| redbull7. 09. 2020 07:53:14 |
Cervino/Matterhorn (05.09.20) Löwenggrat/SW-Route Habe keinen neuen Thread eröffnet, vielleicht könnte ich, da dieser von italienischer Seite. Mit David hatten wir das Aufstiegsdatum schon vor einem Monat festgelegt, danach alles in Gottes Händen bezüglich Wetterbedingungen. August super Wetter, Aufstieg Mitte August ohne Winterausrüstung wahrscheinlich mit mittelhoch Schuhen. Letztes Wochenende Wetter verschlechtert, auch bei uns Schnee in Kredarica-Höhe. Ganz schön Schnee über 3000m gefallen, aber Hoffnung nicht verloren, ab Mitte Woche wieder schönes Wetter mit höheren Temperaturen angesagt. Denis dazu eingeladen, genauso begeistert, besonders da wir in letzter Zeit einige Touren zusammen gemacht und uns gut kennengelernt haben. DDD war bereit und Wetter super angesagt. Freunde aus Zagreb auch hier am selben Tag, wirklich interessant, da nichts vorher abgesprochen. Filip hat mir sehr mit Aufstiegsdaten geholfen, wusste viel. Danke Filip. Schon auf der Webcam sah man Schnee schön schmelzen und Freitagmorgen war da. Arbeit gut geregelt, dass sie Donnerstag früh fertig waren, ich hatte Urlaub diese Woche. Aus Kamnik um 10 Uhr vormittags abgefahren. Bei Nova Gorica nach Italien, Route nach Mailand. Von Kamnik knapp 700 km bis 2006m Breuil-Cervinia. Hier Startpunkt, mit großen Augen auf mächtigen Gipfel starren. Aus Italien anderer Blick als Schweizer Pyramide, die die meisten kennen. Schweizer Seite nach Daten, da NE-Lage, sehr verschneit. In solchen Bedingungen wäre leichtere Route viel schwieriger als üblich. Wir fokussiert auf unsere, fast ganzen Monat täglich David und ich Daten zum Löwenggrat geholt/erfragt. Nach sieben Stunden Fahrt ausgepackt am kostenlosen großen Parkplatz in Breuil. David und ich Beine etwas vertreten bis 2500m, schon nah an Abruzzi-Hütte 2802m. Denis Küchenmeister bereitete schon Abendessen, Menü Wildgulasch mit Nudeln. Unglaublich gut. Beim Brotschneiden Finger schön geschnitten, etwas besorgt für morgen. Diese Route braucht viel Zeit, Frage ob jemand so einen Aufstieg wie unseren in einem Zug vom Parkplatz plant. Meiste bis Bivak J.A. Carrel 3830m, nächsten Tag Gipfel Cervino 4478m, Schweizer Matterhorngipfel 5 Min entfernt. Zuerst auch gedacht, in Rifugio Orionde-Abruzzi 2802m zu übernachten, aber bei "durchziehen" vom Parkplatz geblieben. Abends eingeschlafen gegen 2-3 Uhr in Schlafsäcken, ca. 10 Grad Mitternacht. Kaffee, Bissen Brot mit Honig und Erdnussbutter, bereit mit Rucksack auf Schulter für Grande Tour. Um 2:00 Marsch begonnen, bei Rucksackgewicht recht flott, in 1 Std 15 Min bei Abruzzi (2802m). David spürte noch 1-2 kg mehr, hatte 60m Seil. Gewicht fast 19 kg. Steigeisen dran, in Sneakers gestartet. Über Hütte ca. 2900m hinter Fels versteckt, damals wussten wir nicht, was Rückweg bringt. Verschwitzt, nicht zu kalt, gutes Tempo. Gurt und Helm gleich an, weniger im Rucksack. Wenig Bilder dunkel. Pfad gut nachverfolgbar mit vielen Steinmännern, nicht empfohlen bei Nebel, dann großes Problem möglich. Klarwetter wie angesagt. Vortag +1 bei 4000m, heute kälter -2 mit Wind bis -9 Gipfel. Steigeisenabdrücke ab 3200m, Vortag genug Schnee geschmolzen. Querung Colle del Leone 3581m mehr/weniger Schnee, aber gute Tritte Vortag. Freitag Nachmittagssonne hat gewirkt. Eispickel in Händen empfehlenswert bis hier. Dünnere Jacken, schon etwas Wind. Heute ca. 30 km/h angesagt. Von hier etwas Gehen dann Ernsthaftes. Nun wartete Aufstieg zum Bivak Carrel 3830m. Felsen mit Festseilen an Stellen relevant. Nur ziehen, ziehen weiter. Unter hart, vielleicht härteste Stelle, vielleicht 90°-Wand befestigt. Höre David oben uff uff Hände leiden! Wenn er das sagt, wirklich schwer. Irgendwie hoch, letzter Meter Freund geholfen bei schmerzenden Händen. Harte Passage bis Bivak Carrel geschafft 3830m. Sonne andere Seite auf, aber nicht bei uns, Bergschatten. Wir SW-Seite. Kurze Pause mit Stärkung, gleich für Weiteres vorbereitet. Winterausrüstung bis hier nicht nötig, vorerst auch nicht, trockene sichtbare senkrechte Felsaufstiege warten. Außer einem Italiener keiner startet mehr Aufstieg, Meiste