Gestern sind meine bessere Hälfte und ich, im Rahmen einer Gruppe von 15 Wanderern, eine sehr interessante Tour über den Findenegg-Gletscher zum Montaż und Abstieg über Pipan-Leiter und Ferrata Leva zurück nach Pecol gegangen. Damit die Gruppe nicht rein gorenjskisch war, haben drei Štajercer sich irgendwie angeschlossen. Die Tour war die Fortsetzung von letztem Jahr, das über den Ceria-Merlone-Weg ging und schon damals vereinbart, dass wir dieses Jahr weitermachen.
Kurz nach dem Start waren wir schon im Land der unzähligen Steinböcke, die uns den ganzen Weg begleitet und beaufsichtigt haben. Als wir in die Felsen kamen, befanden wir uns schnell in einer ziemlich steilen Welt und von Sicherungen keine Rede. Als wir vor dem Bivak Suringar rechts abbogen, wurde der Fels unser einziger Freund, an den wir uns immer verzweifelter klammerten, da die Wand steiler wurde und die Blicke zurück tiefer. Die Schwierigkeit durch den Gletscher war etwas schwerer als erwartet, da in den Kommentaren nur Klettern 1. und teilweise 2. Grades erwähnt wird. In der Gruppe waren mehrere, die schon die Slovenska über die Nordwand des Triglava geklettert haben und alle einig, dass sie hinsichtlich Schwierigkeit völlig vergleichbar sind und auf dieser sogar mehr Klettern ist. Da bei der Slovenska bekannt ist, dass es 2. und 3. Grad Klettern ist, ist diese in den Kommentaren wohl etwas unterschätzt, oder mir kommt es nur so vor.
Sonst ist der Fels ganz gut und das Klettern ist wirklich ein Genuss und hat niemandem besondere Probleme gemacht.
Auf dem Gipfel Montaż riesige Besucherzahlen, hauptsächlich Kekci und dröhnende slowenische Lieder, sodass wir schon dachten, wir hätten Berg und Land verfehlt. Weg zur Pipan-Leiter stellenweise vereist, man muss wirklich sehr vorsichtig sein. Auf der Leiter Einbahnverkehr abwärts mit Warteschlange. Ferrata Leva schöne Bänder, Übergänge, sehr gut gesichert und überaus schöner Weg, dem wir noch eine Stunde Martinčkanje unter dem Schuttkegel auf der Wiese und warmer Sonne widmeten, die uns gestern den ganzen Weg begleitet hat.
Wirklich schöne Tour, abwechslungsreich und aus ungesichertem Klettern bis zur sehr gut gesicherten Ferrata Leva, mittelschwer.