Lawine begräbt Papa und Skifahrer Emil
Slovenske novice - Aleksander Brudar: Die Lawine war tödlich für den erfahrenen Tourenskifahrer Emil Jerman.
KAMNIŠKA BISTRICA – Slowenische Berge, in denen diesen Winter schon riesige Schneemengen gefallen sind, haben erneut gezeigt, dass sie zu ihren Liebhabern sehr unerbittlich sein können. Am gefährlichsten sind sie gerade in diesen Tagen, wenn dort enorme Mengen windverfrachteten Schnees liegen, ideal für Lawinenbildung. Diese gelten in den meisten Fällen als echte Bergmörder, da es unter der Masse, die sich auf einen zufälligen Berggänger oder Tourenskifahrer stürzt, fast unmöglich zu überleben ist.
Leider hat das der 34-jährige Emil Jerman aus Kamnica in der Gemeinde Dol pri Ljubljani, sonst Ljublijaner, am Mittwoch erlebt, als er morgens zum Tourenski in die Kamnik-Savinja-Alpen aufgebrochen ist. Gestern Vormittag wurde er tot unter dem 1585 m hohen Kamniški Dedec gefunden. Die Suche nach Jerman begann schon Mittwochabend, als seine Frau die Bergretter verständigte, dass Jerman, der Richtung Kamniška Bistrica gegangen und von dort auf den Kamniški Dedec steigen wollte, nicht nach Hause gekommen ist. Sofort startete die Rettungsaktion, die Polizei fand das Fahrzeug des Vermissten in der Nähe des Hauses in Kamniška Bistrica.
Wie uns Matej Bizjak, Bergretter von GRS Kamnik und Leiter der Gruppe, die den 34-jährigen Ljublijaner in den schneebedeckten Bergen suchte, erzählte, suchten sie bis Donnerstag 2 Uhr morgens. Wegen Lawinengefahr mussten sie abbrechen und fuhren um 6 Uhr morgens fort. Am Mittwoch und gestern waren 15 Personen im Einsatz, Bizjak war in der Gruppe von fünf Rettern, die weiter vordrangen. Nach umfassender Geländeprüfung des Kamniški Dedec fanden sie seine Leiche gegen 10:30 Uhr etwas weiter vom Klin entfernt, das eine gute Stunde Fußmarsch von der Talmulde entfernt ist, beim Transport des Verunglückten noch länger.
Aktuelle Verhältnisse in den Bergen ungeeignet für Besuche
Die Retter gruben den Vermissten aus dem Schnee aus und brachten ihn per Hubschrauber nach Kamnik. Auf die Frage, was sie so schnell zum unglücklichen 34-Jährigen geführt hat, sagte Bizjak, dass seine Angehörigen sehr geholfen haben, da Jerman immer genau angab, welchen Weg er in die Berge nehmen würde, und was er sagt, hält er. Sehr hilfreich war auch die Info, wo er sein Auto geparkt hat.
Bizjak warnt, dass die aktuellen Verhältnisse in den Bergen ungeeignet für Besuche sind, da riesige Schneemengen gefallen sind, und dazu windverfrachtet. Auch wenn Jerman mit Tourenskiern zum Kamniški Dedec ging, fügt Bizjak hinzu, dass das unter den jetzigen Bedingungen keine große Rolle spielt.
Nach unseren Daten war Jerman, verheiratet und Vater von zwei Kindern, ein sehr erfahrener Tourenskifahrer, der einige Tage vor dem tragischen Vorfall etliche Skitouren gemacht hat. Zum Tourenski ging er immer, auch diesmal, mit kompletter Ausrüstung, hatte auch Lawinenpiepser dabei. Das Gelände, wo ihn schließlich die Lawine erfasste, kannte er sehr gut, aber offenbar haben die Schneebedingungen ihn überrascht. Andererseits war Emil Jerman auch großer Experte für die Ausrüstung von Straßentunnels, seit 2002 befasste er sich mit automatischer Verkehrsdetektion und war an der Installation des genannten Systems in allen neuen Tunneln Sloweniens beteiligt. Unter anderem bildete er sich in Belgien weiter, beschäftigt war er angeblich bei Technix, wo er Projekte für Videosurveillance und automatische Verkehrsdetektion auf Autobahnen leitete.