Slowenischer Bergpfad
Maribor - Slovenj Gradec
Zwischen Weihnachten und Neujahr 2025 sind wir den Slowenischen Bergpfad von Maribor nach Slovenj Gradec gewandert.
Erster Tag (Nachmittag): Maribor - Mariborska Koča (geschlossen) - Ruška Koča auf dem Areh
Mit dem Zug erreichen wir den Bahnhof Maribor Tezno und gehen zu Fuß zum Ausgangspunkt des Pfades. Wir starten um drei, als die Sonne langsam hinter dem Hügel versinkt. Es folgt ein idyllischer Winterspaziergang bei Sonnenuntergangsfarben. Auf den Fichten eine Schicht weißen Schnees. Dann Dunkelheit, Kälte, wir sehen die Markierungen kaum, stolpern durch Schnee, der mal einsinkt, mal ausrutscht. Wir passieren Touristenansiedlungen und Skigebiete im vorjahresendlichen Schmuck. Abseits des Skigebiets kehrt Ruhe ein, Schnee unter den Füßen und klarer Sternenhimmel über uns. Am Ende idyllischer Areh - hinter der Kapelle leuchten Orion und Plejaden… Die Hütte ist geschlossen, doch sie lassen uns ein offenes Zimmer, wo wir erschöpft Abendessen aus dem Rucksack essen.
Zweiter Tag: Areh - Koča na Pesku (Rogla)
Der ursprüngliche Plan war anders, doch beim Frühstück in der Hütte entscheiden wir uns, heute nur bis Rogla zu gehen. Kilometer im Schnee vergehen langsamer. Auf dem Areh begegnen wir vielen Skifahrern und wenigen Wanderern. Folge: Der Großteil des Wegs zur Šumik-Wasserfall ist ungetreten. Spurenlegen auf dem Bergpfad kostet Zeit und Energie. Unterwegs treffen wir fast niemanden, es fühlt sich an, als wären wir allein im schönen Winterwald. Später wählen wir die verschneite Straße, da der Bergpfad meist tief verschneit ist und wir nicht wollen, dass die Nacht uns wieder einholt. Zum Klopni Vrh (der sich nicht wie Gipfel anfühlt) und dann nach Rogla ist der Weg leichter und schneller. Außer dem letzten Kilometer auf der Hauptstraße niemanden, wir genießen Frieden und Stille abgelegener Pfade.
Dritter Tag: Rogla - Lovrenška-Seen - Ribniška Koča
In der Hütte frühstücken wir und packen Brote für unterwegs ein. Wir lächeln über das Gedränge auf der Piste und marschieren Richtung Lovrenška-See vorbei. An dem Tag öffnen sich viele Ausblicke, auch auf Berge, da Wege offen verlaufen. Mehr Leute heute, der Pfad meist getreten. Schnee und Sonne sorgen für Winteridylle. Mit Zeitüberschuss gehen wir zum verschneiten Ribniški-See und warten den Sonnenuntergang auf dem Jezerski Vrh ab. Nach köstlichem Abendessen in der Hütte spielen wir Schach.
Vierter Tag: Ribniška Koča - Slovenj Gradec
Obwohl wir gerne ausschlafen, starten wir heute vor Sonnenaufgang und werden mit herrlichen Ausblicken belohnt. Der Weg zum Črni Vrh glüht orangefarben in der Sonne. Wir steigen zum Grmovškov dom ab, trinken Kaffee inmitten von Skifahrern. Am Skigebiet entlang geht's weiter, wieder Spurenlegen, da der Bergpfad ungetreten. Das Wetter ändert sich, bis zur Koča pod Kremžarjevim Vrhom fällt etwas Schnee vom Himmel. In der Hütte herrscht heimelige Bergatmosphäre, wir essen Mittag und steigen den steilen eisigen Pfad nach Slovenj Gradec ab - der einzige Abschnitt, wo wir wirklich Mikrospitzen brauchten. Etwas Mühe (nicht unerwartet) mit der Rückfahrt öffentlich, da Feiertag wenige Busse. Zufrieden kehren wir heim und planen schon nächste Etappen des Slowenischen Bergpfads.