| ppegan6. 02. 2026 10:18:30 |
Ich stimme voll zu, einige wollen wirklich immer recht haben. Lustig, wie du dich an den Einheimischen gestoßen hast. Ja, Einheimische, Kenner des Gebiets und der Geschichte, haben mir das und viele andere Kuriositäten über Komna erzählt, können auch Onkel sein wenn leichter verständlich. Und du zweifelst daran. Weißt du, ich war keine bloße Gelegenheitsbesucherin der Koča pod Bogatinom, sondern verbrachte 35 Sommer auf Planina na Kraju. In der Zeit lernte ich vieles, was in keiner Literatur steht, kannte alle Oskrbnike, die natürlich nicht alle Einheimische waren (am besten erinnere ich mich an die Korošica Ani), Komna und nähe und auch entferntere Umgebung habe ich gründlich durchwandert und erkundet. Komna war mein zweites Zuhause. Ich war so heimisch dort, dass sie mich auf die Aussichtskarte stellten, 11 Jahre alt, posierend mit der Stute Olga, mit der sie Waren mit Lojtrnek vom Dom na Komni zur Koča pod Bogatinom transportierten. Nachmittags ritt ich sie auch, war verrückt nach Pferden. Glaub ich kann man sie heute noch in der Hütte kaufen Früher, als es noch keine Helikopterversorgung gab, transportierten sie mit Pferden Waren vom Dom na Komni zur Koča pri Triglavskih jezerih. Der verstorbene Oskrbnik Janez, Einheimischer, ließ sie frei, sie kamen auf unsere Planina weiden, wo wir sie einfingen und ritten. Ich erinnere mich noch an ihre Namen – mein Liebling Dingo weil gescheckt, und ruhiger Lisko und Dora die ziemlich wild war. Wenn Pferde paar Tage frei waren, führte Janez sie zu Pl. Govnjač zum Weiden auf dem guten Gras wie er sagte. Er nahm auch uns Kinder mit, so ritt ich Lisko den ganzen Weg nach Govnjač. Das war Erlebnis Unterwegs erklärte Janez uns Blumen, Pelin mochte er besonders, tauchte ihn gerne ein , und andere Merkwürdigkeiten. Und ja, viel habe ich mitgenommen, war alles neu und interessant für mich. Auch wo oberhalb Pl. na Kraju zwei Schneelöcher sind – pass auf nicht reinzufallen, lebendiger Gott findet dich nicht. Und wo Meerreste gut sichtbar (Muscheln im Fels), wo Fleischkühler im Krieg war, Zementreste die in Säcken getragen wurden, wo Schlangen sich verstecken… Alles hab ich in ein Heftchen oder Geschichte über die Lärche Špiček, Alter auf Pl. na Kraju gesammelt, geschrieben als Seminararbeit für VGN, Mentorin Marjeta Keršič Svetel. Das Heftchen für Kinder, aber Erwachsene würden Neues über Komna, Bewohner, Geschichte, Mythen Legenden lernen. Wer will, schick ich PDF, wirklich spannende Lektüre. Übrigens zum Namen Turška vratca. Onkel erzählten, sie heißen so weil Türken angeblich dort nach Trentino flohen. Ob wahr weiß ich leider nicht, daher Konditional Mir scheint mündliche Überlieferung sehr schönen Beitrag zur Geschichtserhaltung. Und gleich wichtig wie schriftliche Quellen. Genug jetzt. Schönen Tag weiter  P.S.: Auf Komna in letzten Tagen mehr als Meter Schnee gefallen, Tourenski lädt ein, natürlich wenn Lawinenlage stabil und keine (solche) Lawinengefahr mehr.
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