Črna bei Kamnik. SKALA
Entlang der Regionalstraße Kamnik-Črnivec-Gornji grad unter der Velika planina am Anfang des langgestreckten Dorfes Podstudenec ragt hinter der ersten Serpentine ein Felsen heraus, der auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher Felsen war, teilweise mit Haselsträuchern zugewachsen. So warteten meine Freundin und ich vor einigen Monaten das erste Mal an dieser Kurve, parkten am Straßenrand und betrachteten dieses Denkmal genau. Interessant! Ein schmutziger Granitstein ohne sichtbare Inschrift und ein Betonfundament mit Pferdeschwanz bewachsen sah wirklich aus wie ein herausragender natürlicher Felsen - ein Felsen, der verlassen ist und dem Erstkämpfer und Nationalhelden Peter Stante-Skala gewidmet, der 1980 hier tödlich bei einem Verkehrsunfall umkam. Sofort erinnere ich mich, dass Peter Stante-Skala auch Stellvertretender Kommandant der II. Gruppe der Abteilungen war und 1942 die Kämpfer über Davovec führte. ,,Das muss renoviert werden, dachte ich, und gleich im Frühling bevor das Gestrüpp grünt! Nun kam mir diese Renovierung in den Sinn am Tag, als unsere Genossen und Patrioten im Jelenov žleb bei Ribnica Erinnerungen an die Partisanenschlacht wiederbeleben, wo vor einem Monat rechte Extremisten ein Verbrechen am Denkmal und der slowenischen Kultur begingen. So luden wir am Samstag, 25.3.2017 frühmorgens in den alten Renault 5 Werkzeug von A bis Ž, alles Nötige, und fuhren ostwärts zu einer Ausfahrt, hielten unterwegs in Kamnik an, um Snacks und Reiniger für den Felsen zu kaufen. So kamen wir am Ort an, wo das verlassene Denkmal renoviert werden soll. ,,Wir gehen der Reihe nach ans Werk: Zuerst das Denkmal einweichen, dazwischen das zugewachsene Gestrüpp zersägen, den Pferdeschwanz vom Betonfundament abgraben, einen Pfad und Stufen für den Zugang ausheben. Es läuft gut an, sodass wir in wenigen Stunden mehr schafften als gedacht für diesen Tag, nämlich als das Denkmal gereinigt-gewaschen war, trocknete es auf der sonnigen Seite schnell, sodass ich bald mit der Inschrift beginnen konnte, während Genossin Ljuba die Armeespaten nahm und irgendwo Blumen ausgrub. Neugierig war ich schon, welche Blumen nun dort wachsen würden, als ich sie plötzlich mit einem ganzen Strauß Narzissen samt Erde und Zwiebeln sehe, die sie hinter dem Bach ausgegraben hatte. Diese gute Arbeit endete für uns gleichzeitig, ich mit der Inschrift am Denkmal, sie mit der Gestaltung der Umgebung und dem Pflanzen der Narzissen. Am Ende konnten wir uns nicht satt sehen an dieser Veränderung und Schönheit des Denkmals, das viel für unsere Geschichte bedeutet.
Ivan Krivec