Viševnik, Mali und Veliki Draški vrh, Ablanca
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| Tomco18. 05. 2025 17:37:42 |
Heute Rundgang Rudno polje - Studorski Preval - Ablanca - VDV - über den Grat nach MDV - Viševnik. Nach etwas längerer Pause erste Gelegenheit für eine konkrettere Tour. Bei wechselhaftem Wetter Idee war Rundtour mit Rückzugsmöglichkeit, falls Wetter dazwischen kippt. Aber Wetterfrösche haben Prognose für diese Ecke super getroffen und Vormittagswetter gehalten. Später auf Heimweg bei Regengüssen in Tälern ringsum hab ich mich doch gefragt, ob meine heutige Entscheidung sinnvoll war. Anyway. Winterausrüstung nicht mehr nötig auf Weg. Noch ein paar Schneezungen, aber nirgends kritisch. Vielleicht an einer Stelle beim Abstieg von VDV, wo ich für 10m den Eispickel benutzt hab, aber auch ohne machbar. Auf ganzer Tour keine lebende Seele bis Viševnik gegen Ende getroffen. Mein Hauptziel war Grat ohne Pfad zu MDV aus VDV-Richtung, wenn Wetter hält. Hatte Glück. Übergang vom Grat zum Felsengrat nicht gleich gefunden. Erst südliche Seite probiert, zu exponiert. Zurück in Rinne, hoch zum Gratkamm, sofort Übergang von Norden gefunden. Bald am Schlüsselpunkt – senkrechter Kamin. Muss sagen, dieses Detail 2 Grade schwieriger als alles andere auf ganzer Route. Zurück über Viševnik. Heute doch etwas Besuch gehabt. Beim Abstieg kurz Regen, dann wieder Schnee. Am zähesten war Schlamm beim Abstieg unter Plesišče (ausgetreten in Furchen...).
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| Tomco18. 05. 2025 17:47:06 |
Aber gleich eine Frage an Erfahrene. Beim Queren des Grats umgekehrt, also MDV nach VDV, wo absteigen? Auch durch Kamin? Für mich persönlich Abstieg da außerhalb Komfortzone. Gibt's leichteren Übergang den ich übersehen hab? Aus manchen früheren Beiträgen (Mukica, Todi...) sehe ich Kamin nicht erwähnt.
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| sla18. 05. 2025 22:39:25 |
Denke du bist zu weit links gegangen nach deiner Skizze. Ich geh rauf und runter gleiche Variante.
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| asdf18. 05. 2025 22:51:11 |
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| Todi19. 05. 2025 05:46:00 |
Tomco, von MDV-Seite kannst du Kamin leicht links umgehen, Richtung VDV gesehen, und schöner Übergang, bisschen Klettern aber, ...
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| garmont19. 05. 2025 15:45:05 |
Wie Todi sagt. Nicht ganz einfach, aber mindestens musst du nicht so tiefe Abgrund unter dir angucken.
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| Tomco19. 05. 2025 16:59:43 |
sla, Todi, garmont, ausgezeichnet. Aus Bildern jetzt alles klar. Vielen Dank! @sla, asdf: ja, Einstieg ins Gipfelmassiv durch Rinne mit grüner Linie auf meiner Skizze. Erwähnter Kamin (und Police-Variante von Todi und garmont erklärt) liegt etwas höher, ca. Mitte zwischen Rinne und Gipfel. P.S. Hoffe wir haben mit zu genauen Beschreibungen nicht den Bergzauber "getötet". 