von hier um 3., 4. Uhr früh. Wir damals Abruzzi 2802m. Kette mit Überhang kein Spaß, so ist die Route. Corda della Sveglia III+ Kletterstellen und Varianten weiter, keine leicht. Festseil ca. 15m, wenige würden klettern, praktischer Abseilen daneben bei Abstieg. Nähern linker Schulter, noch Aufstieg Grat/Westseite verschneit. Steigeisen an, Eispickel Hand, Erster später nötig. Grande Corde oder Corde Tyndall vor uns. Bei 4241m Pic Tyndall Abstiege, drei klein ca. 10m. Letzter anspruchsvollste, ohne Seil gemacht. Frühe Starter jetzt Abstieg Abseilen. Zagreb-Freunde getroffen, etwas geredet. Letzter harter Aufstieg zum Gipfel 4476m, italienischer Gipfel 2m niedriger als schweizerischer. Nachmittagsvorhersage wie Himmel andeutet, Wolken kommen, kein Niederschlag. Helikopter Standard, zwei von Morgen bis Abend um Matterhorn kreisen, praktisch über Kopf. Gipfel Spitze Unfälle/Jahr. Hände gut gespürt, Denis und ich müde davon. Höhe z.B. gar nicht ermüdend, fühlte mich nicht so hoch. Festseil und Leiter mit Überhang folgte. Nicht gehetzt, jeden Schritt bedacht, Hände anders entspannt an Leiter. Oben andere Seile für Abstieg vorbereiten, nicht leicht sichtbar. Noch einige "komische" Festseile links, dann Aufstieg Kreuz gesichtet. 4478m hoch, einige nennen auch Matterhorn, besser Cervino. Davon noch ca. 5 Min enger Grat bekannter Schweizergipfel. Wären gegangen, aber Nebel kam, stärkerer Wind enger Grat nicht ideal. Gefühle unbeschreiblich, schon an Abstieg gedacht, sicher nicht einfach. Sah klar, in Stunden neblig, Uhr ca. 13:00. Mit italienischem Herrn, mehrmals überholt, 2 Abseilungen zusammen. Rapps etc. alles Abseilen, sonst nicht "spielen". Herrn voraus, allein schneller, kein Warten auf Drei. Einige eingeholt, ihr Abseil unser Seil, wenn sie nächstes spannen. Schnell einverstanden, obwohl dachte, nächsten Abseil wohl nicht nah sehen. Nebel lästig zeitweise, nicht schnell, besonders Nebelabend mit Dunkel Talabstieg fast unmöglich. Alternative nur in Carrel biwakieren. Über Pic Tyndall schnell, Team voraus durchlassen gebeten. Verschneites weg, Steigeisen dran. Abstiege gut ausgestattet, fast alle 30m genutzt. Bei 4000m fragst, wohin hoch beim Abseilen runter. Nebel klar endlos wiederholt. Entschieden Tal, nach 1-2 Std Schlaf heim. Nach letztem 30m Ab David Seil verstaut, gutes Tempo zum Italiener, ganztags geplaudert ohne Verständnis. Schade wenig Italienisch, er kein Englisch. Sehr freundlich, froh uns zu sehen, wir ihn. Festseil später Kette Überhang Bivak Carrel. Letzte Kette kein Kinderspiel, bei Not max Konzentration, gut nicht überladen. Noch Fotos Westen 19:45 ab. Harter Anfangserwähnter Aufstieg jetzt rückwärts. Abseil gut, aber auch ohne machbar. Zwei Haken "phänomenal", ohne kein so Abstieg. Armumarmungen Handflächen Festseil unbeschreiblich. Fitnessbesucher: nach Tour Wochen nicht nötig. Noch Abstieg damit Ende, vielleicht Jahr, daheim keine gesehen, vielleicht Bootsanbindung. Hier Fotografieren größtenteils beendet, Nacht naht. Bei Colle del Leone 3581m Lampen an. Hier bei genug Schnee Winter direkt Rinne vom unteren Gletscher hoch möglich. Italiener eingeholt überholt. Unten Zagreb-Kollegen übernachten heute hier. Abstieg beobachten ~2900m Sneakers suchen, 4 Uhr früh gelassen. Nicht gedacht suchen im Dunkeln. Fels nicht gefunden oder gekümmert. Ich keine 100 Eur, David egal. Denis neue egal nicht. Gut für 43-Träger passend wahrscheinlich. Alle drei ähnliche Größe jagen über Abruzzi . Hüttenbier schöne 8 Euro, "Kiste" nicht für Preis egal. Tal zog sich kein Ende. Parkplatz 23:30. Alles gut, ins Wasser oben übrig. Schon Kebab geträumt, nächst Kekec-Paste. Kleine Pause packen Mitternacht heim. Fahren gewechselt, meist David gewohnt solche Strecken. Solchen Aufstieg Abstieg 1 Tag absolut nicht empfohlen. Wegen Ausrüstung schwere Rucksäcke wahrscheinlich wir auch nie wieder, 2 Tage viel besser "passend". Zum Interesse gestern Finger gut geschnitten heute kein Schmerzgedanke. Alle glücklich gesund heim. Kosten p.P. 85 Eur (Kraftstoff Maut). Tour Abkürzung DDD, Gratulation Team.
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