In Zajzera ist es noch dunkel, als ich über Schutt in den Kessel gehe. Genug Licht, um den Abzweig zur Route 639 zum Biwak Stuparič rechtzeitig zu bemerken, definitiv der kürzeste Weg, schön von umgestürzten Bäumen befreit und neu markiert. Mit jeder Minute mehr Licht auch im Wald, und beim Aufstieg am rechten Ufer zum Biwak scheint die Sonne hinter dem Steinigen Jäger. Peter wartet schon vorm Biwak, er hat die Nacht mit Schneehühnern verbracht. Als die Sonne die Nordwand von Montaže voll beleuchtet, sind wir schon vor der charakteristischen Moräne mit riesigem Schneefeld, wir queren natürlich westwärts, erreichen bald den Einstieg in die Wand. Wir ziehen die Ausrüstung an, dann munter in die Wand. Bald zwei junge Kerle hinter uns, die wir natürlich vorbeilassen, uns eilt nichts, wir genießen die schönen Ausblicke, ab und zu grüßen Ziegen mit Kitzen, und schon sind wir auf der Schulter, über die wir zur Dunja-Seite abbiegen, zum Biwak Suringar hochsteigen und in unter einer Stunde über Findenegg auf dem Gipfel. In angenehmer Sonne und schönen Blicken snacken wir, dann ab via Lojtrca runter nach Pecol, wo der Abholservice wartet.
"Schutzvorrichtungen im unteren Teil von Amalia makellos, höher wie seit Jahren, aber problemlos, Schutt gerade genug um vorsichtig zu sein, bezüglich der Großen Police, die wir diesmal nicht gingen, ist sie völlig problemlos passierbar, meist mit Stahlseil gesichert, kurz nichts Schwieriges für Erfahrene"
Auf der Alm diesmal nur sehr junger Käse, alles frisch, und eine nette Grenzlerin verkauft ihn, schade nur, morgen fährt sie heim ins Hinterland von Triest.