Samstag erwartete ich einen schönen sonnigen Herbsttag mit passend ambitionierten Plänen - auf Rinka über Kletterpfad, dann über Turska gora nach Kamniško sedlo. Hatte Winterausrüstung dabei, aber nicht mehr als paar cm Südschnee erwartet. Falsch, bald oberhalb Okrešelj zum Savinjsko sedlo alles weiß, im Mrzlo dol schon 20-30 cm Schnee mit durchbrechbarer Kruste, Gipfel in Wolken rasch wechselnd im Wind. Entschieden, heute nicht der rechte Tag für solche Tour, gehe zu Savinjsko sedlo und Koroška Baba. Aber am Sedlo echte Sibirien - kalter Wind, Nebel, stellenweise harter Schnee. Weg zum Ledinski vrh alles andere als sommerlich, auf halbem Weg Steigeisen angelegt und Baba-Idee verworfen. Beim Abstieg vom Sedlo Trio getroffen, sonst niemand. Beim Nähern an Okrešelj fiel mir ein, vielleicht Weg zum Zaspani hribar suchen, den ich oft vom Pfad bewundert hatte. Am Handy diesen Thread auf hribi.net gefunden, gelesen und hingeschaut. Pfad zum Kamniško sedlo bis Stelle unter Wand der Turska gora, die fast rechtwinklig nach Planjava abbiegt. Rechts zum Block, etwas höher auf gesägtes Zwergkieferngestrüpp gestoßen, leicht absteigend zur Basis des ZH bis Sattelfläche bei großer Lärche. Von dort unzugänglich wirkend, aber Erfahrung sagt: aus der Nähe leichter als aus Ferne, und so war es, obwohl Grätchen kein Kinderspiel - zuerst senkrecht aus Gebüsch auf Felsenband beim Aufstieg, dann obere bröselige Partie hat Puls hochgetrieben. Am Kreuz Hubschrauberblick auf Okrešelj, Augenkontakt mit Turni gegenüber, die ich Sommeranfang besucht. An jene Tour (Zabrložnica, Turni, Matkovo okno, Okrešelj, Pasje sedlo) könnte ich ZH mal anhängen. Langsam und sehr vorsichtig Rückweg auf Aufstiegspfad, Kaffee in Okrešelj, zufrieden ins Tal.