Gefahren, die die Berge plagen
|
| viharnik24. 01. 2015 21:49:36 |
Auf Alpenwetter.at neben der Wettervorhersage warnen sie auch vor umfangreichen Schneenanlagerungen (Wechten), die durch starken Wind entstanden sind! Besondere Bemerkungen: Aufgrund des starken Windes sind grosse Schneeverfrachtungen zu erwarten!.
|
|
|
|
| serznoz29. 01. 2015 10:37:07 |
Ich verfolge diese Debatte. Schön, die netten Wünsche für Dejan zu lesen, ich schließe mich an. Aber etwas fehlt trotzdem: Wünsche, dass er bald wieder in die Berge geht, klingen mir zu gladiatorenhaft. Ich wundere mich, dass niemand dem Jungen noch eine ernsthafte Reflexion empfohlen hat, ob es wirklich nötig war, in den Bedingungen von Samstag hochzudrängen. Das war alles andere als Mut. Warum unsinnige Herausforderung? Grundregeln des Bewegens in schneereichen Bedingungen wurden verletzt. Dejan nimmt normalerweise nicht genug Kleidung mit. Andere wurden zum Risiko gezwungen. Die Kosten für Rettung und Behandlung zahlen wir alle aus der Krankenkasse. War das nötig? Lässt sich daraus etwas lernen? Wenn er so weitermacht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es sich wiederholt? Wird er dann auch überleben? Also: zurück in die Berge JA, aber zuerst die Regeln des Gehens in den Bergen beherrschen und einhalten. Und eine Änderung im Kopf.
| (+8) |  | |
|
|
|
|
| ms_primoz29. 01. 2015 11:03:37 |
serznoz - ich stimme dir voll und ganz zu...
|
|
|
|
| urarrr29. 01. 2015 11:29:08 |
@sernoz hast du mal dran gedacht, dass vielleicht das Wetter nicht schuld war. Im Mai sind es 5 Jahre her, dass ca. 50 Meter von da wo Dejan abgerutscht ist, ein Bekannter abgerutscht ist. Leider schlecht geendet. mit voller Ausrüstung. erfahrener älterer Bergsteiger.... Ich war 5 m von ihm entfernt. leider konnte ich nichts machen.. und wenn man's live sieht und sieht wie wenig es braucht dass ein Unfall passiert.... stört's mich ein bisschen wenn ich verschiedene Predigten lese... ich denk du hast dir in deiner Lebensgeschichte schon mal den Fuß verknackst oder so was. hat dir da jemand gesagt warum es nötig war da gerade zu sein.... mir hat's einer öfter gesagt. besser ohne Schwanz geboren werden als ohne Glück, wenn du Glück hast kann auch der Schwanz wachsen.... und ich entschuldige mich schon im voraus für die Schimpfwörter und das Wort... hoffe ich hab niemanden verärgert, war nicht meine Absicht mit allem schuldigen Respekt lpM
| (+3) |  | |
|
|
|
|
| Jovan Cukut29. 01. 2015 11:32:37 |
'@sernoz', alles was du geschrieben hast stimmt, aber, obwohl wir das auch alle wissen, hat wahrscheinlich jeder von uns, der in die Berge geht, vom normalen Wanderer bis zum Alpinisten - Bergführer, sie mal herausgefordert. 'Was willste', wir sind Menschen mit guten und schlechten Eigenschaften. Darüber hab ich schon was auf diesem Forum in meinen öffentlichen Alben geschrieben. 100% Sicherheit in den Bergen gibt's nicht, weder in guten noch schlechten Bedingungen, nicht nur in Bergen, überall kann man das Leben verlieren, auf der Straße von Radfahrer, von Auto am Zebrastreifen, von Ziegel vom Dach der ljubljanska Šestica, oder auf der Autobahn, die nach Grošelj gefährlicher ist als Klettern in Bergen. Und ich liste nicht mehr auf.
