Am Samstag bin ich zum Parkplatz unter Beli potok im Jezerska-Tal gefahren und entlang des markierten Wegs 654 zur Škrbina unter den Škraplje gestiegen. Der Weg führt angenehm durch den Wald auf Mulattier und gegen Ende direkter zum Sattel. Direkt unter dem Sattel bin ich links vom markierten Weg zum neuen Bivak Daniele Bertolutti abgebogen, benannt nach dem jungen Höhlenforscher, der 2006 tödlich verunglückte. Schon auf dem Weg zum Bivak gibt es viele Reste aus dem 1. Weltkrieg, um das Bivak noch mehr. Zum Bivak ist der Weg unkompliziert. Mein Ziel war Großer Schneegipfel 1972m. Schon im Buch im Bivak habe ich bemerkt, dass der Gipfel von italienischen Alpinisten nur dreimal bis viermal 2009 und 2010 besucht wurde, später nicht mehr. Vom Bivak bin ich auf einem Pfad zwischen Kavernen ostwärts gegangen und das steile Hang des Gr. Schneegipfels war nicht weit. Der Pfad endete bald und Steinmänner führten weiter. Das Gelände wurde bald sehr anspruchsvoll mit vielen Schuttfeldern, Dolinen, kurzen Wänden und Gestrüpp. Bald habe ich gemerkt, dass ich mich strikt an die Richtung der Steinmänner (ein oder zwei Steine auf Fels) halten muss, sonst ist das Gelände unpassierbar. Jedes Mal wenn ich die richtige Richtung etwas verloren habe, musste ich zum letzten Steinmann zurück und neue Übergänge suchen. Hier gilt wirklich, dass man schneller ist, wenn man langsam geht und ständig das Gelände beobachtet und vor allem wohin man tritt! Auf offenem Gelände ging es noch, während für den richtigen Durchgang durch das Gestrüpp ich mehrmals probiert habe. Als ich nach langer Zeit aus dem Schuttlabyrinth raus war, fand ich am Wandfuß einen steilen grasigen Kegel und stieg darauf hoch. Höher wurde der Kegel zu einer engen Rinne mit genug Pflanzen, um mich hochzuziehen. Am Ende der Rinne bog ich links zum ersten Vorscheitel ab, mit kleinem Umweg rechts kam ich auf den Gipfel des Großen Schneegipfels. Die Ausblicke sind wirklich schön, dass ich über eine Stunde oben blieb und später auf demselben "Weg" zurück ins Fels- und Buschlabyrinth. Die Rückkehr ging nicht ganz glatt aber über Probleme habe ich genug geschrieben


Auch ich kann die Tour nicht gerade empfehlen besonders nicht Alleingängern wie ich diesmal war. Ausflug zum Bivak und Herumstochern um Militärfestungen und Betrachten der Stellungen wird eine ganz angenehme kleine Tour in diesen abgelegenen Winkel sein. Viel Erfolg!!