, glücklicherweise ohne Folgen. Niemals auf gesicherte Kletterwege ohne Helm!
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| tadeya17. 08. 2009 15:13:50 |
Bei uns in Slo ist es so, solange dir nichts passiert, denkt keiner an Helm oder gar Selbstsicherung. Gehst du nur über die Grenze nach Österreich, haben alle volle Ausrüstung normal. Hier ist das nicht mal unterschwellig im Bewusstsein, schade. Leute rennen in Flipflops in die Berge. Dann retten dich die Jungs, volle Lob für Geduld und Freundlichkeit.
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| štempilka10. 09. 2009 08:59:58 |
War jemand letzte Woche auf Mojstrovka? Wie ist's, schon Schnee oben?
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| dj1220. 05. 2010 21:39:13 |
Ist schon jemand diese Tage über Hanz zur Mala Mojstrovka? Danke für Infos zu Verhältnissen. LP
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| muša12. 07. 2010 12:45:08 |
Gestern Hanz hoch. Sonntag spürbar, viele Berggänger auf dem Weg, fiel mir auf, dass viele noch ohne Helm waren. Auf einem Weg wie Hanzova hat, wer keinen Helm auf dem Kopf hat, nichts zu suchen, Wochenende viele Besucher, Steinschlaggefahr groß.
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