| (+2) |  | |
|
|
|
|
| Kobra 129. 01. 2015 11:41:58 |
Wie A. Pasilini schon schrieb ... " Mit dem Leben kann man spielen, mit dem Tod nie"
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| ms_primoz29. 01. 2015 11:46:09 |
urarrr - deswegen heißt es Unfall. Sicher war das Wetter nicht schuld, hat aber zur Unfall beigetragen. Z.B.: Polizeibericht (Verkehrsunfall): "gestorben wegen zu hoher Geschwindigkeit". Wegen zu hoher Geschwindigkeit ist noch keiner gestorben, sie sterben durch Aufprall des Kopfs an Gegenstand, durch Feuer,.. was auch immer, nicht wegen zu hoher Geschwindigkeit, Geschwindigkeit hat nur beigetragen zu ...... Außerdem verurteilt serznoz niemanden, fragt nur, deswegen sind am Satzende Fragezeichen (?). Nirgends ist 100% sicher, auch nicht Zuhause auf dem Sessel sitzen... aber wenn du einen Tag wählst wo äußere Einflüsse anspruchsvoll sind (starker Wind, Nebel, Regen, Schneefall,...) dann bist du folglich schon am Start gefährdeter und erhöhst die Unfallchance, als wenn du denselben Weg bei klarem Wetter gehst.
|
|
|
|
| SunBurned29. 01. 2015 11:48:07 |
Ich denk, jeder muss was aus der erlittenen Lektion lernen, und nur ein Esel tritt zweimal aufs gleiche Eis. Also künftig mehr Rechnung auch um Preis weniger attraktiver Erfolge. Gilt auch für anderes, nicht nur für Berge.
|
|
|
|
| bačo29. 01. 2015 12:19:22 |
Ich melde mich hier selten aber es lässt mich nicht ruhen.. voll einverstanden mit serznoz... fast dreißig Jahre Bergführer und Erfahrungen in diesen Jahren lehren dich viel... würde nur das schreiben... Berge haben ihre Gesetze und es gibt Regeln.. auch schriftliche.. nach denen man sich in den Bergen verhalten sollte.. Dejan hat mindestens drei verletzt.. Berücksichtigung Wettervorhersage, Lawinenvorhersage und allein in solchen Bedingungen in die Berge... schon in einem seiner früheren Beiträge aus Kamnischen Alpen hab ich Ähnliches bemerkt... In den Bergen reichen Wissen und Mut nicht aus.. vor allem zählt der Kopf, der immer am rechten Platz sein muss und Erfahrungen die man vor allem mit Jahren bekommt... um jeden Preis irgendwo rein ich billige nicht.. ich denk Slowenien hat unzählige schöne Hütten, die in den Bedingungen viel geeigneter für schöne Abenteuer waren... weiß dass keine 100% Sicherheit gibt aber wir können viel selbst tun um Gefahren zu vermeiden vor allem indem wir in die Berge gehen vor allem mit Kopf... Dejan wünsch dir schnellste Genesung hattest Glück... Glück begleitet die Mutigen... komm bald zurück in die Berge aber mit mehr Verstand und Überlegung... wann wohin... und hoffe du hast aus der Erfahrung was gelernt... und die anderen lp
|
|
|
|
| SamoK29. 01. 2015 12:56:10 |
Vielleicht gehen manche in die Berge nur wegen der Schönheit, viele aber auch, um sich selbst zu testen, die Schärfe des Lebens zu erleben, die ohne gewisses Risiko nicht möglich ist. Ich denke, Dejan gehört auch dazu. Deshalb ist es unangebracht, dass jene, die dieses Bedürfnis nicht in sich haben, darüber philosophieren.
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| dprapr29. 01. 2015 13:04:44 |
Wenn sie schon philosophieren, sollen sie wenigstens so lange warten, bis der Mensch genesen ist.
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| VanSims29. 01. 2015 14:57:05 |
"Andere wurden ebenfalls in die Gefahr gezwungen. Die Kosten für Rettung und Behandlung werden wir alle aus der Krankenkasse tragen." Wir werden zahlen, solange wir dieses sozialistische Solidaritätssystem haben, nicht wie im Ausland, wo man versichert sein muss, wenn man nicht alle Kosten selbst zahlen will. Und selbst dann kann die Versicherung bei grober Fahrlässigkeit die Zahlung verweigern. Es ist dabei überhaupt egal, ob Provokation oder Unfall. Wir zahlen für vieles, auch für die Dummheiten unserer grünhäuptigen Politiker, also werden wir auch dafür zahlen. Was den ersten Satz betrifft, hier ist es wichtig, ob es ein Unfall oder Provokation war. Wenn Letzteres (besonders da an dem Tag niemand zum Gipfel ging oder bei solchen Wetterbedingungen), dann ist das wirklich unfair. Besonders weil die Leute dafür nicht nur unbezahlt sind, sondern nicht versichert, und es fällt nicht unter berufliches Risiko... was, wenn einem der Retter etwas passiert, wer übernimmt dann Ausfall vom Arbeitsplatz oder gar Invalidität... denn in unserem kleinen sozialistischen Staat ist alles noch freiwillig! Aber natürlich könnte es auch ein Unfall gewesen sein. Möglich. Jeder von uns war schon mal am Rande (ich auch). Abrutschen aber gerade noch gefasst oder an exponierter Stelle kurz das Gleichgewicht verloren und im letzten Moment gefasst... Genau wie auf der Straße, wo wir alle potenzielle Mörder sein können.