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| Macesna19. 05. 2025 20:55:06 |
Tomco, kenne deinen Kamin, toller Detail in Qualitäts-Weißkalk. Nur bisschen schwerer ca. 2-3m. Glaub UIAA II+, irgendwo III- (wenn nicht falsch, in Grebeni slovenskih gora). Ja, mit Mann rauf und runter Kamin. lpm
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| Tomco19. 05. 2025 21:31:21 |
Macesna, bei der Vorbereitung auf die Tour alte Beiträge durchsucht und u.a. deinen aus 2019 registriert, wo du Kamin erwähnt und fotografiert hast. Hat viel geholfen - als ich drunter war, wusste ich genau auf dem richtigen Platz für eine Variante zum Gipfel. Hab sie genommen. Schön hoch, echt super Fels. Runter... andere Geschichte. Sicher mehr für die, die genau wissen, was sie tun. Also bravo.  Viel Erfolg, Tomi
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| asdf19. 07. 2025 17:24:19 |
Gestern bin ich über Kačji rob nach MDV gegangen, entlang des Grats nach VDV und zurück über den Sattel zwischen den Draški-Vrhi und Jezerce. Beim Abstieg von MDV habe ich durch einen Kamin geklettert, aber ich habe auch den alternativen Übergang aus den vorherigen Kommentaren angeschaut. Anhand der Bilder und Beschreibungen in diesen Kommentaren ist er sowohl von oben als auch von unten leicht zu finden. Nach VDV bin ich über unmarkiertes Gelände gestiegen, das auf hribi.net als "Ende der Straße bei Pokljuka - Veliki Draški vrh (Weg über den nördlichen Graben)" beschrieben ist. Ganz interessante Aufstiegsroute mit schönen Ausblicken. Auf MDV niemand, auf VDV außer mir noch zwei, ab Jezerce dann eine Menge Leute, meist Ausländer.
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| asdf14. 12. 2025 15:52:13 |
Gestern bin ich von Rudno polje Richtung Veliki Draški vrh aufgebrochen. Zuerst ging ich zum Jezerce entlang des markierten Wegs, der über der Planina Konjščica verläuft. Der meiste Teil dieses Wegs war schneefrei, Schnee auf dem Weg begann etwas unter dem Jezerce. Dort war der Schnee auf dem Weg gut ausgetreten, ebenso weiter Richtung Srenjski preval und auch Richtung Studorski. Am Jezerce bog ich rechts Richtung Srenjski preval ab, dann bald links ins Hang und Richtung Sattel zwischen den Draški-Vrhi. Hier gibt es einen unmarkierten Pfad, der jetzt fast vollständig mit Schnee bedeckt war und nicht ausgetreten. Es gab einige separate menschliche Spuren, die nicht besonders hilfreich waren, daher bin ich mehr oder weniger auf eigene Faust gegangen. Der Schnee hatte wechselnde Tiefe - meistens ziemlich tief, stellenweise dünner, stellenweise auch schneefrei. Überall außer in sehr schattigen Bereichen lag eine dicke Kruste darauf. Da ich ziemlich spät dran war und es sonnig (und ziemlich warm) war, war die obere Schicht dieser Kruste weich geworden und es sackte stellenweise ein. Vom Sattel bin ich ungefähr entlang des unmarkierten Pfads Richtung Viševnik weitergegangen. Der erste Teil des Pfads am Nordhang war komplett mit trockenem, leichtem Schnee bedeckt. Der Pfad war nicht ausgetreten, und alle Spuren, die ich sah, wirkten wie Ziegenpfade, daher bin ich bis zum Grat auf eigene Faust gegangen. War ganz anstrengend. Ab dem Beginn des Westgrats gab es keine Probleme mehr. Hier viel weniger Schnee, meistens konnte man auf schneefreiem Untergrund gehen. Wo Schnee lag, war er nass und meist nicht besonders tief. Durch diesen Schnee zogen sich Spuren einiger Leute. Auf dem Gipfel toller Ausblick, außergewöhnliche Sicht in alle Richtungen. Fast kein Wind. Abstieg entlang des Grats Richtung Studorski preval. Die Bedingungen hier waren ähnlich wie beim Aufstieg am Westgrat, wieder Spuren einiger Leute. Der steile Felsenabschnitt im unteren Gratbereich war stark verschneit. Dieser Schnee war nass und weich (ca. 13:00 Uhr), also ziemlich unangenehm. Darunter wartete noch ein kurzes Stück extrem unangenehmes Gehen durch verschneiten Schutt (sonst sicherer Gelände). Vom Pass bin ich Richtung See abgestiegen. Auch hier trockener und recht leichter Schnee, aber der Weg war gut ausgetreten.
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| asdf23. 03. 2026 22:26:45 |
Heute bin ich vom Rudno polje über Kačji rob zum Mali Draški vrh gegangen. Frischer Schnee auf Rudno polje ca. 5 cm, nördlich von Viševnik ca. 10 cm. Dort brach die alte Basis stellenweise durch, besonders beim Anstieg zum Srenjski preval, der dadurch ziemlich mühsam war. Srenjski preval erreichte ich am südlichen Ende und traversierte dann zum MDV. Diese Traverse war etwas unangenehm, mit viel windgepresstem Schnee und unsicherer Basis darunter. Lawinen waren hier auf der Westseite, daher schließe ich, dass der Aufstieg zum Pass von der Jezerca-Seite noch anstrengender sein könnte. Als ich den Hang des MDV erreichte, verbesserten sich die Schneebedingungen stark. Nicht viel frischer Schnee hier (vielleicht ca. 5 cm), darunter feste alte Basis. Irgendwo am Anfang des Hangs grub ich mit dem Eispickel ein Loch und sah ca. 40 cm Kruste. Diese war nicht sehr hart und man musste stellenweise etwas fester eintreten, damit sie hält, aber nicht so weich, dass man sich unsicher fühlte. Als ich den Grat erreichte, ging ich zum östlichen Gipfel, zum westlichen nicht. Auf dem Grat selbst war einiges an windgepresstem Schnee, daher ist viel Vorsicht geboten. Lawinen waren hier auf der Nordseite. Rückweg auf derselben Route. Da es Werktag war, waren wenige Besucher. Um sieben Uhr vor mir auf dem Parkplatz der Kaserne nur ein Auto. Auch auf dem Weg traf ich nur wenige Leute, meist Ausländer.
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| Tomco4. 04. 2026 20:17:09 |
4.4.2026 Viševnik über die Westrinne, Mali Draški Vrh und Ablanca. Ganz gute Bedingungen, Schnee war auf der ganzen Tour meist zementiert, besonders auf den Südhängen. Start im Dunkeln kurz nach 5 Uhr. Option war auch die Gamsova Rinne zum Ablanca, aber sie sah schon von weitem voller windgewehtem Schnee aus, also ohne Bedenken verworfen. Verhältnisse in der Westrinne des Viševnik super. Man sieht, wo der neue windgewehte Schnee ist (er ist weißer als der alte), sonst ist auch der neue Schnee auf den Südhängen schon hart. Hier und da hat sich der Eispickel unerwartet durch die Kruste gebohrt, aber fast nirgends war das unangenehme hohle Geräusch, das sagen würde, dass ich über gefährliche Platten gelaufen bin. Die Rinne am MDV ist komplett vereist, Schnee ist umgearbeitet, neuer windgeweht da gar nichts. Stellenweise so hart, dass man mit dem Eispickel über dem Kopf ausholen musste, um ihn tief genug zu stecken - was einem normalen Schottersteiger natürlich toll vorkommt.  Abstieg vom Srenjski Sattel auch komplett hart, musste vorsichtig knirschend bis Jezerca runter. Technisch anspruchsvollste war der Aufstieg zum Ablanca vom Studorski Sattel. Gemischtes Gelände, unterschiedliche Untergründe, auf der Flanke nahe dem Gipfel unter dem Grat offensichtliche windgewehte Platten, die man umgehen musste. Dachte, ich quetsche noch den Veliki Draški Vrh rein, aber sobald ich wieder hochging, merkte ich, dass ich für heute genug habe. Sehr schlechter Schlaf zeigt sich schnell bei den Batterien. Und celoletne Hosen hab ich nicht mitgenommen, in Winterhosen hätte ich mich um die Uhrzeit bis oben aufgekocht. Um Abstiegszeit ~12h+- hielt der Schnee noch gut, nur ein bisschen einsinken Richtung Konjščica. Toller Untergrund für Abstieg und ein bisschen Rutschen. Fast idealer Tag in den Bergen.
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