|
|
|
|
| panda29. 01. 2015 15:46:26 |
Sehr schön geschrieben.
|
|
|
|
| jannika29. 01. 2015 16:00:26 |
"Behandlungs- und Rettungskosten werden wir alle aus der Kasse tragen"... natürlich tun wir das, genau wie wir Kosten für Behandlung von Vernachlässigten, Faulen, Übergewichtigen, Untätigen, Alkoholikern und unfähigen Unfallverursachern auf den Straßen übernehmen. Gegen all das ist diese Heli-Stunde ein Tropfen ins Meer... es erinnert mich ein bisschen daran, wie die "Sofasitzer" sich aufregten, wer das Retten von Humar aus der Wand bezahlt. (andererseits regt sich niemand über gestohlene Milliarden auf) Sonst waren die Bedingungen nicht schlecht, außer Wind, wenn AO Ajdovščina-Mitglieder gerade zum Gipfel aufbrachen (Gott sei Dank waren sie da). Dejan ist besser vorbereitet als 99% von uns und hat trotz junger Jahre viel Kilometer auch im Winter, aber etwas zu viel Mut (mit Jahren sinkt das Niveau). Unfälle geschahen und werden geschehen, für manche ist schon jeder Schritt vom Bett eine Herausforderung, für manche der Aufstieg auf den Triglav "Kleinkram". Wären alle Vorsichtige, würde der Mensch noch mit Holzlöffel essen... Aber ich stimme zu, wir lernen alle etwas daraus. lp
| (+2) |  | |
|
|
|
|
| hribi29. 01. 2015 16:51:51 |
Zuerst herzliche Wünsche an Dejan, dass er bald genesen möge. Es ist wahr; wären alle so sicherheitsbewusst wie ich, würden wir noch mit Holzlöffeln essen, aber trotzdem ist es nicht das Klügste, mehrere Regeln des Verhaltens in den Bergen zu verletzen, wie mein Vorgänger der Bergretter schrieb. Ich sage nichts zu den Kosten, ich freue mich, dass es so geregelt ist, dass allen geholfen wird, nicht nur denen mit Geld und gerade deswegen müssen wir alle etwas verantwortungsvoller sein und bewusst, dass für unsere Rettung jemand anderes sein Leben riskiert. Dejan rate ich, trotzdem vernünftig zu gehen und nicht zu viel zu riskieren, da es vor allem um sein Leben geht.
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| VanSims29. 01. 2015 20:15:28 |
zitiere @jannika: "natürlich tun wir das, genau wie wir Kosten für Behandlung von Vernachlässigten, Faulen, Übergewichtigen, Untätigen, Alkoholikern und unfähigen Unfallverursachern auf den Straßen übernehmen." @jannika: Der Vergleich von Zahlungen für Rettung und Behandlung von Bergunfallopfern und dem, was du erwähnst, ist wirklich nicht angebracht!
|
|
|
|
| stenly29. 01. 2015 20:20:32 |
wichtig ist, wie qualitativ du lebst, nicht wie lange
| (+5) |  | |
|
|
|
|
| ljubitelj gora30. 01. 2015 13:23:46 |
Bedachte Wahl des Ziels, vollständige Ausrüstung mit Wissen und Erfahrung und nicht zu schnell dann ist so ein schöner Tag unvergesslich. Wenn aber einige mit Steigeisen auf Mojstrovka stürmen, provozieren sie. 12-Zahn-Steigeisen kosten 60-80 Euro, allein das kostet Benzin von Ptuj nach Vršič und zurück + Mittag in Kranjska Gora.
| (+1) |  | |
|
|
|
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst
registrieren.